Wir, das sind Familien in der Westpfalz, die ihre Kinder in die gymasialen Oberstufe in die nächste Stadt schicken. In Rheinland-Pfalz (VRN-Gebiet = Öffentlicher Nahverkehr) müssen die SchülerInnen der gymnasialen Oberstufe eine Jahreskarte für den Schülertransport kaufen. "Das MAXX-Ticket gilt ein Jahr lang im gesamten VRN-Gebiet in allen Bussen, Straßenbahnen und freigegebenen Zügen (Deutsche Bahn: RE, RB und S-Bahn in der 2. Klasse) - in der Westpfalz mit der zeitlichen Einschränkung ab 14 Uhr." Es kostet 38,90 € pro Monat. Die Westpfälzer (die "gallischen Dörfer"?) müssen für ihre Kinder im Monat 55,80 € zahlen, da sie mit dem Maxx-Ticket nichts anfangen können, denn sie müssen morgens zur Schule und nicht ab 14.00h. Die VRN empfiehlt sogar für unsere Kinder das Super-Maxx-Ticket, das pro Monat 73,30 € kostet, also fast doppelt soviel wie die Familien in Kaiserslautern und dem Rest von Rheinland-Pfalz zahlen müssen. Dies ist unserer Meinung illegal. Es geht um ausgleichende Gerechtigkeit. Vor dem Grundgesetz sind alle Menschen gleich. In Rheinland-Pfalz zumindest die Rheinland-Pfälzer. Für uns Eltern aus der Westpfalz ist es untragbar, pro Jahr hunderte von Euros mehr zahlen zu müssen als andere, obwohl unsere Kinder genau wie diese nur morgens zur Schule und nachmittags wieder nach Hause müssen. Die Strecken sind meistens sogar kürzer als innerhalb von Kaiserslautern, Speyer, Landau etc. Auch die Studierenden, die ihre Heimatadresse in der Westpfalz haben, sind bestraft. Während alle übrigen Rheinland-Pfälzer mit dem Semesterticket der Uni von dort nach Hause und umgekehrt fahren können, benötigen die Westpfälzer an der Grenze zu ihrem Gebiet zusätzlich ein Westpfalz-Ticket pro Semester in Höhe von ca. 200,- €. Diese Ungerechtigkeit bewirkt, dass viele anstelle mit dem Bus mit dem PKW fahren. Ökologischer Rückschritt!

Infos unter www.vrn.de/vrn/tickets/zeitkarten/auszubildende/maxx-ticket/index.html

Begründung

Einerseits sind wir betroffene Eltern. Das beschriebene Problem gibt es aber schon seit 8 Jahren und nichts ist passiert. Wenn wir uns nicht einsetzen, sind die nächsten Generationen der Westpfälzer Familien wieder die Gelackmeierten und müssen von vorne anfangen. Uns geht es nicht um die Kosten allein, sondern uns nervt die himmelschreiende Ungerechtigkeit bei dieser Sache: Die Westpfälzer tragen dieselbe Steuerlast wie sonst in Deutschland, zahlen ebenso ihre Grund-, Erwerbs-, Mehrwertsteuer etc. Wir bekommen auch nur das Kindergeld wie im übrigen Deutschland. Davon geht nur für uns schon ein Drittel ab nur um die Kinder in die Schule zu bringen. Der Anlass ist eigentlich ein Fall für das Deutsche Verfassungsgericht. Denn eine strukturelle Ungleichheit bzw. der Nachteil einer Minderheit in einem Bundesland lässt sich nicht mit der vom Grundgesetz garantierten Menschenwürde vereinbaren.

Was das ganze noch verschärft: Die SchülerInnen außerhalb der Waben des VRN-Gebietes Westpfalz (z.B. Schweix, Hilst, Eppenbrunn, Contwig, Dellfeld etc.) benötigen das SuperMaxx-Ticket für 73,30 €. Und es gibt SchülerInnen, die das Geld dafür selbst erarbeiten müssen, weil ihre Eltern die hohen Summen nicht übernehmen können!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Wie es weitergeht

    am 07.08.2014

    Treffen der Interessierten bei der Presse
    Treffen aller Interessierten, die sich Zeit nehmen, zu einem "Bürgerstammtisch"
    Weiterleiten der Petition an den Bürgerbeauftragten.
    Voranfrage einer Klagemöglichkeit vor Gericht.

    Anfragen an:
    Wulf Pippart: wulf.pippart@t-online.dde

Pro

Der geforderte angemessene Eigenanteil der Stadt Pirmasens betrug, als unsere Kinder die Sekundarstufe II besuchten ohne Berücksichtigung des Einkommens ca.25,00? pro Monat. Jetzt, in der Sekundarstufe II, beträgt der angemessene Eigenanteil ohne Einkommensprüfung 55,80 ?. Wie kommt´s? Nach welchen Kriterien wird die Angemessenheit bewertet?

Contra

Noch kein CONTRA Argument.