Die Schulsozialarbeiterstellen sind zum Jahresende 2013 bedroht, weil die Bundesfinanzierung aus dem Bildungs-und Teilhabepaket zum 31.12.2013 ausläuft.

Was bedeutet Schulsozialarbeit an unseren Schulen?

Schulsozialarbeit wirkt präventiv. Sie hilft benachteiligten Kindern zu einer Chance an unseren Schulen. Sie gilt als Brückenfunktion bei Entwicklung gemeinsamer pädagogischer Ziele zwischen Schule und Jugendhilfe. Diese Hilfe brauchen wir dringend!!!

Begründung

Ein Wegfall der Schulsozialarbeit würde nicht nur die Schulen immens belasten, auch für zahlreiche Eltern und Kinder, in teils kritisch familiären Lebensumständen, würde der Schaden sehr groß sein.

Es gibt viele Problemlagen, die fast täglich an den Schulen und außerhalb zu beobachten sind. Wir sprechen von: - Migration, - Kindeswohlgefährdung, - Verwahrlosung in den Familien, - Langzeitarbeitslosigkeit der Eltern, - unkontrollierter Medienkonsum, - Suchtverhalten, - Gleichgültigkeit gegenüber den eigenen Kindern bzw. Hilflosigkeit, - Inkompetenz, - Gefühls- und Verhaltensdefizite, - eingeschränktes Konfliktverhalten, - geringe Frustrationstoleranz, - fehlendes Selbstwertgefühl, - Aggressivität, - niedrige Hemmschwelle bei Anwendung von Gewalt uvm.

Hinsichtlich der Umsetzung der Inklusion ist der Bedarf an Schulsozialarbeit noch weiter gestiegen. Die vielen Lernniveaus ( geistige Lernbehinderungen, soziale/emotionale Störungen, Sprachstörungen, Dyskalkulie, LRS, ADHS, ADS uvm.) der Schüler können durch die Lehrer im Unterricht nicht mehr abgefangen werden. Die tägliche Belastungsgrenze ist erreicht!!

Wofür brauchen wir Schulsozialarbeiter?

Wir brauchen die sozialpädagogische Professionalität der Schulsozialarbeiter, um den Kindern an unseren Schulen die gleichen Chancen zu geben! Inklusion als pädagogische Aufgabe wird langfristig scheitern, wenn sie sich nur auf das „Lernen“ beschränkt!

Eine Schule auf dem Weg zu Inklusion muss sich unbedingt in der heutigen Gesellschaft zum Sozialraum öffnen und benötigt dringender denn je Kooperation.

Wenn die bisherigen Stellen der Schulsozialarbeit aus dem Bildungspaket in Sachsen/Anhalt wegfallen, weitet sich die bereits bestehende große soziale Ungerechtigkeit weiter aus. Die Leidtragenden werden am Ende unsere Kinder mit Benachteiligungen sein!!

Wir brauchen dringend die Hilfe der Schulsozialarbeit und deren Ansätze um Inklusion an unseren Schulen umsetzen. Sämtliche Strukturen und Arbeitsprozesse, die per dato in und um die Schule aufgebaut wurden, dürfen nicht ersatzlos wegbrechen!

Wir fordern daher die vollumfängliche Weiterfinanzierung und Entfristung der Schulsozialarbeit!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Schulleiterinnen und Schulleitern der Grundschulen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld aus Bitterfeld-Wolfen
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Pro

Einmal angefangen und in ganz weiten Teil äußerst erfolgreich, sollte die Arbeit der Schulasozialarbeiter nicht am Finanzierungsgerangel scheitern. Ein Diplom ist im Übrigen keine Garantie für Kompetenz und die Forderung nach professionellen Diplomschulsozialarbeiter/innen sehr engstirnig gedacht. Die persönliche Befähigung und nicht ein Zeugnis sollten entscheidend sein! Die Notwendigkeit der Schulsozialarbeit wird immer größer, gerade zu Zeiten der Inklusion.

Contra

Schulsozialarbeitern ja -aber nur mit professionellen ausgebildeten DiplomschulsozialarbeiterInnen