Region: Wald

Schutz von Natur & Artenvielfalt statt ökologisch widersinnigem Windpark in Wald

Petition is addressed to:
Regionalverband Bodensee-Oberschwaben, Landratsamt Sigmaringen (Untere Immissionsschutzbehörde), Gemeinderat der Gemeinde Wald

1,712 Signatures

86 %
2,000 for collection target

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  1. Launched 25/06/2026
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Petition addressed to: Regionalverband Bodensee-Oberschwaben, Landratsamt Sigmaringen (Untere Immissionsschutzbehörde), Gemeinderat der Gemeinde Wald

Wir fordern den sofortigen und endgültigen Stopp des geplanten Projekts „Windpark Wald 1 + 2“ (Projektierer: Alterric / WKBO). Das Vorhaben ist ökologisch verheerend und ökonomisch widersinnig.

Wir fordern den Projektausstieg aus folgenden Gründen:

  • Keine Rodung von gesundem Wald: Der geplante Kahlschlag von intaktem Wald muss verhindert werden. Laut Information des Projektierers sind es rund neun Fußballfelder, in der Realität dürfte es deutlich mehr sein.
  • Schutz des offiziellen Schonwaldes: Unmittelbar neben dem geplanten Windpark grenzt ein offiziell von der Forstdirektion Tübingen anerkannter, geschützter Schonwald. In diesem sensiblen Schutzraum befinden sich nicht nur drei Biotope, er beheimatet auch zahlreichen Tier- und Pflanzenarten. Dies darf nicht durch den Bau und Betrieb von ca. 270 Meter hohen Windkraftanlagen gefährdet werden.
  • Lebensraumgarantie für bedrohte Arten: Der Wald darf nicht als Lebensstätte streng geschützter Arten geopfert werden. Wir fordern den strikten Schutz der heimischen Vorkommen von Rotmilan, Schwarzstorch, Weißstorch, Mäusebussard und zahlreichen geschützten Fledermausarten.
  • Stopp von Subventionsgräbern ohne Wind: Wir fordern das Landratsamt auf, die Genehmigung für ein Projekt zu versagen, das laut offiziellen Windmessungen (Windatlas Baden-Württemberg, siehe Planungsunterlagen) in einem Schwachwindgebiet liegt und sich wirtschaftlich und ökologisch niemals amortisieren kann. Ökonomisch falsche Subventionsanreize dürfen nicht dazu führen, dass gesunder Wald und ganze Dorfer für reine Renditeobjekte Einzelner (nämlich der beteiligten Großkonzerne und des Fürsten) geopfert werden.
  • Intransparenz des Projektierers: Der Projektierer Alterric (der zur Hälfte dem ENERCON Konzern und der EWE AG gehört), wollte auf der Informationsveranstaltung am 22.6.2026 keine Fragen beantworten (wir waren selbst anwesend). Die Gutachten zum Artenschutz, zu den Schatten- und Schallimmissionen und insbesondere das Windgutachten, das dem offiziellen Windatlas widerspricht, möchten die Projektierer nicht herausgeben. Das spricht für ein unseriöses und rein renditegetriebenes Vorgehen. Wenn alles "wasserdicht" wäre, hätten die Projektierer kein Problem mit der Veröffentlichung.

Reason

Diese Petition ist die Notbremse gegen ein absurdes Großprojekt, das den Klimaschutz ad absurdum führt: Hier soll gesunder, lebendiger Wald gerodet werden, um Industrieanlagen in ein Gebiet zu bauen, in dem schlicht kaum Wind weht. Das ist nicht nur ökologisch verheerend, sondern macht auch gesamtwirtschaftlich keinen Sinn. Es soll aus reiner Profitgier zu Lasten der Bürger gebaut werden, koste es was es wolle.

Darum ist Ihr Mitzeichnen jetzt wichtig:

  • Der Hauptgrund: Ökonomischer und ökologischer Subventionsirrsinn. Laut den offiziellen Windmessungen des Landeswindatlasses gibt es auf den geplanten Flächen zu wenig Wind für einen wirtschaftlichen und ökologisch sinnvollen Betrieb. Das Projekt trägt somit nicht oder nur sehr wenig zur Energiewende bei. Dass es dennoch durchgedrückt werden soll, liegt einzig an ökonomisch fehllenkenden Subventionen, die es dem Investor und dem Fürsten ermöglichen, auf Kosten der Allgemeinheit Kasse zu machen, während das Risiko auf unsere Region abgewälzt wird. Wir sagen Nein zu Industrieanlagen, die nur auf dem Papier und durch Subventionen existieren!
  • Zerstörung von gesundem Wald direkt am Schonwald. Für Fundamente, Wege und Kranstellflächen sollen ca. 11 Fußballfelder Wald einbetoniert werden. Direkt neben dem Park liegt ein offiziell ausgewiesener Schonwald, der seltene Waldgesellschaften und Biotope für die Zukunft bewahren soll. Es ist ein unerträglicher Widerspruch, direkt an der Grenze dieses Schutzraumes einen tonnenschweren Industriepark in den Waldboden zu rammen.
  • Todeszone für geschützte Arten. Der Wald ist ein hochkomplexes Refugium, in dem geschützte Vögel wie Rotmilan, Mäusebussard sowie seltene Schwarz- und Weißstörche jagen und brüten. In den alten Baumbeständen leben zudem diverse Fledermauspopulationen. Der Bau dieser 270 Meter hohen Rotoren direkt in ihren Flug- und Jagdkorridoren macht das gesamte Waldgebiet zu einer tödlichen Falle für die Tierwelt.
  • Gemeinsam stark gegen die Verschleierung. Das Projekt wird mit aller Macht und maximaler Intransparenz vorangetrieben. Ein privates Gutachten des profitierenden Projektierers (Alterric), das die Windarmut plötzlich wegrechnet, wird vor den Bürgern geheim gehalten. Warum wohl? Nach unseren Information wurden die Windmessungen für das Gutachten in einer Windschneise Richtung Meßkirch (etwa vier Kilometer vom geplanten Windparks entfernt!) vorgenommen. Dies widerspricht der Technischen Richtlinie Teil 6 (TR 6), die fordert, dass die herangezogenen Daten repräsentativ für den exakten Anlagenstandort sein müssen. Auch Schall- und Schattengutachten bleiben geheim, obwohl sich die Annahmen der Betreiber nach Inbetriebnahme oft als falsch erweisen. In Beiereck (bekannt u.a. aus Tagesschau und SWR) denken etwa 50% der Bürger wegen des Lärms über einen Wegzug nach.

Was wir tun können: Unser Widerstand ist der entscheidende Risikofaktor

Da die Gesetze massiv verschärft wurden, kann man Windparks rein juristisch kaum noch verhindern. Die einzige harte rechtliche Angriffsfläche, die vor Gericht wirklich Bestand hat, ist das gezielte Anfechten der fehlerhaften Gutachten.

Doch unser organisierter Bürgerprotest über diese Petition hat noch eine ganz andere, im Hintergrund extrem mächtige Wirkung:

  • Verzögerung vernichtet die Rendite. Bei solchen Projekten gilt: Zeit ist Geld. Jeder Monat Verzögerung durch unseren Protest kostet den Betreiber Geld. Verpassen sie das Rodungsfenster im Winter, verliert der Investor ein ganzes Jahr und die Kalkulation wackelt.
  • Die finanzierenden Banken schauen genau hin: Ein solches Millionenprojekt hängt immens an der Finanzierung durch Banken. Bevor eine Bank Kredite freigibt, prüft deren Risikoabteilung das Projekt auf Herz und Nieren. Wenn eine Bank sieht, dass ein Windpark in einem windarmen Gebiet geplant ist, auf heftigen und lückenlosen Widerstand der Bevölkerung stößt und mit rechtlich wackeligen Gutachten arbeitet, steigen die Finanzierungsrisiken drastisch.

Unser Ziel: Das Projekt „unfinanzierbar“ machen! Wenn das Risiko für die Banken zu groß wird, ziehen die Geldgeber den Stecker. Ohne Millionen-Kredite der Banken bricht das Projekt des Investors wie ein Kartenhaus zusammen. Ein weiterer Hoffnungsschimmer: Wie ein SWR-Bericht am Beispiel Windpark Rammert zeigt, gehen Projekte in Schwachwindgebieten bei den EEG-Ausschreibungen oft leer aus und rentieren sich dann häufig nicht mehr. Genau dieses wirtschaftliche Risiko droht auch hier: Wenn wir das Verfahren durch unseren Widerstand lang genug verzögern, wird das Projekt für Betreiber und Banken finanziell unkalkulierbar.

Mit Ihrer Unterschrift demonstrieren Sie nicht nur Ihren Unmut, sondern Sie sorgen für die nötige Öffentlichkeit, die dieses Projekt für Investoren und Banken zu einem unkalkulierbaren, unrentablen Risiko macht. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass sich dieses Subventionsgrab für den Betreiber wirtschaftlich nicht mehr lohnt!

Thank you so much for your support, Paul Güntner, Wald
Question to the initiator

Petition details

Petition started: 06/25/2026
Collection ends: 10/25/2026
Region: Wald
Topic: Environment

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News

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    vorab eine erfreuliche Nachricht: Wir stehen kurz davor, die Marke von 1.500 Unterschriften zu knacken! Sobald wir auch dieses Ziel erreicht haben, werden wir es auf 2.000 hochsetzen.

    Auch diese Unterstützung hat dazu geführt, dass der Gemeinderat der Gemeinde Wald am 24. Juli 2026 einstimmig beschlossen hat, das gemeindliche Einvernehmen (§ 36 BauGB) für das Vorranggebiet WEA-437-025 „Wald“ zu versagen und einen Normenkontrollantrag (§ 47 VwGO) beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim einzureichen!

    Dieser Beschluss legt den Finger in eine offene Wunde der Verbandsplanung: den unübersehbaren Doppelstandard des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben (RVBO). Während der Verband bei anderen Kommunen (wie Argenbühl-Ratzenried oder Meßkirch-Leibertingen) präzise Messungen der Gemeinden zur Windarmut mit der Begründung, man nutze ausschließlich den offiziellen Windatlas der LUBW, zurückwies, wich er im Vorranggebiet Wald eigenmächtig vom Windatlas nach unten ab, um eine windarme Fläche auf Krampf zugunsten eines renditegetrieben Investors im Plan zu halten. Das ist unseres Erachtens ein schwerer Abwägungsfehler!

    Der hinkende Röschenwald-Vergleich des Verbandsdirektors
    Als Reaktion auf den Walder Beschluss äußerte sich Verbandsdirektor Wolfgang Heine im Südkurier und verteidigte die Ungleichbehandlung mit dem Verweis auf den Windpark „Röschenwald“. Dieser Vergleich hinkt jedoch gleich doppelt:

    • Fehlende Daten: Die Anlagen im Röschenwald sind erst seit März 2026 in Betrieb – es existieren folglich noch gar keine echten Ertragsdaten aus dem laufenden Betrieb.
    • Andere Rechtslage: In Röschenwald lag bereits eine konkrete Genehmigung vor. In Wald hingegen weicht der Verband rein auf Basis von Angaben eines Projektierers vom offiziellen Windatlas ab.

    Dem Regionalverband lag kein Windgutachten vor
    Auf unsere Nachfrage musste Verbandsdirektor Heine zugeben: Dem RVBO lag im Planungsverfahren gar kein prüffähiges Windgutachten nach der Technischen Richtlinie 6 (TR 6) vor! Der Verband hat uns bestätigt, dass ihm lediglich eine fünfseitige „Ertragsabschätzung“ im Auftrag des Projektierers Alterric vorlag (dieses Dokument wird in den Unterlagen als "Windgutachten" bezeichnet und kann mit anderen Dokumenten hier abgerufen werden). Eine unabhängige behördliche Prüfung der Berechnungen oder zugrundeliegen Annahmen hat demnach nie stattgefunden und kann auch nicht erfolgen, da Alterric das Gutachten nicht herausgeben möchte.

    Es ist völlig undurchsichtig, welche Prämissen den Zahlen überhaupt zugrunde liegen. Bereits diese fünfseitige Abschätzung offenbart jedoch einen gravierenden Mangel: Sechs der herangezogenen Messorte befinden sich weit außerhalb des Vorranggebiets (teils bis zu 5 km von den geplanten Anlagen entfernt). Das legt den Verdacht nahe, dass das Gutachten nicht entsprechend den Vorgaben der TR 6 erstellt wurde und einer unabhängigen Überprüfung nicht standhalten würde.

    Fehlende Transparenz im Anhörungsverfahren
    Auffällig ist zudem: Die fünfseitige Ertragsabschätzung trägt das Datum vom 6. November 2023. Die erste offizielle Beteiligung der Öffentlichkeit (1. Offenlage) begann jedoch erst am 29. Januar 2024. Das Dokument lag dem Regionalverband also vermutlich bereits vor Beginn dieser Anhörung vor, wurde es den Bürgern und der Öffentlichkeit allerdings nicht zugänglich gemacht. Nachfragen von Bürgern hinsichtlich des Windgutachtens bügelte der Verband einfach unter Verweis auf seinen Beurteilungsspielraum ab. Das ist unseres Erachtens ein klarer Verfahrensfehler.

    Akteneinsicht gefordert
    Um diese Mängel zu dokumentieren, haben wir den Verbandsdirektor aufgefordert, uns Einsicht in die gesamte Behördenkommunikation (E-Mails, Aktenvermerke, Protokolle) zwischen dem RVBO und den Firmen Alterric, WKBO sowie RSC zu gewähren.

    Wie ihr uns weiter helfen könnt
    Teilt gerne dieses Update in euren Netzwerken, sprecht mit euren Nachbarn und zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger in Wald, Sauldorf und Umgebung geschlossen hinter dem Beschluss des Walder Gemeinderats stehen! Ermutigt auch die Gemeinderäte in Sauldorf, diesem vorbildlichen Schritt zu folgen.

    Wir arbeiten derzeit an einer Webseite und werden euch informieren, sobald sie online geht.

    Vielen Dank für eure Unterstützung!

Das Genehmigungsverfahren für den Windpark Öhningen (Schienerberg) wurde vorerst gestoppt. Der Projektentwickler ABO Energy hat das Verfahren aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Gesamtlage und interner finanzieller Herausforderungen auf Eis gelegt. Das Marktumfeld von Windprojekten in Deutschland verändert sich stetig. Nun haben sich die politischen Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Bau und Betrieb von Windenergieanlagen in den vergangenen Monaten rapide verschlechtert.

Hört doch auf mit dem Quatsch. Es gibt harte Gesetze für Lärm und Schattenwurf an die sich jedes Windrad zu halten hat (anders als Straßen oder Bahntrassen z.B.). Pflanzen und Tieren sind die Windräder herzlich egal, das zeigt sich an nahezu jedem Windpark. Wälder sind prinzipiell gut geeignet, da die Wipfelfläche aerodynamisch recht glatt ist. Wir brauchen deutlich mehr Windkraft im Süden, PV alleine reicht nicht. Kommt endlich aus euren ideologischen Gräben und stellt euch der Realität

Why people sign

Unsinnige Windräder die so wunderbar gewachsenen Lebensraum zerstören?
Kein Wind, keine Bewegung keine vernünftige Alternative für Stromerzeugung, sondern wohl eher ein subventioniertes Projekt ohne Sinn und Verstand.
Nein danke.

Der Wald ist ein eigenständiges Ökosystem und als Lebensraum für Tiere und Erholungsraum für Menschen lebensnotwendig. Der Wald ist tabu für umweltgefährende und -zerstörende Windkraftanlagen.

Weil wir liebe, betroffene Freunde vor Ort haben, die Situation bestens kennen und von - vorsichtig formuliert - zumindest intransparenten Aktionen in diesem Land genug haben.

Mut zum Widerstand gegen den Zeitgeist ... und widersinnige Projekte

Weiter so

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