Seit über vierzig Jahren ist offenkundig, dass der Generationenvertrag aufgrund der Umkehrung der Alterspyramide eine ausreichende Rente für einen würdigen Lebensabend nicht dauerhaft finanzieren kann.

Trotzdem griffen alle bisherigen „Reformen“, selbst das Drei-Säulen-Modell, bestehend aus gesetzlicher Rente als Basisversorgung, betrieblicher und privater Altersvorsorge als Zusatzvorsorge (1,2), nicht angemessen und zielführend die veränderten Rahmenbedingungen auf, um eine von den Jungen finanzierbare dennoch ausreichende und das Arbeitsleben honorierende staatliche Rente dauerhaft gewährleisten zu können.

Der Bundestag soll beschließen, dass

  1. keiner oder alle im Inland wohnenden Bürger und Bürger mit deutschem Pass in das Rentensystem einzahlen, auch Abgeordnete, Beamte und Selbständige, das heißt sämtliche Sonderregelungen ausnahmslos entfallen.

  2. der Generationenvertrag aufgelöst wird. Die Finanzierung einer auskömmlichen Rente muss sozial- und gesellschaftsverträglich finanziert werden.

    A. Sollen alle Bürger in das Rentensystem einzahlen, sollen die Beiträge

    1. in Investitionen investiert werden, die selbständig sichere Einnahmen zum aktuellen Geldwert generieren wie zum Beispiel Mieteinnahmen (u.a. Büro- und Wohngebäude, Fest- und Tagungsorten, Parkhäuser und Parkuhren, ...) Der Effekt wäre, dass sich eine zunehmend hohe Substanz aufbaut, die geeignet ist mittelfristig die Beiträge zu senken und langfristig vollständig entbehrlich zu machen.
    2. Freibetrag in Höhe von 120% des Existenzminimums festgelegt werden
    3. sanfte Progression von +0,1 % / 100€ höheres zu versteuernden monatlichen Einkommens ansteigen
    4. Überführung der Rücklagen in Einnahmen generierenden Investitionen
    5. Zwischenfinanzierung der Renten aus Steuergelder

B. Soll auf die Beitragszahlung verzichtet werden, soll die Rente zum Beispiel aus der Gewerbe – oder Transaktionssteuer finanziert werden. Das Volumen der jetzt von Olaf Scholz gekippten Transaktionssteuer von 0,1% könnte ein Grundeinkommen pro Kopf in Höhe von 1050€ monatlich finanzieren.

  1. der Renteneintritt grundsätzlich freiwillig erfolgen soll, jedoch frühstens zulässig ist, wenn eine der Voraussetzungen vorliegt:

    1. Einstufung in die Erwerbsunfähigkeit
    2. Einstufung in die Berufsunfähigkeit und die Person weder körperlich oder seelisch in der Lage ist einen anderen Beruf zu erlernen
    3. Einstufung in einen Pflegegrad 2 oder höher (*11)
    4. 30 anrechenbare Arbeitsjahre
    5. 60 Jahre alt
  2. die Rente ausschließlich anhand der gearbeiteten Jahren berechnet wird. Hierbei sollen erbrachte Erziehungszeiten und die Pflege von Angehörigen angerechnet werden. Teilzeitverträge sollen entsprechend der prozentualen Einstellung berücksichtigt werden. Dies würde das Arbeitsleben eines jeden würdigen und nicht dessen Einkommenshöhe!

Berechnen ließe sich die Rente anhand der Formel: Existenzminimum *Faktor^Arbeitsjahre.

Beispiel: Existenzminimum = Mindestrente: 1000€* 1,02^30 Arbeitsjahre = 1.811 € bei 0 Jahren = 1.000 € bei 15 Jahren = 1.345 € bei 25 Jahren = 1.640 € bei 35 Jahren = 1.999 € bei 45 Jahren = 2.437 € bei 55 Jahren = 2.971 €

Der Übergang soll derart gestaltet werden, dass alle bisherigen Renten, die 1. unter dem neu errechneten Betrag liegen auf diesen sofort angepasst werden. 2. über dem neu errechneten Betrag liegen innerhalb von 10 Jahren sanft angepasst werden

  1. zusätzliche kostenlose Leistung: öffentliche Verkehrsmittel innerhalb des Bundesgebietes Bildungs- und Begegnungsangebote wie Bibliotheken, Museen, VHS, Zoos zum Erhalt gesellschaftlicher Integration

  2. Gegenfinanzierung der kostenlosen Zusatzleistungen unter anderem durch:

    1. Ersparnis des Verwaltungsaufwandes für Hartz 4- und sonstige Anträge für Sozialleistungen bzw. ggf der Bedürftigkeitsprüfung.
    2. Einsparung hoher Pensionsausgaben bei Abgeordneten, Beamten

Begründung

Unser Rentensystem führt unwillkürlich für zunehmend viele Menschen zur Altersarmut und einem menschenunwürdigen Lebensabend trotz steigender Rentenbeiträge und einem späteren Renteneintrittsalter. Die Gründe sind:

  1. prozentualer Ansatz vom Durchschnittseinkommens des Arbeitslebens.

    1. Das Durchschnittseinkommen wird negativ von der Inflation beeinflusst. (*12, *13)

    2. Geringverdiener wie ErzieherIn, PflegerIn, Reinigungskraft leben bereits am Existenzminimum. Eine private Vorsorge können sie sich im Gegensatz zu Besserverdienenden nicht leisten, selbst wenn sich aktuell die Rendite der Rentenversicherung attraktiv sein soll. (*14 *15)

    3. bei Teilzeitkräften, vor allem Frauen, die oftmals einige Jahre pausierten und dann wieder wegen der Kindererziehung nur Teilzeit arbeiten konnten, unter anderem auch deshalb, weil die Entlohnung in „typischen Männerberufen“ höher ist als in „typischen Frauenberufen“.

    4. Die Senkung des Prozentsatzes vergrößert die Anzahl der Menschen, die unter das Existenzminimum fallen.

    5. Ist ein System gerecht, das ermöglicht, dass jemand, der viele Jahre mehr für geringen Lohn arbeiten musste weniger Rente erhält und Flaschen sammeln gehen muss als jemand der weniger Jahre arbeitete für ein deutlich höheres Gehalt ?

  2. Finanzierung über einen Generationenvertrag in einer alternden Gesellschaft.

    1. Wie soll bei einem Mindestlohn von 8,84€ brutto, der bei weitem nicht ausreicht um eine vierköpfige Familie trotz Vollzeitanstellung auf dem Niveau des Existenzminimums zu ernähren, denn dieser existenziell notwendige Stundenlohn müsste 13,53€ netto betragen, noch einen Rentner mitversorgen ?

    2. Wie hoch müsste der Arbeitslohn sein, dass Arbeitnehmer alle Rentner auf Basis des Generationenvertrages einen auskömmlichen, finanziell sorglosen Lebensabend finanzieren könnten ?

    3. Oder um wie viele Prozent müsste der Prozentsatz der Rente gesenkt werden, dass die Einzahlung eines Arbeitnehmers für diesen finanziell tragbar ist ?

    4. Oder auf wie viele Jahre will der Staat das Renteneintrittsalter erhöhen, damit die Rente auskömmlich ist und die Beitragszahlung für jeden Arbeitnehmer finanziell tragbar?

  3. für alle Berufe ein einheitliches Renteneintrittsalter

    1. jeder Beruf hat seine ganz spezifischen körperlichen und seelischen Belastungen. Dachdecker, Straßenbauarbeiter haben andere Belastungen als Pflegekräfte und beide wiederum ganz andere wie Journalisten und Politiker.

    2. Zudem kommt, dass Hauptschüler in der Regel mit 15 Jahren mit ihrer Berufsausbildung beginnen, Realschüler mit 16, jedoch viele Gymnasiasten zuerst ein Studium anstreben und somit deutlich später in das Berufsleben eintreten.

Vorteile meines Modells sind unter anderem: 1. Grundsicherung im Alter 2. Würdigung des Arbeitslebens durch eine entsprechend hohe Rente 3. Flexibles Renteneintrittsalter 4. gerecht 5. Entbürokratisierung 6. sofortige oder mittelfristige Abschaffung von Rentenbeiträgen 7. Reduzierung des PKW-Verkehrs 8. gesellschaftliche Teilhabe

Die Politik hielt bisher am überholten System fest und beschränkte sich auf folgende Maßnahmen:

  1. 2001 auf eine stetige Senkung des prozentualen Auszahlungsbetrages bis 2030 auf 43%, wodurch zwangsläufig, trotz eines langen Arbeitslebens zunehmend viele Menschen verarmen müssen ! (*3)

Dies soll jetzt durch eine Grundrente für Geringverdiener mit mindestens 35 Beitragsjahren kompensiert werden, "bei der andere Einkommen und Vermögen angerechnet werden." Die Finanzierung ist nicht geregelt (*4)

  1. 2002 Die mit enormen finanziellen Aufwand geförderte Riesterrente als private oder eine betriebliche Altersvorsorge sollte die Versorgungslücke durch die stetigen Senkung des Rentenniveaus schließen. (*5, *6) Jedoch kann selbst der Mindestbeitrag von 60€ nicht jeder bezahlen.

  2. 2006 Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67. Wer früher in Rente gehen will, muss für jeden früheren Monat 0,3% von seiner Rente zum Renteneintrittsalter abziehen.(8) Inzwischen wird ernsthaft diskutiert das Renteneintrittsalter auf 69 zu erhöhen. (9)

Die Groko will nun krankheitsbedingte Frührentner zukünftig so behandeln als hätten sie bis 65 und 8 Monaten gearbeitet. „Jedes Jahr kommen etwas 170.000 Erwerbsminderungsrentner dazu. Die Kosten schätzt die Rentenversicherung auf etwas 1,8 Mrd Euro im Jahr 2030. (*4)

  1. Erhöhung der Rentenversicherungsbeiträge seit 1950 von 10% auf aktuell 18,7% vom Bruttoarbeitslohn. (*10)

In Hubertus Heil Antwortschreiben vertritt er die Meinung, dass über den aktuellen Koalitionsvertrag hinaus kein Handlungsbedarf bestünde !

Ausführliche Beschreibung, Begründung & Quellen auf: www.change.org/p/hubertus-heil-staatliche-rente-auskömmlich-und-fair

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Frank-Philipp Wolfer aus Leinfelden-Echterdingen
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Pro

auch Vermieter müssen in Vorleistung gehen und erzielen die Gewinne erst nach Jahren. Dh der Staat müsste in Vorleistung gehen und würde sich erst mittelfristig und dauerhaft rechnen.

Contra

Problem: Wie kann die Umstellung anfangs finanziert werden, wenn noch keine Substanz vorhanden ist, sondern erst aufgebaut werden muss?

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 1 Std.

    Weil kein Handwerker bis 69 Jahre arbeiten kann. Wir sind eine der Stärksten Wirtschaftsnationen, und die Politik tut viel zu wenig für die kleinen Leute...

  • vor 4 Std.

    Soziale Gerechtigkeit

  • am 27.09.2018

    Weil ich durch Arbeitsunfall 2008 bis jetzt 69 mal operiert wurde und es weiter geht bekomme volle Erwerbsminderungsrente Die vorne und hinten nicht reicht war vor Unfall fröhlich und lustig jetzt ist nichts mehr los es muss mehr Geld geben damit man leben kann so geht es nicht mehr bin auch amputiert worden körperlich am ende und dann keine hilfe und zu wenig Rente

  • Olaf Zeidler Oberhermsdorf

    am 19.09.2018

    Die Umstellung auf nicht einkommensteuerpflichtiger Basis der Rente ist wichtig für die Zukunft.

  • am 07.08.2018

    Damit die Politiker Mal was tun und sich nicht immer nur selber die Taschen füllen

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