Die Unterzeichner/innen fordern die Wiedereinsetzung eines kindgerechten Schulverkehrs in der Gemeinde Hochdorf und deren Teilorte und Weiler. Die Busse sollen

  • zeitnah zum Unterrichtsbeginn und
  • zeitnah nach Unterrichtsende,
  • in alle Teilorte und Weiler
  • ohne zu lange Wartezeiten, in denen die Kinder unbeaufsichtigt am Straßenrand stehen (max. 15 Minuten für 5-10 jährige Kinder)
  • die Möglichkeit gewährleistend, daheim Mittagessen einzunehmen (Schule bietet nicht allen Schülern Platz zum Essen)

fahren.

Der Elternschaft ist bewusst, dass das ungenügende Angebot des Laupheimer Unternehmens an sich nicht in der Verantwortung des Landkreises ist. Wohl aber ist es laut § 8 Abs. 3 Satz 1 PBefG Verantwortung des Landkreises für eine ausreichende Bedienung der Bevölkerung mit Verkehrsleistungen zu sorgen. Da das Laupheimer Unternehmen den Anforderungen nicht gerecht wird, ist es erforderlich, dass der Landkreis eine als ausreichend zu betrachtende Verkehrsleistung mithilfe einer Vergabe von zusätzlichen öffentlichen Dienstleistungsaufträgen sicherstellt.

Begründung

Die Kinder in unseren Weilern haben von einem Tag auf den anderen, ohne Vorankündigung, nach 30 Jahren Verlässlichkeit, keine Busanbindung an die Grundschule mehr (s. dazu Schwäbische Zeitung vom 7.6.2016 www.schwaebische.de/region_artikel,-Schulbus-faehrt-vier-Weiler-nicht-mehr-an-_arid,10465625_toid,139.html).

Sehr problematisch ist die generell schlechte Anbindung am Nachmittag. Am Ende des Nachmittagsunterrichts müssen die Kinder 48 Minuten Wartezeit vom Schulende bis zur Ankunft des Busses in Kauf nehmen. Die öffentliche Bushaltestelle befindet sich nicht im Aufsichtsbereich der Schule, noch dazu an einer Hauptstraße. Die Kinder zwischen 6 und 10 Jahren sind in dieser Zeit unbeaufsichtigt!

Kinder die zum Mittagessen nach Hause fahren, haben deutlich weniger Zeit daheim zur Verfügung. Eine halbe Stunde um von der Bushaltestelle nach Hause zu laufen, dort zu essen und wieder zurück zur Haltestelle zu kommen sind zu wenig. Den Eltern ist es dadurch generell kaum möglich, die Kinder über Mittag heimkommen zu lassen. Eine Versorgung in der Schule ist aufgrund der schnell gestiegenen Schülerzahlen aktuell nicht möglich.

Der Bus zur zweiten Schulstunde für Unteressendorfer Schüler wurde gestrichen. Somit ist nicht mehr gewährleistet, dass zu jedem Unterrichtsbeginn ein Schulbus fährt. Durch die Streichung der Schülerfahrten entfällt zudem die Beförderung zur zweiten Schulstunde für die Schüler der umliegenden, weiterführenden Schulen komplett.

Die neuen Fahrpläne wurden der Schule und den Eltern am letzten Tag vor den Pfingstferien mitgeteilt - zwei Wochen vor Inkrafttreten des neuen Fahrplanes! Nachdem die Information über einen Betreiberwechsel dem Landratsamt wohl schon längere Zeit vorlag, ist es umso unverständlicher, dass die Belange der Schule so schlecht berücksichtigt wurden und der Informationsfluss erst so spät zustande kam.

Die aktuellen Zustände sind für die Kinder und Familien belastend, teilweise gar nicht zu stemmen, und lassen keinerlei persönlichen Spielraum, der aber in Zeiten ausgelasteter Familien notwendig ist.

Wir freuen über jeden, der unser Anliegen mit seiner Unterschrift unterstützt – vielen Dank!

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Pro

Als Schulleiter der Rosenbach-Grundschule Hochdorf Hochdorf stehe ich voll und ganz hinter den Forderungen der Petition. Die Schülerbeförderung ist eigentlich Aufgabe des Landkreises. Im Moment ist es leider so, dass einige Eltern ihre Kinder aufgrund der schlechten Busanbindung mit dem privaten PKW zur Schule bringen oder abholen. Am gestrigen Donnerstag (09.06.2016) sind alle Kinder aus Schweinhausen nach dem Mittagsunterricht nach Hause gelaufen, weil sie ansonsten fast 50 Minuten am Rathaus auf den Bus gewartet hätten - das ist sicherlich keine tragfähige Lösung für die Zukunft ...

Contra

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