Region: Coesfeld
Welfare

Stellen Sie den Zugang zu Frauenhäusern für alle Frauen und ihre Kinder im Kreis Coesfeld sicher!

Petition is directed to
Politik Kreis Coesfeld
240 Supporters 149 in Coesfeld
8% from 1.900 for quorum
  1. Launched 28/06/2021
  2. Time remaining > 4 Wochen
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Wir fordern vom Kreis Coesfeld ein Notfall-Budget, fest im Kreishaushalt verankert, zum Schutz für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder, unabhängig von Herkunft, Einkommen und Wohnort ohne bürokratische Hürden.

Reason

Gewalt gegen Frauen ist weltweit die häufigste Menschenrechtsverletzung. In Deutschland hat jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt erfahren. Anrufstatistiken bei Nottelefonen lassen darauf schließen, dass die Zahl der von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder unter den Bedingungen der Corona-Pandemie mit Ausgangsbeschränkungen, Lockdown und Quarantänemaßnahmen weiter gestiegen ist (Quelle: Hilfetelefon gegen Gewalt).

Schutz vor Gewalt ist Pflichtaufgabe des Staates und somit der Politik. Deutschland hat sich im Jahr 2018 mit der Ratifizierung der Istanbul-Konvention des Europa-Rates dazu verpflichtet „Frauen vor allen Formen von Gewalt zu schützen und Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt zu verhüten, zu verfolgen und zu beseitigen.“ (Kapitel 1, Artikel 1a der Istanbul-Konvention). Der Schutzauftrag bezieht sich dabei auf alle Frauen ohne Unterschied (Artikel 2 und 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte).

Und dennoch: Ein bundesweiter, verbindlicher und einheitlicher Rechtsrahmen für die Finanzierung von Frauenhausaufenthalten existiert nicht. Finanzierungsbeiträge und Rechtsvorschriften variieren von Bundesland zu Bundesland. Dieser „Flickenteppich“ der Finanzierung von Frauenhausaufenthalten in den Ländern steht schon lange in der Diskussion.

Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder ist auch im Kreis Coesfeld keine Randerscheinung, sondern sowohl ein gesellschaftliches als auch ein strukturelles Problem (vgl. dazu Corona-Pandemie: Frauenhäuser sind überlastet - Nachrichten - WDR). Innerhalb des letzten Jahres wandten sich vermehrt Klientinnen hilfesuchend an Beratungsstellen im Kreis Coesfeld, nachdem sie Opfer von häuslicher Gewalt wurden. Obwohl Einverständnis zwischen den freien Trägern und den öffentlichen Leistungsträgern über den Zugang zu einem angemessenen Gewaltschutz für Frauen bestehen müsste, scheiterte die Kostenübernahme oft an den unterschiedlichen Auffassungen hinsichtlich der Zuständigkeit und der Leistungsvoraussetzungen. Die Übernahme der Kosten durch die Jobcenter und der kommunalen Sozialämter hing dabei von verschiedenen Faktoren, u.a. dem Aufenthaltsstatus oder dem Erwerbseinkommen der betroffenen Frauen ab.

Dieser Zustand ist unhaltbar, zumal Beispiele aus anderen Kommunen und Kreisen in NRW zeigen, dass es auch ohne explizite Gesetzesgrundlage Wege gibt, allen betroffenen Frauen Zugang zum Schutzraum Frauenhaus zu ermöglichen, wenn die zuständigen Behörden Gewaltschutz für Frauen als ihre staatliche Aufgabe verstehen.

Frauenhäuser sind unverzichtbarer Bestandteil im psychosozialen Hilfesystem. Eine verlässliche und bedarfsgerechte Sicherstellung der Finanzierung für alle Frauen und deren Kinder ist unerlässlich!

Deshalb fragen wir: „Wie wichtig ist Ihnen der Gewaltschutz für Frauen und ihre Kinder im Kreis Coesfeld? Ist es politisch und moralisch verantwortbar, die Finanzierung eines Frauenhausaufenthaltes von bestimmten Merkmalen abhängig zu machen, so dass Betroffenen der Zugang zum Frauenhaus verwehrt bleibt?“

Gewalt gegen Frauen und Kinder geht uns alle etwas an!

Bitte unterstützen sie unsere Forderungen und helfen Sie, Gewaltschutz für alle Frauen im Kreis Coesfeld zu gewährleisten – bedarfsgerecht, unbürokratisch und verlässlich!

Gez.: Runder Tisch – wir sind gegen Gewalt an Frauen und Kindern

Der Runde Tisch gegen Gewalt im Kreis Coesfeld ist ein neutrales und unabhängiges Gremium, das sich für Frauen und Kinder einsetzt, die von körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt betroffen sind. Im Jahr 2001 wurde der Runde Tisch auf Initiative von Beratungs- und Hilfeeinrichtungen gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten gegründet. Dieser kreisweite, interdisziplinäre Zusammenschluss von Fachkräften und Interessierten trifft sich regelmäßig zu den Sitzungen, zudem gibt es Projektgruppen, die zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen arbeiten. Die Zielsetzungen, Arbeitsschwerpunkte und Entscheidungen werden von allen Beteiligten gemeinsam festgelegt.

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News

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No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • 2 days ago

    Jeder Frau, die Gewalt in der Partnerschaft und Ehe erlebt, muss die Möglichkeit haben, dem gewalttätigen Umfeld zu entkommen und gut betreut zu werden.

  • 5 days ago

    Weil Frauen in Not Unterstützung brauchen.

  • Anne Naber Coesfeld

    5 days ago

    Weil jede Frau und jedes Kind ein Recht auf Schutz vor Gewalt hat.

  • Not public Coesfeld

    6 days ago

    weil ich jegliche Gewalt ablehne.

  • Not public Billerbeck

    7 days ago

    Der Schutz von Frauen in Not, muss kostenfrei gewährleistet sein

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