region: Nürnberg
Environment

Unsere grüne Lunge in Mögeldorf ist in Gefahr! Wir fordern den vollständigen Erhalt der Kleingärten.

Petition is directed to
Oberbürgermeister Ulrich Maly
525 Supporters 218 in Nürnberg
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  1. Launched October 2018
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Problemstellung:

Die grüne Lunge in Mögeldorf soll durch eine Bebauung der Dauerkleingärten zerstört werden!

Die Dauerkleingartenanlage südlich der Bahnlinie zwischen Schmausenbuckstraße und Prutzbrücke hat kulturhistorische (über 100 Jahre Bestand), soziale (für Familien und Integration von Mitbürgern), stadtklimatische und ökologische Bedeutung.

Lösung:

Vollständige Erhaltung der Gärten durch Belassung der Ausweisung als Dauerkleingärten im Flächennutzungsplan sowie Signalsetzung durch Stadtratsbeschluss gegenüber der Verwertungsgesellschaft.

Reason

Warum ist es für uns Nürnberger / Mögeldorfer so wichtig?

Die meisten Pächter kommen aus Mögeldorf, manche Gärten sind schon seit Generationen in "Familienbesitz". Ganz Nürnberg profitiert dabei von den positiven stadtklimatischen Auswirkungen des Grünzugs. Über die Koloniewege können alle Bürger an den Erholungsflächen teilhaben.

Mit der Bebauung würde eine intakte Sozialstruktur in der Kolonie und das interkulturelle Miteinander mit den vielen Pächtern und Anwohnern vernichtet werden.

Mit dem fast 700 m langen, unterschiedlich breiten Grünzug zwischen Schmausenbuckstraße und Prutzbrücke im Süden der S-Bahnlinie würde der wichtigste innerörtliche Grünzug im Ortsteil Mögeldorf zerstört und mit ihm Hunderte von Bäumen und Obstbäumen in der Stadt. So ganz nebenbei wird dabei eine über 100 Jahre alte, vielfältige Kleingartenkolonie mit ca. 70 Parzellen vernichtet, die bereits um 1910 entstanden ist.

Erhaltung des Mögeldorfer Grünzugs aus stadtklimatischen Gründen:

In anderen Nürnberger Stadtteilen werden heute zum Teil schwierige und teure Anstrengungen unternommen, um wieder Grünzüge zur Verbesserung des Stadtklimas und der Erholungsflächen für die Bewohner zu schaffen. In Mögeldorf will man einen alten, gewachsenen Grünzug zerstören, ohne dass die Stadtplanung bisher gegengesteuert hat. Im Gegenteil ist bereits von der Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs die Rede.

Warum ist die Erhaltung dieses, seit langem im Flächennutzungsplan gesicherten Grünzuges und des reichen Baumbestandes heute unverzichtbar?

Die Kleingartenanlage liegt in einer deutlichen Geländemulde mit Wassergraben, die als Kalt- und Frischluft-Entstehungsgebiet für große Teile des Ortsteils ein im Hochsommer und bei winterlichen Inversionswetterlagen (ohne Luftaustausch und starker Schadstoffanreicherung der Luft) erträgliches Klima garantiert. Die unbelastete Kaltluft sickert dabei bis ins Mögeldorfer Zentrum ein. Diese Kaltluftentstehung und die deutlichen Temperaturgegensätze zwischen Bebauung und Grünzug sind an den Temperatur-Messstationen vor Ort insbesondere im Winter und im Hochsommer klar ablesbar. Damit kommt der entsprechende Luftaustausch erst in Gange. In den Vororten herrschen im Vergleich zum Nürnberger Zentrum daher auch oft bis zu 3-5 Grad niedrigere Temperaturen. Dies ist im Hochsommer entscheidend für die Lebensqualität aller Menschen, insbesondere aber der Kleinkinder, Senioren und von Kranken. Die fortschreitende Klimaverschlechterung macht daher klare Aussagen der Stadtpolitik und Stadtplanung zur vollständigen Erhaltung der Mögeldorfer und Nürnberger Kleingärten und Grünanlagen erforderlich. Notwendig ist auch in Nürnberg ein Zukunftskonzept für ein verträgliches Stadtklima für die nächsten Jahre und Jahrzehnte.

Auswirkungen einer Bebauung der Kleingärten auf die Verkehrsbelastung im Stadtteil Mögeldorf:

Am Mögeldorfer Plärrer, aber auch in der Ostend-/Laufamholzstraße und in der Schmausenbuckstraße gibt es bereits heute vor allem während der Hauptverkehrszeiten einen teilweisen Zusammenbruch des Straßenverkehrs. Diese problematische Verkehrssituation würde durch eine Bebauung der Mögeldorfer Kleingärten weiter verschärft. Die Verkehrsinfrastruktur in Mögeldorf ist jedoch nicht mehr verbesserbar. Daher muss eine potentielle Neubebauung auch auf diese Engpässe abgestellt werden.

Kleingartenerhaltung geht vor Neuschaffung:

Der Kleingarten-Grünzug ist mit einem reichen Baumbestand ausgestattet. Die Kleingärten selbst spiegeln die Vielfalt ihrer Pächter wider: Neben den naturnahen, blütenreichen "Gartenparadiesen" (eines wurde erst im August vom Stadtanzeiger im Rahmen der Rubrik "Es grünt so Grün" vorgestellt) gibt es Parzellen, die einer blühenden, kleinen Gartenschau gleichen. Andere Parzellen können sich durchaus mit perfekt gepflegten und gestalteten Wohngärten messen.

Diese unglaubliche Vielfalt ist auch durch das hohe Alter der Kleingartenkolonie bedingt. Ähnlich dem Reifegrad unserer Wälder steigt die Vielfalt, auch die Artenvielfalt in alten Kleingärten enorm an. Die Biodiversität (Artenvielfalt) muss sich hier nicht wie bei Neuanlagen erst mühsam in vielen Jahrzehnten entwickeln. Die Stadt hat sich der Erhaltung der Biodiversität verpflichtet; hier kann sie durch die Bewahrung der alten, reifen Kleingärten handeln.

Erhaltung der zwei Mögeldorfer Imkereien in der Kleingartenkolonie:

Der Blütenreichtum hat in den letzten Jahren auch 2 Gärtner dazu animiert, in die Imkerei einzusteigen. Die Kolonie sorgt mit diesen Bienenvölkern auch dafür, dass im Mögeldorfer Stadtteil die Befruchtung der vielen Obst- und Blütengehölze sichergestellt wird. Die Erhaltung der Imkerei ist daher ein zusätzlich wichtiges Ziel.

Thank you for your support, Jan Höntzsch from Nürnberg
Question to the initiator

Auch das mit dem Wasser ist dann ein Problem durch "Betonierenden Flächenfraß

No CONTRA argument yet.

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