Gefährlich hohe Fanggrenzen und verschwenderische Rückwürfe zerstören unsere Fischbestände und bedrohen die Existenz der Küstengemeinden, die auf die Fischerei angewiesen sind.

Die EU-Mitgliedstaaten haben bereits ein Gesetz unterzeichnet, das die Überfischung beenden soll [1], aber bis jetzt haben sie das Gesetz nicht ausreichend umgesetzt und erfüllen ihre Verpflichtungen nicht.

Daher fordern wir von allen Fischereiministerien der EU-Mitgliedstaaten sowie Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner, das bereits unterzeichnete Gesetz einzuhalten, indem sie

  • sicherstellen, dass alle zulässigen Gesamtfangmengen im Jahr 2018 wissenschaftlichen Empfehlungen folgen und den höchstmöglichen Dauerertrag nicht überschreiten.

  • denjenigen Fischern bei der Zuteilung nationaler Quoten Vorrang geben, die mit geringere Auswirkung auf die Umwelt fischen und nachweisen können, dass sie das Gesetz einhalten.

  • um Rückwürfe zu eliminieren, sowohl ein Rückwurfverbot als auch die Pflicht zur vollständigen Dokumentation aller Fischereien einführen, zu denen sich Ihr Land verpflichtet hat, einschließlich der Einführung elektronischer Fernüberwachung.

Jedes Jahr sprechen internationale wissenschaftliche Gutachten Empfehlungen aus, wie eine ökologisch nachhaltige Fischerei in EU-Gewässern ermöglicht werden kann, ohne die Fischbestände auf ein ungesundes Niveau zu reduzieren. Nichtsdestotrotz vergeben die EU-Regierungen weiterhin Fangquoten [2], die weit über den empfohlenen Werten liegen.

Begründung

Die Logik ist unerschütterlich: Wenn wir heute zu viele Fische fangen, wird es nicht mehr genug für die Zukunft geben.

Zudem werfen Fischereifahrzeuge immer noch riesige Mengen toter oder sterbender Fische zurück ins Meer. Diese Praktik ist in den meisten EU Ländern bereits illegal, aber das Gesetz, das dieses destruktive Verhalten beenden soll, wird von den Regierungen der Mitgliedstaaten nicht durchgesetzt.

Die Lösung ist einfach: Fanggrenzen im Rahmen der wissenschaftlichen Empfehlungen festlegen, das bereits geltenden Rückwurfverbot durchsetzen (z. B. durch elektronische Überwachung) und ein Fangquoten-System einführen, das nachhaltig und umweltschonende Fischereibetriebe fördert.

Wir können nachhaltige Fischerei in der EU zur Realität werden lassen, indem wir unseren PolitikerInnen zeigen, wie wichtig uns nachhaltige Fischerei ist und indem wir Veränderungen fordern. Hilf mit und unterzeichne noch heute die Petition:

[1] OurFish & New Economics Foundation (2017): Deutschlands blinder Fleck für nachhaltige Fischerei.

[2] Almqvist, G. (2016): Denmark and Germany are now breaking the deal that they previously agreed to. Stockholm: Baltic Eye.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, OurFish aus Berlin
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Warum Menschen unterschreiben

  • vor 2 Tagen

    ist zwar schon älter, hat aber an Wahrheit nichts verloren: ...erst wenn der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann! Sind die Verantwortlichen so schlau und merken es eher? Für unsere Kinder und Enkel hoffe ich sehr auf eine baldige Einsicht!

  • vor 2 Tagen

    Zum

  • am 30.10.2018

    Wir zerstören unser Ökosystem. Nur doof, dass wir irgendwie davon abhängig sind...

  • Mike S. München

    am 29.10.2018

    Es darf nur so viel gefischt werden, wie ganz natürlich ohne künstliche Aquakulturen nachwachsen kann. Schluß mit der Ausbeutung der Natur und Grüne wählen !

  • Conrad Egert Wiesbaden

    am 23.10.2018

    Wir sägen den Ast ab, auf dem wir sitzen. Es kann so nicht weitergehen.

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