Region: Hesse
Education

Verhindert das Verbot von u.a. Microsoft Teams für hessische Schülerinnen und Schüler! Jetzt.

Petition is directed to
Hessisches Kultusministerium, Hessischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit, Petitionsausschuss des Hessischen Landtags, Kulturpolitischer Ausschuss des Hessischen Landtags
15.576 Supporters 14.510 in Hesse
97% from 15.000 for quorum
  1. Launched 18/04/2021
  2. Time remaining > 4 Wochen
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Wir fordern eine Aussetzung der Bestrebung des hessischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (kurz HBDI) bzgl. einer Aufhebung der Duldung des Videokonferenzsystems Microsoft Teams. Vielmehr fordern wir eine dauerhafte Duldung von Microsoft Teams an hessischen Schulen.

Mit einer Erprobung eines hessenweiten System kann nach Beendigung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite, gemäß § 5 Abs. 1 Satz 4 des deutschen Infektionsschutzgesetztes, durch den deutschen Bundestag, begonnen werden. Den Schulen soll die weitere Verwendung ihrer gewohnten Systemen aber zu jeder Zeit ermöglicht bleiben.

Ihr wollt wissen, was überhaupt das Problem ist? Der Hessische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit hebt die Duldung für Microsoft Teams in Schulen zum 31. Juli 2021 auf! Nicht nur Microsoft Teams ist betroffen, auch andere insbesondere US-amerikanische Anwendungen sind von diesem Verbot betroffen. Momentan ist noch nicht klar, ob sich dieses Verbot nur auf die Videokonferenzfunktion der Anwendungen bezieht oder auf das gesamte System, im Fall MS Teams wäre es Microsoft 365. Genauso wenig ist klar, ob es langfristig auf ein Verbot von anderen Lösungen an hessischen Schulen hinausläuft ("itslearning"; "moodle"; "BigBlueButton"), um eine landeseinheitliche Lösung zu erreichen.

Wir, die unterstützenden Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern der hessischen Schulen, halten die Entscheidung des hessischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit für völlig fehlgeleitet, da sie den ohnehin schon erschwerten Unterricht inmitten einer landesweiten Pandemiesituation erschwert. Die hessischen Lehrerinnen und Lehrer mit Unterstützung der Schulleitungen haben sich mit der Verwendung von Microsoft Teams und anderen Systemen im Unterricht eine innovative und vor allem gut funktionierende Lösung gesucht und gefunden. Diese wird nun den Schülern und den Lehrern genommen.

Beim Blick auf die Bilanz des hessischen Kultusministeriums bzgl. der Erstellung einer landesweiten Lernplattform halten wir eine staatlich-einheitliche Lösung, für alle hessischen Schüler/innen, in der aktuell schwierigen Lage für nicht sinnvoll.

Mit unserer Petition wollen wir verhindern, dass sich der Unterricht mit digitalen Elementen zum Schuljahr 2021/22, im Fall der Beendigung der Duldung, drastisch verändert. Wir fordern die bestmöglichste Lösung für die hessischen Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern. Eine Lösung, die keine Umstellungen und Veränderungen im ohnehin schon schwierigen und kompliziertem Lernalltag nach sich zieht. Wir fordern das HKM und den HBDI dazu auf, dass die in den Schulen entwickelten und gut funktionierenden Lösungen beibehalten werden dürfen. Wir stellen uns klar gegen eine staatlich-einheitliche Lösung, in der aktuellen Zeit und Lage! Wenn die aktuelle Lage vorüber ist, wie lang es auch dauern mag, könnte Hessen mit der Erprobung eines neuen, einheitlichen Systems beginnen. Sichtwort liegt hier aber auf der langfristigen Erprobung. Wir fordern hiermit ausdrücklich keine schnelle Lösung, wir fordern ein gut funktionierendes und vor allem stabiles System. Dann könnte ein neuer Vorschlag an die hessischen Schüler, Lehrer und Eltern gemacht werden. Stichwort ist hierbei aber der Vorschlag. Alle Beteiligten sollten in den Prozess eingebunden werden. Es soll auf jeden Fall zu keinem Verbot von Teams u.a. an Schulen kommen, vielmehr sollten das HKM und der HBDI von dem neuen System überzeugen. Die Entscheidung liegt klar bei den Schulen!

Zu aktueller Zeit ist diese Diskussion aber unangebracht. Momentan sollten wir uns nur um die Aufrechterhaltung der Schulbildung der hessischen Schüler/innen bemühen und keine drastischen Änderungen im Lernalltag anstreben.

Wir können uns nicht erklären wie eine staatliche Institution, die als oberstes Ziel das Wohl der Schülerinnen und Schüler verfolgen sollte, eine solche Entscheidung treffen kann. In einer Zeit, in der Schülerinnen und Schüler das Lernen so schwer haben, wie seit langem nicht mehr, müssen wir von politischen Entscheidungsträgern erwarten können, dass sie Probleme beseitigen und keine neuen schaffen.

Wir fordern mehr Mut und Flexibilität von den Entscheidungsträgern. MS Teams und viele der übrigen Systeme haben sich bewährt und sollten weiterhin in Schulen eingesetzt werden dürfen. Wir möchten uns nicht gegen die Erprobung eines hesseneinheitlichen Systems stellen, jedoch fordern wir, dass die Entscheidung immer bei den hessischen Schulen liegt. Gegen ein Verbot o.ä. eines gut funktionierenden Systems stellen wir uns aber in Gänze.

Quellenverzeichnis Begründung:

(1) https://bit.ly/2PIXbY0

(2) https://bit.ly/3vxnqQq

(3) https://bit.ly/2PL16DH

Reason

Die Lage der Schüler und der Lehrer ist fragil. Viele Schüler arbeiten an ihrer Belastungsgrenze und werden trotzdem abgehängt. Die Lehrer geben ihr bestes, um ihren Schülern so gut wie möglich durch diese schwere Zeit zu helfen. In diesen Zeiten brauchen wir Kontinuität und keine Veränderungen! Wir Schüler haben uns in Microsoft Teams eingearbeitet und sind zufrieden. Wir wollen in derart schwierigen Zeiten keine Veränderung eines wirklich gut funktionierenden Systems.

Der HBDI stellt in seinem Statement vom 31.03.2021 ein neues "Ersatzsystem" in Aussicht, welches aber keinen Grund zum Aufatmen gibt,

Zitat: "(...) Vielmehr ist davon auszugehen, dass bis zum Beginn des neuen Schuljahres eine Anwendung zur Verfügung steht, die sowohl den technischen als auch den datenschutzrechtlichen Anforderungen entspricht. (...)" (1)

Der Beginn des Statements auf der Webseite des HBDI spricht bereits Bände. Vieles ist noch nicht geregelt. Für uns Schüler ist so ein Zustand nicht hinnehmbar. Wir brauchen an unseren Schulen ein verlässliches Programm. Das haben wir mit Microsoft Teams und den anderen gängigen Systemen.

Hauptkritikpunkt und Grund, der die Aufhebung der Duldung laut des HBDI rechtfertigen soll, stellt der Datenschutz-Aspekt dar. Leider gibt es von Seiten des hessischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit einzig die Folgende „Erklärung“, wenn man dies so nennen darf, aus dem Statement vom 31.03.2021:

„(…) Damit ist der weitere oder fortgesetzte Einsatz u.a. von Microsoft Teams weder erforderlich noch datenschutzrechtlich zulässig. (…)“ (1)

Danach lassen sich keine Rückschlüsse auf genaue Probleme, die der HBDI bei der Verwendung von Microsoft Teams an hessischen Schulen sieht, schließen. Genauso wenig ist klar, ob sich die Entscheidung gegen das gesamte Microsoft Office 365 Konstrukt richtet. Dazu der HBDI noch in einem Statement vom 22.08.2017:

„Der Einsatz von Microsoft Office 365 in der sogenannten "Deutschland-Cloud" durch hessische Schulen stößt auf keine grundsätzlichen, datenschutzrechtlichen Bedenken (…) Die Verarbeitung personenbezogener Daten in der Microsoft "Deutschland-Cloud" lässt sich im Rahmen von § 83. Abs. 1 des Hessischen Schulgesetzes (HSchG) in Verbindung mit § 1 Abs. 1 der Verordnung über die Verarbeitung personenbezogener Daten an Schulen datenschutzkonform gestalten. Danach dürfen personenbezogene Daten von Schülern, deren Eltern und Lehrkräften verarbeitet werden, soweit dies zur rechtmäßigen Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrages und für einen jeweils damit verbundenen Zweck erforderlich ist. (…)" (2)

Damals schien es also noch keine Schwierigkeiten bzgl. der Datenschutzkonformität von M365 bzw. auch Microsoft Teams gegeben zu haben, denn die Server sind heute noch in der Deutschland-Cloud gehostet. Auch Teams ist dort gehostet, falls nicht überall, könnte man dies ändern. (3) Uns stellt sich die Frage, warum war früher die Verwendung in Ordnung und heute durch den HBDI nicht vorstellbar bzw. ausgeschlossen.

Wir sind der Meinung, dass man mit den betreffenden Unternehmen, in diesem speziellen Fall Microsoft, verhandeln könnte und so das Erreichen einer guten Entscheidung für die hessischen Schüler ermöglicht werden könnte. Wenn beispielsweise der „Anhang zu den Datenschutzbestimmungen für Microsoft-Onlinedienste“ (kurz DPA) strittige Inhalte gegenüber DSGVO enthält, wäre es möglich mit dem Unternehmen andere Vereinbarungen – rein für die schulische Nutzung – einzuarbeiten. Ein strikte Aufhebung der Duldung, welche einem Verbot gleichkommt, ist hierbei aber sicher nicht zielführend.

Zudem muss man sagen, dass jeder Schüler bzw. sein Erziehungsberechtigter vor Verwendung an einer hessischen Schule von Diensten wie MS Teams, gemäß Art. 7 der DSGVO, eine Unterschrift leisten muss. Die Zustimmung kann jeder Zeit widerrufen werden. Kein Schüler, keine Schülerin wir zur Verwendung von Microsoft Teams gezwungen.

Wir halten das nicht ausgeführte Datenschutz-Argument des HBDI, welcher eine Aufhebung der Duldung rechtfertigen soll, für nicht ausreichend belegt und damit für nicht sinnvoll. Es geht uns, welche diese Petition in Leben gerufen haben, mir als Petent sowie unseren Unterstützern, nicht nur um den Erhalt von MS Teams u.a. an unseren Schulen, vielmehr geht es uns darum System, wie das "Schulportal Hessen" an allen hessischen Schulen zu verhindern. Die häufigen und eklatanten Ausfälle – vor allem bei häufigem Zugriff – auf diese Plattform sind nicht hinnehmbar. Zu Beginn des Distanzunterricht Ende Dezember sowie montagmorgens kam und kommt es zu Störungen, die das Lernen der Schülerinnen und Schüler behindern und zu Frustration führen. Diese Probleme kennen wir an unsere Schule, die Microsoft Teams verwendet, nicht. Ob sowas mit einem "irgendwann" kommenden, neuen staatlichen System besser wird, steht in den Sternen und wird von uns nicht erwartet. Eher erwarten wir ein System, welches ohne die wichtige langfristige Erprobungs- und Verbesserungsphase auskommt.

Thank you for your support, Elias Sauer from Frankfurt am Main
Question to the initiator

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Datenschutz ist eine wichtige Angelegenheit, hier jedoch ein vorgeschobenes Argument: Meinte man das ernst, müsste alles, was nur im Entferntesten mit O365 zu tun hat, aus der gesamten Schulverwaltung, eigentlich aus der gesamten öffentlichen Verwaltung verbannt werden. Davon ist jedoch keine Rede. Wir mussten früh auf Teams setzen, da das Land es nicht hinbekommen hat, eine stabile Alternative zur Verfügung zu stellen. Das Schulportal ist eine Verwaltungsplattform im Alpha-Stadium, keine Lernplattform. Alles andere wurde "preiswert draufgepappt". OpenSource an sich ist keine Qualifikation.

Wer -wie auch u.a. in den Erwiderungen- Datenschutz für etwas hält, was man an und ausknipsen kann, hat nicht verstanden, um was es geht. Daten amerikanischer Systeme müssen amerikanischen Dienststellen zugänglich gemacht werden. Gilt übrigens auch für chinesische (Stichwort Smart-Board). Und es geht nicht nur um den Inhalt der Mathestunde, sondern um die Kommunikationsbeziehungen von Menschen. Wer mit wem wann ggf. über was gesprochen hat. Das interessiert nicht nur einen Staat. Facebook hat ein ganzes Imperium auf einem solchen "Big-Data-Pool" aufgebaut.

Why people sign

  • 2 hours ago

    Ich arbeite seit dem ersten Lockdown im März letzten Jahres damit. Bis dorthin kannte ich Teams nicht. Dank seiner benutzerfreundlichen Oberfläche und vielseitige Anwendungsmöglichkeiten konnte ich mich schnell selbstständig einarbeiten und meine Schüler vollständig über Teams erreichen. Seit dem haben sowohl meine Schüler wie auch ich gute Erfahrungen im Unterricht hierüber gemacht. Teams erlaubt mir, meinen Schülern eine feste Struktur vorzugeben. Die Schüler behalten den Überblick über alle abgehaltenen Inhalte. Auch über den Lockdown hinaus ist Teams bzw. Office 365 ein Instrument, dass sich im Schulalltag vielseitig einsetzen lässt. Wir sollen die Schüler auf das Berufsleben vorbereiten und sie für die Wirtschaft tüchtig machen, dann müssen sie auch mit Instrumenten arbeiten, was in der Wirtschaft üblich ist. Kein Unternehmen in der freien Wirtschaft kommt auf die Idee ein funktionierendes System abzuschaffen. Das Recht auf Datenschutz ist etwas wunderbares, aber wir sollten genau hinschauen, ob wir es damit nicht etwas übertreiben und uns selbst in unserer Bildungsentwicklung behindern. Es ist peinlich genug, dass die Schulen einer Industrienation wie Deutschland, in dieser Pandemiesituation nicht in der Lage waren, den Unterricht mit eigenen Lösungen sicherzustellen. Viele Lehrkräfte, die ich kenne und die meisten hatten nie mit Teams vorher gearbeitet, haben viel Zeit und Kraft investiert, um über Teams optimal mit ihren Klassen arbeiten zu können. Und jetzt soll das alles umsonst gewesen sein?

  • 2 hours ago

    Weil es eine Entscheidung gegen ein funktionierendes System ist, mit dem Lehre hervorragend unterstützt werden kann. Solche Bestrebungen zeigen die Inkompetenz im zuständigen Ministerium auf. Nach dem man 1 Jahre lang nichts getan hat, die Digitalisierung in Schulen voranzutreiben, soll jetzt - nach dem sich Lehrer die notwendigen Kenntnisse ohne jegliche Unterstützung der zuständigen Behörden durch eigenes Engagement erarbeitet haben - alles wieder auf null gestellt werden. Tolle Leistung Herr Lorz. Es sind Entscheidungsträger wie Herr Lorz, die Deutschland in die digitale Wüste geführt haben und Fortschritte auf dem Altar des Datenschutzes opfern. So einem unsinnigen Verhalten muss Einhalt geboten werden.

  • 3 hours ago

    Die Gefahr, dass Schulen und Lehrkräfte wieder komplett ohne Videokonferenz-Tool dastehen ist m.E. größer als ein angenommenes Datenschutzproblem! Außerdem sollen Schüler:innen lernen mit Programmen und Tools umzugehen, die in der Arbeitswelt gebräuchlich sind!

  • Not public Herbstein

    4 hours ago

    Durch Teams habe ich an meinem distanz Unterricht sehr gut teilgenommen!

  • 5 hours ago

    Genauer: unser Sohn ist direkt betroffen

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