Um die Sicherheit für die Kita- und Schulkinder zu erhöhen, die Wohn- und Lebensqualität für die Anwohner zu verbessern sowie die Attraktivität für die Ansiedlung von mehr Gewerbetreibenden zu erhöhen, sollte das Verkehrsaufkommen in der Ebertystr. / Eldenaerstr. verringert (möglichst kein Durchgangsverkehr) und die Geschwindigkeit gesenkt werden.

Konkret wird vorgeschlagen, die Ebertystr. in eine Tempo 30-Fahrradstrasse umzuwandeln.

Als Maßnahmen zur Durchsetzung werden für die Ebertystr (und auch für ihre Verlängerung durch die Eldenaer Str.) gefordert: - Neugestaltung der gefährlichen Kreuzung Ebertystr./Thaerstr./ Mühsamstr./Eldenaer Str., um diese sicherer und übersichtlicher zu machen, insbesondere für die Kinder (Schulweg!) - Über die gesamte Straßenlänge in der Ebertystr. Fahrbahnerhebungen ("Berliner Kissen") zur Verkehrsverlangsamung - Fahrbahnmarkierungen und -schilder, die auf Kinder hinweisen - Einrichtung (bzw. zumindest Markierung) von Fahrradwegen - Fahrbahnverengungen (zusätzlich zu den Ampeln) - Durchgängige Aufstellung von Tempo 30-Schildern (nicht nur am Anfang und Ende) - Tempo 30-Fahrbahnmarkierungen

Begründung

Für die Ebertystraße gilt derzeit Tempo 50. Faktisch wird dort aber meist deutlich schneller als 50 km/h gefahren. Dies liegt auch daran, dass sie in der Verlängerung der Eldenaer Str. als (vermeintlich) verkehrsärmere Alternative bzw. "Abkürzung" zur Petersburger Str. genutzt wird. Diese Nutzung scheint verkehrsleittechnisch jedoch wenig erforderlich, da bereits mit der unmittelbar parallel verlaufenden Petersburger Str. eine Magistrale besteht, die die Frankfurter Allee mit der Landsberger Allee verbindet, für den Durchgangsverkehr bestimmt ist und mit insgesamt sechs (!) Spuren dafür auch ausreicht.

Die Ebertystr. (bzw. Eldenaer Str.) liegt zudem in einem dichtbebauten Wohngebiet, was sich auch darin zeigt, dass in nahezu allen umliegenden Strassen nur Tempo 30 erlaubt ist. Die Nutzung der Ebertystr. (bzw. Eldenaer Str.) vom Durchgangsverkehr führt jedoch dazu, dass sie selbst ein deutlich höheres und mit über 50 km/h deutlich schnelleres Verkehrsaufkommen aufweist. Dies führt insbesondere für Kinder zu großen Sicherheitsrisiken, nicht nur für die dort unmittelbar wohnenden, sondern auch für die Kita- und Schulkinder. Denn in der Ebertystr. oder in ihrer unmittelbarer Nähe befinden sich mehrere KiTas und Spielplätze, die Hausburg-Grundschule, die Kindereinrichtung "Die Arche", etc.. Dies führt immer wieder zu gefährlichen Situationen, wenn Kinder sich auf den schmalen Bürgersteigen in der Nähe der Strasse zu Fuß oder auf Rädern bewegen oder die kurzen Ampelzeiten nutzen wollen.

Auch für erwachsene Fahrradfahrer bestehen erhöhte Sicherheitsrisiken, da die Ebertystr. wegen der parkenden Autos eng ist und keine Fahrradwege vorhanden sind. Fahradfahrer werden entsprechend oft mit Tempo 60 und mehr auf engem Raum überholt.

Hinzu kommt die Lärmproblematik, denn die Ebertystr. ist durch ihre Nutzung als Durchgangsstrasse sehr laut, was auch in den Lärmkarten der Stadt ablesbar ist.

Die beschriebene Verkehrs- und Lärmbelastung ist darüber hinaus auch ein wesentlicher Grund für den Leerstand zahlreicher Gewerbeimmobilien in der Ebertystr. und Umgebung.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Per Wolff aus Berlin
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  • Liebe Unterstützende der Petition,

    für alle, die heute Abend zur Sitzung des Verkehrsauschusses kommen wollten (siehe unsere vorige Nachricht und Aufruf dazu): Tempo 30 in der Ebertystr steht für heute NICHT mehr auf der Tagesordnung!

    Die gute Nachricht dabei: Das Thema ist im Ältestenrat der BVV direkt abgestimmt und damit nicht (mehr) an den Verkehrssauschuss überwiesen worden. Damit steht die Mehrheit schon hinter unserem Anliegen.

    Die schlechte Nachricht daran: Wir können die Sitzung nicht nutzen, um auf unser Anliegen öffentlich aufmerksam zu machen.

    Wir überlegen uns daher, wie wir stattdessen bald in der Öffentlichkeit wirksam für unser Anliegen werben können.

    Wenn es etwas Neues gibt, melden wir uns natürlich...

    Herzliche Grüße,
    Eure Petitionsinitiator/innen

  • Liebe Unterzeichner/innen und Unterstützer/innen,

    über den SPD-Antrag zu "Tempo 30 in der Ebertystr" hatte ich Euch ja berichtet. Die BVV wird sich nun im Verkehrsausschuss nochmal eingehend damit befassen.

    Die Sitzung findet am Donnerstag, 30. März im Rathaus Yorckstr. (Kreuzberg) ab 18.30 Uhr statt.

    Wir wollen dann noch mal das Anliegen und die Zahl der Unterschriften zu unserer Petition vorstellen und verdeutlichen, warum die Straße aus Gründen der Sicherheit (v.a. für Kinder), aber auch wegen des Lärms und der Fahrradsituation usw. unbedingt verkehrsberuhigt werden muss.

    Dazu wollen wir (die kleine Initiatorengruppe) dann auch Zettel verteilen und wenn möglich ein "pressewirksames" Foto machen...

    Um zu "beweisen", dass das Thema nicht nur uns, sondern wirklich vielen Anwohner/innen auch ein echtes Anliegen ist, wäre es toll und wichtig, wenn VIELE VON EUCH / IHNEN auch zur Sitzung kommen!

    Also, bis nächsten Donnerstag! Ich würde mich sehr über Euer/Ihr Erscheinen freuen...

    Mit besten Grüßen
    Per Wolff

  • Liebe Mitunterzeichner/-innen !

    Ich freue mich, Sie/Euch darüber informieren zu können, dass Frau Peggy Hochstätter (SPD, die unser Anliegen ja seit Initiierung ausdrücklich unterstützt), auf der Grundlage unserer Petition einen (erneuten) Antrag zur Einrichtung einer Tempo-30-Zone in der Ebertystr. bei der BVV erstellt hat. Dieser wird auch von der SPD-Fraktion unterstützt.

    Der Antrag ist zu finden auf
    spd-friedrichshain-kreuzberg.de/2017/02/antraege-zur-bvv-am-01-03-2017/

    Antragstext:

    Tempo 30 und bessere Querungsmöglichkeiten auf der Ebertystraße schaffen

    Das Bezirksamt wird aufgefordert, sich bei der zuständigen Behörde, der Verkehrslenkung Berlin, erneut für die Einrichtung von Tempo 30 gemäß des Koalitionsvertrages (S. 36f) auf der Ebertystraße einzusetzen. Ebenso soll geprüft werden, welche Querungsmaßnahmen (Zebrastreifen, Bedarfsampel, Mittelinsel etc.) geschaffen werden müssen, um den vielen Schulkindern einen sicheren Schulweg zu gewährleisten. Diese sollen dann zeitnah umgesetzt werden.

    Dem Verkehrsausschuss ist monatlich über die Fortschritte zu berichten.

    Begründung:

    Die Ebertystraße ist eine mitten durch ein Wohngebiet führende, stark befahrene, im Stadtentwicklungsplan (StEP) Verkehr als örtliche Straßenverbindung ausgewiesene Verbindung der Eldenaer- und Thaerstraße mit der Landsberger Allee. Aus Verkehrssicherheitsgründen ist die Einführung einer Tempo 30-Zone u. a. geboten, da Eltern mit ihren Kindern die Ebertystraße überqueren müssen, um zur Grundschule in der Hausburgstraße, zu Kindertagesstätten oder zu den Grünflächen auf dem ehemaligen Schlachthofgelände zu gelangen. Das hohe Verkehrsaufkommen bei einer aktuellen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h führt zu einer erheblichen Lärmbelastung der Anwohnerinnen und Anwohner. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung würde auch der Entwicklung entgegenwirken, dass viele von der Frankfurter Allee bzw. Lichtenberg kommende Autofahrerinnen und Autofahrer die Ebertystraße als Abkürzung in Richtung Landsberger Allee bzw. Danziger Straße nutzen: Denn mit der Petersburger Straße sowie der Storkower Straße und der Landsberger Allee stehen ihnen in ausreichendem Maße übergeordnete Straßenverbindungen in Richtung Norden/Westen zur Verfügung.

    Gemäß des Koalitionsvertrages sollen alle rechtlichen Möglichkeiten zur Ausweitung und Neuausrichtung von Tempo 30-Abschnitten genutzt werden, um lärmmindernde, zur Mobilitätssicherheit beitragende Tempo 30-Abschnitte zu schaffen – ganz besonders in Wohngebieten und in der Nähe von Schulen.

    Berlin, den 20.2.2017,
    Für die Fraktion der SPD,
    Peggy Hochstätter

    Nächster Schritt:

    Der Antrag wird aller Voraussicht nach am 1. März in die BVV eingehen.

    Wenn es einen neuen Stand gibt, informiere ich Sie/Euch gerne wieder.

    Beste Grüße
    Per Wolff

Pro

Möchte anregen, auf die Berliner Kissen zu verzichten (für Radler/Rollstuhlfahrer/im Winter gefährlich) und stattdessen die Ebertystr. auf Höhe Straßmannstr. diagonal zu sperren, so daß nur noch Radler durchkommen. Das wird Raser automatisch abhalten und die Kreuzung zum Draussensitzen attraktiver machen. Von Petersburger und Hausburger kommt man gut genug als Anwohner überallhin in der Ebertystr. Solche Diagonalpoller gibt es bereits erfolgreich in Kreuzberg. Ich halte das für eine einfache Methode, die auch den Kontrollaufwand für Geschwindigkeitsübertretungen minimieren würde.

Contra

Ich bin selbst Anwohner, fahre mehr Fahrrad als Auto, und kann die Notwendigkeit dieser Petition beim besten Willen nicht erkennen. In der Ebertystraße wird aufgrund der beschriebenen baulichen Enge und der parkenden Autos (oft auch in 2ter Reihe) selten überhaupt 50 km/h gefahren, schon gar nicht - wie hier behauptet - deutlich mehr! Meines Erachtens beruhigt sich der Verkehr aufgrund der hiesigen Gegebenheiten quasi von selbst, weswegen ich mir auch nicht vorstellen kann, daß viele Autofahrer die Eberty wirklich freiwillig als Alternative zur Petersburger Straße benutzen.