Z.Z. beträgt die Länge der Gelbphase von Ampeln bei einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h 3 Sekunden, bei 60 km/h 4 Sekunden und bei 70 km/h 5 Sekunden. D.h. innerorts begegnen die Verkehrsteilnehmer überwiegend Ampeln mit 3 Sekunden Gelbphase. In der Praxis ist diese Zeitspanne oft zu kurz, um die richtige Entscheidung (anhalten oder durchfahren) zu treffen. Dazu ein Beispiel:

Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h berechnet sich der Anhalteweg zu 40 Metern. Zugleich legt man bei dieser Geschwindigkeit in 3 Sekunden nur etwa 41,7 Meter zurück. Das Dilemma liegt auf der Hand: Wohl kaum ein Verkehrsteilnehmer kann eine Distanz um 40 Meter auf den Meter genau abschätzen. Gleiches gilt für die Zeit, denn wenn man sicher sein will, nicht in die Rotphase zu fahren, benötigt man ein Polster von etwa einer halben Sekunde. Verschlimmert wird die Situation durch Haltelinien, die mehrere Meter vor dem Ampelsystem platziert werden. Alle Effekte zusammen zwingen den Verkehrsteilnehmer dann entweder zu Gefahrenbremsungen oder Beschleunigungen über das Tempolimit von 50 km/h hinaus. Eine Alternative dazu ist lediglich das generelle Reduzieren der Geschwindigkeit auf ca. 40 km/h in Innenstädten. Wenn man dies jedoch will, dann sollte man ein solches Tempolimit auch offiziell einführen und nicht indirekt erzwingen.

Begründung

In deutschen Verkehrsschulen wird durchaus auf dieses Problem und die "Dilemmazone" hingewiesen. Die Verantwortung dafür, das Problem korrekt zu handhaben, wird jedoch einzig und allein den Verkehrsteilnehmern aufgebürdet, so als ob es zu den aktuellen Einstellungen keine Alternative gäbe. Wer ab und zu im Ausland fährt, dem sind vielleicht Ampelanlagen bekannt, die neben "Grün-Dauerleuchten" auch noch "Grün-Blinkend" kennen - oder im Idealfall gar einen Countdown anzeigen, auf dem man auf die Sekunde genau ablesen kann, wann es wieder gelb wird. Entspannt durch die Ampelsysteme fahren - in diesen Ländern ist das ein ganz neues Fahrgefühl innerorts, wenn man deutsche Ampelanlagen gewohnt ist.

Von der Durchsetzung zumindest einer Verlängerung der Gelbphase (die oberen Alternativen würden deutschlandweit sicherlich ganz erhebliche Kosten verursachen) erwarte ich die folgenden Effekte:

  • Deutlich weniger Rotfahrdelikte in Innenstädten
  • Weniger Auffahrunfälle vor Ampelanlagen
  • Weniger Geschwindigkeitsübertretungen auf Ampelkreuzungen
  • Entspannteres und stressfreieres Fahren in Innenstädten
  • Mehr Rücksicht und Freundlichkeit im Straßenverkehr durch weniger Stress
Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Dann lieber eine neue Petition aufmachen mit Forderung der bundesweiten Einführung der StVO 77, da sie eindeutig die sichere ist. Und dann wird es auch grün-gelb wieder geben.