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Bild zur Petition mit dem Thema: Weitere Windkraftanlagen im Saarland – eine Katastrophe für Mensch und Natur Weitere Windkraftanlagen im Saarland – eine Katastrophe für Mensch und Natur
  • Von: Gegenwind Saar (Gegenwind Saar) mehr
  • An: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer
  • Region: Saarland mehr
    Kategorie: Energie mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 1.687 Unterstützer
    1.425 in Saarland
    Sammlung abgeschlossen

Weitere Windkraftanlagen im Saarland – eine Katastrophe für Mensch und Natur

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Die Unterzeichner fordern:

  1. einen verbindlichen Mindestabstand von 10H (die Höhe der Windkraftanlage in m x10) zwischen Windkraftanlagen und Wohnbebauungen

  2. dass Waldflächen wieder zu Tabuzonen erklärt werden

Begründung:

Die Unterzeichner dieser Petition beklagen, dass die Energiepolitik des Saarlandes einseitig auf die massenweise Installation von Windkraftanlagen (WKA) ausgerichtet ist und dabei die Interessen von Mensch und Natur vernachlässigt.

Gesundheitliche Risiken durch Schall und Infraschall

Die Auswirkungen auf die Gesundheit und auf die finanzielle Situation vieler Menschen, die im Umkreis der WKA leben müssen, stehen in keinem Verhältnis zu den energiepolitischen Vorteilen einer WKA-Investition.

Gesundheitliche Auswirkungen sind unter anderem körperliche und psychische Schäden, die durch Schlagschatten, Rotationsgeräusche und Infraschall hervorgerufen werden. Speziell das Thema Infraschall wird in Deutschland technisch, juristisch und politisch negiert bzw. ignoriert, obwohl es zu diesem Problem zahlreiche besorgniserregende Studien gibt¹.

Dauerstress für Körper und Geist – in den eigenen vier Wänden

Jeder dritte Mensch regiert auf Infraschall. Menschen, die nahe der Windkraftanlagen leben sind ihm Tag und Nacht ausgeliefert. Und das an dem Ort, der ihrem Schutz und ihrer Regeneration dienen sollte: ihrem Zuhause!

Im Gegensatz zur Annahme „man gewöhnt sich an alles“ ist es beim Infraschall allerdings eher so, dass Betroffene durch physiologische Prozesse nach einiger Zeit immer empfindlicher auf Infraschall reagieren². Regelwerke zur korrekten Prognose und Beurteilung von Schall und Infraschall, der von modernen Windkraftanlagen ausgeht, gibt es bislang nicht.

Längst überholte Richtlinien und saarländische Sonderregelungen

Grundlage für die Genehmigung von Windkraftanlagen ist ein veraltetes Regelwerk ("TA Lärm" von 1998), in dem von damals üblichen, punktförmigen Schallquellen mit einer maximalen Höhe von 30 Metern ausgegangen wird. Moderne Windkraftanlagen sind mit bis zu 200 Metern jedoch fast sechsmal höher! Viele Windräder überstreichen mit ihren Rotorblättern eine Fläche, die größer ist als mehrere Fußballfelder.

Die im Saarland praktizierte Regelung sieht zudem keine verbindlichen Mindestabstände vor. Bei vereinzelt stehenden Häusern wie zum Beispiel dem Forsthaus Pfaffenkopf lässt der Saarländische Sonderweg sogar Abstände von gerade mal 420 Metern zu – und versagt den Anwohnern damit das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Warum existieren in anderen Bundesländern längst verbindliche Mindestabstände und bei uns nicht?

Erneuerbare Energien auf Kosten der Gesundheit – eher abschreckend als überzeugend!

Durch die Verweigerung einer verantwortbaren Abstandsregelung schaden Sie nicht nur der Gesundheit der Anwohner, Sie reduzieren dadurch auch deutlich die Akzeptanz der Bürger für erneuerbare Energien.

Windkraft bedroht unsere Wälder

Wir kritisieren außerdem den weiteren Ausbau von Windenergie im Wald. Die erforderlichen Rodungen sind enorm. Wenn die Empfehlungen des Deutschen Feuerwehrverbandes eingehalten werden sollen, beträgt die Rodungsfläche für 4 Windräder rund 2,5 qkm! Und wie Sie als Ministerpräsidentin wissen, sind diese Empfehlungen früher oder später als Vorschriften umzusetzen. Insbesondere bewaldete Zonen mit geringerer Windhöffigkeit wie hier im Saarland, wo ohne Förderung durch den Staat niemals Windkrafträder gebaut würden, müssen tabu sein.

Der Wald als CO2-Speicher und Sauerstofflieferant sollte unantastbar sein! Ein vermeintlicher "Ausgleich" für Rodungen durch das Pflanzen von Setzlingen in intakte Kulturlandschaften andernorts ist schon allein unter dem zeitlichem Aspekt reine Augenwischerei.

Die Unterzeichner fordern deshalb:

  1. einen verbindlichen Mindestabstand von 10H (Höhe WKA in m x10) zwischen Windkraftanlagen und Wohnbebauungen

  2. dass Waldflächen wieder zu Tabuzonen erklärt werden

Übrigens: Eine Reduktion des Kraftstoffverbrauchs im Verkehrssektor um 12 Prozent würde mehr Energie einsparen als alle in Deutschland bestehenden Windkraftanlagen derzeit produzieren³.

¹(Cooper S 2014, Paller C 2014, Jeffery R 2014, Koch C 2015, Salt N 2013, Bahtiarian M 2015 etc.) Symtome wie Tinnitus, Schwindel, Schlafstörungen, Herz-Kreislauferkrankungen und viele andere Krankheitssymptome treten signifikant häufiger im Umkreis von ca. 2.000 m um WKA auf. Der oft unterstellte Noncebo-Effekt konnte wissenschaftlich widerlegt werden (Cooper S.2014). ²(Persson/Rylander 2001) ³(Dubbers Dirk 2016)

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Saarbrücken, 04.02.2017 (aktiv bis 03.04.2017)


Debatte zur Petition

PRO: Im Gohlocher Wald in Lebach Landsweiler werden zwei Anlagen mit einer Höhe von jeweils 200 Metern ausschließlich im Wald errichtet. Eine Anlage wird mit einem Abstand von 450 Meter zu einem Aussiedlerhof mit Wohnhaus errichtet. Die Gesundheit der Bewohner ...

PRO: Endlich wird die Windkraftdebatte auf hohem Niveau (207 m ueber dem Waldboden) gefuehrt. Ein klares NEIN zu derartigen Anlagen im Wald.

CONTRA: Man sollte sich zuerst einmal über den Sachverhalt Infraschall informieren bevor man diese Petition unterschreibt (siehe Link Quellenangabe). Zum Thema Schlagschatten: Es sollte für jedermann einleuchtend sein, dass dies nur an sonnigen Tagen und selbst ...

CONTRA: Also Infraschall ist sehr schädlich...soso....wenn man hier dann wissenschaftliche Argumente anführt (siehe die beiden vorangegangenen Contra-Argumente), dann sind diese Studien natürlich alle von der Windkraftlobby in Auftrag gegeben. Bisher hat noch ...

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf

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