Sehr geehrte Damen und Herren,

Der rheinland-pfälzische Minister des Innern und für Sport möge das Insolvenzverfahren des Zweibrücker Flughafens mit EU-Beschluss aus dem Jahr 2014 anfechten, damit der ZQW wieder zum Flughafen umbenannt, und gleichzeitig der kommerzielle Linienflugverkehr wieder aufgenommen wird.

Begründung

Im Jahr 1991, nach Abzug der US-Truppen, wurde der Flughafen Zweibrücken für die zivile Luftfahrt freigegeben und bereits von 2004 bis 2014 für den kommerziellen Linienflugverkehr genutzt. Zu den Fluganbietern zählten die bulgarische Billigfluggesellschaft Bexx-Air Flüge, die nach Sofia flogen, außerdem Rayanair mit Ziel London Stansted, und ab 2006 Germanwings und ab 2007 TUIfly mit mehreren Zielen im Mittelmeerraum. Mit dem politischen Ziel, den Zweibrücker Flughafen und den Saarbrücker Flughafen zu erhalten, sollte ab 2012 ein Entwurf für einen "Saar-Pfalz-Airport" erarbeitet werden.

Ab Februar 2012 eröffnete die Europäische Kommission ein Prüfverfahren wegen möglicher unzulässiger staatlicher Beihilfen. Außerdem habe der Flugplatz seit 2005 Infrastruktur- und Betriebsbeihilfen erhalten, und die Fluggesellschaften Germanwings, TUIfly und Ryanair sollen über verringerte Flughafengebühren einen unfairen Wettbewerbsvorteil erhalten haben. Im Juli 2014 gab die Europäische Kommission bekannt, dass mit Beschluss Beihilfen für den Flugplatz in Höhe von 56 Millionen (56.000.000) Euro für illegal erklärt wurden, gleichzeitig wurde deren Rückzahlung angeordnet (Aktenzeichen C(2014) 5063, siehe eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32016D0152). In Folge des Beschluss des EuGH musste der Flughafen Zweibrücken Insolvenz anmelden, gleichzeitig verloren mehr als 100 Angestellte ihre Arbeit. Wie die Internetseite airliners.de am 28. April 2017 berichtet hat, muss die damalige Fluggesellschaft Germanwings GmbH (heute Eurowings) laut Urteil der EU-Kommission 1,2 Millionen Euro NICHT zurückzahlen (Aktenzeichen T‑375/15, siehe curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=190201&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1). Für uns der wichtige Schritt in die Richtige Richtung: Nämlich Verfahrenswiederaufnahme und Wiedereinführung des kommerziellen Linen- und Frachtflugverkehr am ZQW.

Herr Peter Adrian ist Vorstand des TRIWO-Flugplatzes Zweibrücken und gleichzeitig Präsident der IHK Trier, wo die TRIWO AG ihren Sitz hat. Ebenfalls bei der IHK Trier war zur Zeit der Insolvenz des Zweibrücker Flughafens Klaus Jensen, Ehegatte der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin, Frau Malu Dreyer. Und obwohl mehrere Angebote im zweistelligen Millionenbereich vorlagen, wurde der ZQW für 4.037.000 Euro an die TRIWO AG verkauft, wie man mehreren Medien, u.a. Sat1, entnehmen kann: www.1730live.de/flughafen-zweibruecken-verramscht/

Als weitere Folge nahmen genannte Fluggesellschaften ihren Betrieb wie ursprünglich auf dem länger bestehenden Flughafen Saarbrücken wieder auf. Aufgrund der Landebahn von 2.670 Metern war im Mai 2010 sogar das größte Frachtflugzeug der Welt, die Antonov, in Zweibrücken gelandet, wie damals der Pfälzer Merkur brichtete. Die Start- und Landebahn des Flughafens Saarbrücken (SCN) ist allerdings nur 1.990 Meter lang, wobei der SCN nach Berichten von adv.aero/aktuelle-verkehrszahlen/ seit 2016 in allen Bereichen ins Minus gefahren wurde. Der Flughafen Zweibrücken wäre ausbaufähig, außerdem wäre durchaus noch Platz für eine zweite Landebahn. Folglich ist es für die gesamte Region von Vorteil, wenn die TRIWO AG ihren Standort nach Saarbrücken (SCN) verlegt und der Flughafen Zweibrücken wiedereröffnet wird.

Sowohl demokratisch als auch rechtlich wäre es die Möglichkeit, wenn sich jeder wahlpflichtige Bürger Zweibrückens mit dem obligatorischen Betrag von 1 EUR am Wiedererwerb des ZQW als Spende beteiligt (Beträge über 1 EUR sind freiwillig und gleichgewichtet), und im Gegenzug bei künftigen Änderungen des ZQW die Bürger gefragt werden müssen (beispielsweise während jeder Kommunalwahl), wobei dann die Mehrheit der Stimmen Aussagekraft besitzt.

Attraktivität & Lukrativität:

Die Stadt Zweibrücken, bereits im Jahr 1170 n.Chr. erstmals öffentlich genannt, ist aufgrund ihrer zahlreichen Bäche als "Stadt des Wassers" bekannt, liegt unmittelbar der ehemaligen saarländischen Grenze und nah an Frankreich, und verfügt über eine Jahrhunderte alte Historie: Viele verschiedene Nationen, darunter die Schweden, die Franzosen, die Kanadier und die US-Amerikaner waren und sind in Zweibrücken heimisch geworden. Zu ihren überregional bekanntesten Attraktionen zählen der Rosengarten sowie das Gestüt, in welchem Weltmeisterpferde gezüchtet wurden (daher auch der Beiname "Stadt der Rosen und Rosse"), das Leichtatlethikzentrum Zweibrücken (LAZ), wo auch Weltmeister Raphael Holzdeppe trainiert hat, und nicht zuletzt das Zweibrücker Stadtfest. Außerdem sind unmittelbar in Flugplatznähe bereits der Gewerbepark sowie Deutschlands größte Fashion Outlets angesiedelt, die von Besuchern auch außerhalb Europas besucht werden. Die im Jahr 1994 errichtete Fachhochschule genießt inzwischen deutschlandweit einen sehr guten Ruf.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Ralf Ebersoldt aus Rösrath
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Neuigkeiten

Pro

Im Jahr 2017 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH, der 2014 die Insolvenz beschlossen hat), widerum beschlossen, dass die Eurowings GmbH (damals Germanwings) 1,2 Millionen Euro NICHT zurückzahlen muss. Für mich der wichtige Schritt in die richtige Richtung: Nämlich Wiederaufnahme des Verfahrens und Wiedereröffnung des ZQW!

Contra

Aus Klimaschutzgründen sollte man das Fliegen verbieten oder zumindest so verteuern, daß man sich zweimal überlegt, was man seinem Planeten antut! Am besten wäre es, die Flächen zu entsiegeln und Bäume zu pflanzen.

Warum Menschen unterschreiben

  • am 30.11.2018

    Wir sind immer gerne von Zweibrücken nach Gran Canaria geflogen. Die Start- und Landebahn ist deutlich länger als in Saarbrücken und so ist es für mich mit Tinnitus und Schwindel angenehmer zu fliegen. Außerdem habe ich die Kompetenz der Flughafenmitarbeiter in Zweibrücken sehr geschätzt.

  • am 29.11.2018

    Der Zweibrücker Flughafen liegt meinem Wohnort näher und ist besser erreichbar als jeder andere Flughafen!

  • am 28.11.2018

    Der einzigen sichere und ausbaufähige Flughafen in der Region, der zudem eine ordentliche Verkehrsanbindung hat.

  • am 28.11.2018

    Unmittelbare Nähe des Flughafens, Wenn dann noch Flüge nach Madeira stattfinden würden, würde ich diesen Flughafen mehrfach im Jahr benutzen.

  • Peter Gerber Woustviller

    am 28.11.2018

    ZQW war ein Flughafen von dem ich gerne nach LPA und auch zu anderen Zielen flog. Dort fühlte ich mich sicherer als auf der kurzen Bahn SCN. Wie der Flughafen politisch verramscht wurde zu einem viel zu niedrigen Preis ist Bananenrepublik und wirft kein schönes Bild auf Dreyer und Konsorten.

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