Nach den gesetzlichen Vorgaben gilt für alle Beamten in Niedersachsen im Jahresdurchschnitt die 40-Stunden-Woche, und damit auch für Lehrkräfte. Doch die wöchentliche Arbeitszeit der Lehrer liegt, wie alle Untersuchungen zeigen, schon seit Jahren wesentlich höher. Und immer weitere schwierige und zeitaufwändige Aufgaben müssen bewältigt werden, wodurch sich die Arbeitszeit der Lehrer an allen Schulformen ständig weiter erhöht.

Dadurch fehlt den Lehrkräften zunehmend auch die notwendige Zeit für die bestmögliche Förderung und Betreuung ihrer Schülerinnen und Schüler. Bei der Forderung nach der 40-Stunden-Woche auch für Lehrer geht es daher auch um bessere Lern- und Arbeitsbedingungen für unsere Schülerinnen und Schüler und um eine leistungsfähige Schule in Niedersachsen, in der unsere Kinder gern und erfolgreich lernen.

Deshalb müssen wir jetzt handeln.

Wir fordern die Kultusministerin und den Landtag auf: • Setzen Sie endlich die 40-Stunden-Woche auch für Lehrer um! • Senken Sie die Unterrichtsverpflichtungen und bauen Sie Aufgaben ab! • Sorgen Sie für Anrechnungsstunden für besondere Funktionen und Aufgaben! • Halten Sie die Bestimmungen des Arbeitsschutzgesetzes auch für Lehrkräfte ein!

Weitere Informationen dazu auf www.40-Stunden-Woche-auch-für-Lehrer.de. Dort halten wir Sie auch über den Stand der politischen Gespräche und Aktionen auf dem Laufenden.

Begründung

Nur eine 40-Stunden-Woche bringt wirkliche Verbesserungen für Schülerinnen und Schüler wie für Lehrkräfte.

Daher bitten wir Sie: • Unterstützen Sie unsere Forderungen und unterzeichnen Sie diese Petition. • Nutzen Sie auch Mails, Links, soziale Netzwerke und Unterschriftenlisten.

Helga Olejnik Philologenverband Niedersachsen

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Philologenverband Niedersachsen aus Hannover
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  • Im August 2016 hatten wir unsere Petition „Wir fordern: 40-Stunden-Woche auch für Lehrer“ an Landtagspräsident Bernd Busemann übergeben. Mit dieser Petition fordern wir die Landesregierung auf, endlich die auch für Lehrer gesetzlich vorgeschriebene 40-Stunden-Woche durch Senkung der Unterrichtsverpflichtung, Erhöhung der Anrechnungsstunden und Abbau von Aufgaben umzusetzen und insgesamt die geltenden Arbeitszeit- und Arbeitsschutzbestimmungen einzuhalten.

    Wie der Petitionsausschuss jetzt mit dieser Petition, die endlich rechtskonformes Handeln der Landesregierung einfordert, umgegangen ist, hat uns empört: Die rot-grüne Mehrheit im Petitionsausschuss hat eine Überweisung der Petition an den fachlich zuständigen Kultusausschuss und damit eine Anhörung unsererseits in dem Ausschuss verhindert. Die Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses an den Landtag – ebenfalls mit rot-grüner Mehrheit gefasst – lautet auf „Material“, womit der Landesregierung „anheimgestellt“ wird, sich damit „ggf.“ zu befassen - und dies trotz Tausender von Unterschriften unter die Petition und trotz der ständigen Lippenbekenntnisse der Regierungsfraktionen, Bürgerrechte und Petitionen stärken zu wollen - Lippenbekenntnisse, die, dieser Eindruck entsteht leider, anscheinend nicht für unliebsame Petitionen gelten.

    Wir haben aus diesem Grund eine Pressemitteilung herausgegeben, die Sie unter www.phvn.de finden. Aktueller Anlass ist, dass in der heutigen Landtagssitzung, also am heutigen Donnerstag, 6. April 2017, 15.00 Uhr die Petition auf der Tagesordnung im Landtag steht und sicherlich inhaltlich sehr strittig und heftig diskutiert werden wird. Die für knapp 40 Minuten geplante Landtagsdebatte zu unserer Petition können Sie im Live-Stream des NDR unter www.landtag-niedersachsen.de/videouebertragungen/ am Computer miterleben.

    Über unser weiteres Vorgehen werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

    Helga Olejnik

  • Das bevorstehende Jahresende ist für mich Anlass, Ihnen für Ihre Beteiligung an der Petition „Wir fordern: 40-Stunden-Woche auch für Lehrer“ herzlich zu danken und Ihnen einen Zwischenbericht zu geben. Unsere Petition ist weiter hoch aktuell, denn das Land weigert sich immer noch, die Arbeitszeit der Lehrkräfte an die gesetzlichen Vorgaben anzupassen und zu senken - ja das Gegenteil ist der Fall: Immer weitere neue Aufgaben werden den Lehrkräften aufgebürdet, ohne dass gesagt wird, wer das alles wann und wie leisten soll.

    Die Übergabe der Petition an Landtagspräsident Bernd Busemann haben wir mit einer Pressemitteilung begleitet, die in den Medien auf große Resonanz gestoßen ist. Wir haben in dieser Pressemitteilung insbesondere auch unterstrichen, dass die Abgeordneten des Landtages in der Verantwortung dafür stehen, dass die von ihnen beschlossenen Gesetze von der Landesregierung umgesetzt werden, was derzeit in Bezug auf die rechtsverbindlich vorgeschriebene 40-Stunden-Woche für Lehrer nicht der Fall ist.

    Außerdem haben wir dem Landtagspräsidenten nicht nur die Petition selbst, sondern auch die vielen Kommentare der Unterzeichner übergeben, in denen eindrucksvoll und oft auch bedrückend die missliche berufliche Situation der niedersächsischen Lehrer geschildert wird – denn immer weitere ihnen übertragene Aufgaben und immer weiter steigende Belastungen führen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen, und den Lehrern fehlen zunehmend Zeit und Kraft, ihre Schüler bestmöglich zu fördern.

    Mit der Petition befasst sich nun der Petitionsausschuss. Die Fraktionen haben zwischenzeitlich ihre Berichterstatter benannt, und die Landesregierung ist zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert worden. Nach Vorliegen der Stellungnahme wird der Petitionsausschuss das weitere Vorgehen beschließen. Wir werden Sie weiter unterrichten und auf dem Laufenden halten.

    Die Pressemitteilung zur Übergabe der Petition finden Sie unter www.phvn.de/images/Pr250816.pdf, die Kommentare der Unterstützer unter www.phvn.de/images/Pr250816_E.pdf.

    Helga Olejnik
    Philologenverband Niedersachsen

Pro

"Ferien = Urlaub". Willkommen im Märchenland. Wenn ich meine Korrekturzeiten in den Ferien und vor allem meine ganzen durchkorrigierten Wochenenden abziehe, bleiben mir noch max. 5 Wochen Sommerferien als Urlaub. Das sind 25 Werktage. Wie viel habt ihr?

Contra

Grundsätzlich vielleicht keine schlechte Idee - aber in der Tat etwas unausgegoren umgesetzt. Auch mir stellt sich die Frage, was für Folgen eine solche Regelung in bezug auf Anwesenheitspflicht, "Arbeitstage" in den Ferien, etc. hätte. Wenn man schon für mehr Gerechtigkeit im Schuldienst kämpft, würde ich mir viel mehr eine Berücksichtigung von Kurs-/Klassengrößen, Zahl der Korrekturen und unterschiedlichem Arbeitsaufwand in verschiedenen Fächern wünschen!