Klinikum Lippe: Aufklärung jetzt – Ausschuss zur Aufarbeitung einsetzen!

Petition richtet sich an:
Kreistag des Kreises Lippe

403 Unterschriften

12 %
323 von 2.600 für Quorum in Kreis Lippe Kreis Lippe

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  1. Gestartet 20.08.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Kreistag des Kreises Lippe

Das Klinikum Lippe ist ein kommunales Krankenhaus im Eigentum des Kreises Lippe und gehört damit letztlich den Bürgern des Kreises. Wichtige Entscheidungen müssen daher transparent, wirtschaftlich und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger sowie der Patientinnen und Patienten getroffen werden.

Seit längerer Zeit gibt es Hinweise auf mögliche Missstände und Fehlentscheidungen während der Amtszeit des ehemaligen Geschäftsführers Dr. Johannes Hütte (2016–2025) bei Bauprojekten, Investitionen und der Personalführung, die dem Klinikum erhebliche personelle wie finanzielle Schäden verursacht haben könnten.

Wir fordern daher den Kreistag des Kreises Lippe auf, einen zeitlich befristeten Ausschuss zur Aufarbeitung einzusetzen.(Kreisordnung NRW: Nach § 41 Abs. 1) Dieser soll die Aufarbeitung von Entscheidungen und Vorgängen während der Amtszeit des ehemaligen Geschäftsführers Dr. Johannes Hütte (2016–2025) am Klinikum Lippe begleiten und koordinieren. Der Kreis Lippe soll dabei sämtliche ihm rechtlich zur Verfügung stehenden Informations-, Kontroll- und Gesellschafterrechte nutzen, um eine umfassende Aufarbeitung zu ermöglichen.

Gegenstand der Aufarbeitung sollen insbesondere folgende Fragen sein:

  • ob Bau- und Investitionsentscheidungen wirtschaftlich und rechtmäßig waren,
  • ob öffentliche Gelder ordnungsgemäß verwendet wurden,
  • ob Vergaben transparent erfolgten,
  • ob es Fehlentwicklungen in der Personalführung gab und welche Erkenntnisse sich hierzu aus der Mitarbeiterbefragung 2023 ergeben,
  • welche finanziellen Folgen, insbesondere auch durch arbeitsgerichtliche Auseinandersetzungen, entstanden sind und
  • ob und gegebenenfalls welche Auswirkungen dies auf Patientensicherheit, Mitarbeitende und die medizinische Versorgung im Kreis Lippe hatte.

Der Abschlussbericht soll innerhalb einer festgelegten Frist erstellt und, soweit rechtlich möglich, veröffentlicht werden. Die Unterzeichnenden und die Antragsteller erwarten eine transparente Aufarbeitung – im Interesse der Patientensicherheit und des verantwortungsvollen Umgangs mit öffentlichen Mitteln.

Begründung

Klinikum Lippe: ein kommunales Krankenhaus
Das Klinikum Lippe ist ein öffentliches Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft; alleiniger Gesellschafter ist der Kreis Lippe. Es wird in erheblichem Umfang mit öffentlichen Mitteln unterstützt. Entscheidungen von großer Tragweite müssen deshalb transparent und überprüfbar sein.
( https://www.klinikum-lippe.de/management/?utm_source=chatgpt.com )
Öffentlich dokumentierte Vorgänge aus der Amtszeit des damaligen Geschäftsführers Dr. Johannes Hütte (2016–2025) begründen aus Sicht des Aktionsbündnisses Aufklärungsbedarf in vier Bereichen:

1. Standortplanung Lemgo
Die 2024 vorgestellte Standortstrategie sah vor, in Lemgo unter anderem Innere Medizin und Geriatrie sowie ambulante Angebote zu belassen. Eine Notfallversorgung war in der Darstellung des Kreises vom 2. Oktober 2024 nicht vorgesehen; zugleich sollten für die Akutversorgung bedeutsame Fachabteilungen nach Detmold verlagert werden.
Am 20. Oktober 2024 wurde berichtet, Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann habe klargestellt, Lemgo solle als Krankenhaus der Grundversorgung mit Notaufnahme erhalten bleiben. In der am 13. November 2024 beschlossenen Neuausrichtung wurde die Notfallversorgung wieder vorgesehen. Der Kreis bestätigte, dass sie im ursprünglichen Konzept aus Personal- und Kostengründen entfallen sollte und das Ministerium sich für ihren Erhalt ausgesprochen hatte. Dies wirft Fragen zur Vorbereitung und Abstimmung der Standortentscheidung auf.
Quellen:
https://www.cdu-oerlinghausen.de/news/lokal/92/Krankenhaus-in-Lemgo-bleibt.html

2. Baupartner ACUO
Im Frühjahr 2026 wurde bekannt, dass der Aufsichtsrat die Geschäftsführung zu rechtlichen Schritten gegen den Baupartner ermächtigt hatte. Im Raum stehen Schadensersatz-, Rückzahlungs- und Gewährleistungsansprüche in erheblicher Höhe. Landrat Meinolf Haase kündigte zudem eine Prüfung der Vergabevorgänge durch die Revision des Kreises an.
Quellen:
https://www.medconweb.de/blog/kliniknews/klinikum-lippe-bereitet-klage-gegen-baupartner-vor/

3. Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen
Nach Presseberichten nahm die Staatsanwaltschaft Bielefeld Ermittlungen wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei Bautätigkeiten am Klinikum Lippe wieder auf. Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens besteht zusätzliches öffentliches Interesse an einer transparenten Aufarbeitung.

4. Personalführung und Mitarbeiterbefragung
Während der Amtszeit Dr. Hüttes wurden wiederholt personelle Konflikte öffentlich. Das Fachmedium kma berichtete 2023 über freigestellte Mediziner. Auch Verdi und IG Metall äußerten sich; die IG Metall kritisierte insbesondere Umgangston und Führungsverhalten.
2023 führte das Klinikum erstmals eine externe Mitarbeiterbefragung durch. Nach Presseberichten beteiligten sich 54 Prozent der Beschäftigten. Nach Angaben des Klinikums sollten auch kritische Hinweise zu Organisation und Führung erhoben werden. Die Ergebnisse wurden intern vorgestellt. Radio Lippe berichtete über erhebliche Probleme im Miteinander und auf Führungsebenen; die konkrete Bewertung des Geschäftsführers wurde dem Bericht zufolge nicht veröffentlicht.
Quellen:
https://www.kma-online.de/aktuelles/koepfe/detail/aufsichtsrat-sieht-shitstorm-gegen-klinikum-lippe-chef-49264
https://www.klinikum-lippe.de/mitarbeiterbefragung/

Zusammenfassung
Die vier dargestellten Entwicklungen betreffen unterschiedliche Bereiche – Standortplanung, Bau- und Vergabewesen, staatsanwaltschaftliche Ermittlungen sowie Personalführung. Gemeinsam begründen sie aus Sicht des Aktionsbündnisses erheblichen Aufklärungsbedarf hinsichtlich der damaligen Entscheidungsprozesse, der Verwendung öffentlicher Mittel sowie der Führung und Kontrolle des Klinikums Lippe.
Ziel der Aufarbeitung ist eine nachvollziehbare Klärung der Vorgänge und die Frage, welche Konsequenzen für Transparenz, Kontrolle und zukünftige Unternehmensführung eines kommunalen Krankenhauses daraus zu ziehen sind.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Aktionsbündnis Klinikum Lippe e.V., Detmold
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 20.08.2026
Sammlung endet: 19.02.2027
Region: Kreis Lippe
Kategorie: Gesundheit

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Neuigkeiten

  • Die jüngsten Berichte über erhebliche Vergabeverstöße am Klinikum Lippe zeigen, wie wichtig eine unabhängige Aufarbeitung der Vorgänge ist.

    Unsere Petition hat bereits zahlreiche Unterstützer gefunden. Gemessen an der Bedeutung der aufgeworfenen Fragen ist die Zahl der Unterschriften jedoch noch viel zu gering.

    Deshalb unsere Bitte an alle bisherigen Unterzeichner:
    Helfen Sie mit, die Petition bekannter zu machen!

    Teilen Sie den Link mit Freunden, Bekannten und Kollegen, in sozialen Netzwerken und in Ihren persönlichen Kontakten. Machen Sie Menschen auf die Petition aufmerksam, damit sie sich selbst ein Bild machen können. Die öffentliche Diskussion hat inzwischen erheblich an Dynamik gewonnen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Petition auch möglichst viele Menschen erreicht.

    Bitte nicht nur unterschreiben – auch weiterverbreiten!

  • Am 8. September 2026 forderte die Berliner Anwaltskanzlei Schertz Bergmann im Auftrag des ehemaligen Geschäftsführers Dr. Johannes Hütte, zentrale Aussagen unserer Petition über mögliche Missstände bei Bauprojekten, Investitionen und in der Personalführung nicht weiterzuverbreiten.

    Unser Rechtsanwalt Eberhard Reinecke wies die Forderung zurück. Seitdem ist uns keine weitere Reaktion der Kanzlei bekannt geworden.

    Die jüngsten Ereignisse scheinen die damalige Unterlassungsforderung inzwischen inhaltlich überholt zu haben. Die Rechnungsprüfung hat erhebliche Vergabeverstöße festgestellt, der Prüfbericht liegt bei der Staatsanwaltschaft.

    Doch war der Versuch, Kritiker mit juristischen Mitteln unter Druck zu setzen, möglicherweise auch Bestandteil der damaligen Führungskultur am Klinikum?

    Es gibt zahlreiche Hinweise auf Konflikte mit kritischen Mitarbeitern, Freistellungen, Kündigungen und arbeitsgerichtliche Auseinandersetzungen. Es muss untersucht werden, ob rechtliche und arbeitsrechtliche Maßnahmen auch gezielt eingesetzt wurden, um Kritik zu unterdrücken. Dazu fordern wir insbesondere die Offenlegung folgender Informationen:

    Mitarbeiterbefragung: Veröffentlichung der vollständigen, anonymisierten Originalauswertungen. Wie entwickelten sich das Vertrauen in die Führung, die psychische Belastung und der Umgang mit Kritik?

    Arbeitsgerichtliche Verfahren: Anzahl und Häufigkeit im Verhältnis zur Beschäftigtenzahl, betroffene Berufsgruppen, Konfliktursachen und Verfahrensausgänge. Gab es auffällige Muster?

    Finanzielle Folgen: Höhe der Abfindungen, Vergleichszahlungen, Gerichts- und Anwaltskosten. Welche Gesamtkosten entstanden dem Klinikum durch arbeitsrechtliche Konflikte, und in welchem Umfang wurde der Aufsichtsrat darüber informiert?

    Eine umfassende Aufarbeitung darf nicht bei der wirtschaftlichen Verantwortung der ehemaligen Geschäftsführung enden. Auch die damalige Führungskultur, der Umgang mit kritischen Mitarbeitern und die finanziellen Folgen der Personalpolitik müssen untersucht werden.

  • In einer aktuellen Pressemitteilung begrüßt die Kreistagsfraktion Die Linke die Übergabe des Prüfberichts zu den erheblichen Vergabeverstößen am Klinikum Lippe an die Staatsanwaltschaft Bielefeld. Gleichzeitig fordert sie eine vollständige Aufarbeitung der Vorgänge und die Klärung der politischen und persönlichen Verantwortung.

    Besonders bemerkenswert ist dabei, dass Sascha Hoffmann, Kreistagsmitglied der Linken, den Vorsitz des Rechnungsprüfungsausschusses innehat.

    Dieser Ausschuss wurde vom Kreistag am 6. Oktober 2025 mit der Prüfung des Klinikums beauftragt. Die nun vorliegenden Ergebnisse der örtlichen Rechnungsprüfung dokumentieren erhebliche Verstöße gegen das Vergaberecht im Untersuchungszeitraum 2016 bis 2025.

    Die Linke fordert ausdrücklich, dass die Aufarbeitung nicht bei der ehemaligen Geschäftsführung endet. In ihrer Pressemitteilung heißt es:

    „Insbesondere Aufsichtstrat und Gesellschafterversammlung sind aufgerufen schlüssig zu erklären, wie es zu so etwas kommen konnte.“

    Darüber hinaus verlangt die Fraktion vollständige Transparenz gegenüber dem Kreistag, die Untersuchung der tatsächlichen Baudurchführung sowie die Aufklärung der Verantwortung aller beteiligten Gesellschaften und Gremien.

    Die Pressemitteilung zeigt, dass die politische Aufarbeitung über die bereits festgestellten Vergabeverstöße hinausgehen soll und insbesondere die Verantwortung der damaligen Kontrollgremien thematisiert.

Warum Menschen unterschreiben

Weil Krankenhäuser nicht profitorientiert sein sollten. Und jede Entscheidung, die das Versorgungssystem in Lippe einschränkt, alle Lipper*innen etwas angeht.

Wir brauchen alle Fakten!

Kann es bitte mal alles genau aufgeklärt werden, damit die Bürger bestens informiert sind? Das wäre super!

Es wäre einfach wünschenswert wenigstens im Notfall ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen zu können .
Vor allem vor dem Hintergrund , dass es nicht möglich ist einen regulären Hausarzt zu finden welcher Patienten aufnimmt .

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