Region: Lippe

Klinikum Lippe: Aufklärung jetzt – Ausschuss zur Aufarbeitung einsetzen!

Petition is addressed to:
Kreistag des Kreises Lippe

387 Signatures

12 %
309 from 2,600 for quorum in Lippe Lippe

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  1. Launched 20/08/2026
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Petition addressed to: Kreistag des Kreises Lippe

Das Klinikum Lippe ist ein kommunales Krankenhaus im Eigentum des Kreises Lippe und gehört damit letztlich den Bürgern des Kreises. Wichtige Entscheidungen müssen daher transparent, wirtschaftlich und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger sowie der Patientinnen und Patienten getroffen werden.

Seit längerer Zeit gibt es Hinweise auf mögliche Missstände und Fehlentscheidungen während der Amtszeit des ehemaligen Geschäftsführers Dr. Johannes Hütte (2016–2025) bei Bauprojekten, Investitionen und der Personalführung, die dem Klinikum erhebliche personelle wie finanzielle Schäden verursacht haben könnten.

Wir fordern daher den Kreistag des Kreises Lippe auf, einen zeitlich befristeten Ausschuss zur Aufarbeitung einzusetzen.(Kreisordnung NRW: Nach § 41 Abs. 1) Dieser soll die Aufarbeitung von Entscheidungen und Vorgängen während der Amtszeit des ehemaligen Geschäftsführers Dr. Johannes Hütte (2016–2025) am Klinikum Lippe begleiten und koordinieren. Der Kreis Lippe soll dabei sämtliche ihm rechtlich zur Verfügung stehenden Informations-, Kontroll- und Gesellschafterrechte nutzen, um eine umfassende Aufarbeitung zu ermöglichen.

Gegenstand der Aufarbeitung sollen insbesondere folgende Fragen sein:

  • ob Bau- und Investitionsentscheidungen wirtschaftlich und rechtmäßig waren,
  • ob öffentliche Gelder ordnungsgemäß verwendet wurden,
  • ob Vergaben transparent erfolgten,
  • ob es Fehlentwicklungen in der Personalführung gab und welche Erkenntnisse sich hierzu aus der Mitarbeiterbefragung 2023 ergeben,
  • welche finanziellen Folgen, insbesondere auch durch arbeitsgerichtliche Auseinandersetzungen, entstanden sind und
  • ob und gegebenenfalls welche Auswirkungen dies auf Patientensicherheit, Mitarbeitende und die medizinische Versorgung im Kreis Lippe hatte.

Der Abschlussbericht soll innerhalb einer festgelegten Frist erstellt und, soweit rechtlich möglich, veröffentlicht werden. Die Unterzeichnenden und die Antragsteller erwarten eine transparente Aufarbeitung – im Interesse der Patientensicherheit und des verantwortungsvollen Umgangs mit öffentlichen Mitteln.

Reason

Klinikum Lippe: ein kommunales Krankenhaus
Das Klinikum Lippe ist ein öffentliches Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft; alleiniger Gesellschafter ist der Kreis Lippe. Es wird in erheblichem Umfang mit öffentlichen Mitteln unterstützt. Entscheidungen von großer Tragweite müssen deshalb transparent und überprüfbar sein.
( https://www.klinikum-lippe.de/management/?utm_source=chatgpt.com )
Öffentlich dokumentierte Vorgänge aus der Amtszeit des damaligen Geschäftsführers Dr. Johannes Hütte (2016–2025) begründen aus Sicht des Aktionsbündnisses Aufklärungsbedarf in vier Bereichen:

1. Standortplanung Lemgo
Die 2024 vorgestellte Standortstrategie sah vor, in Lemgo unter anderem Innere Medizin und Geriatrie sowie ambulante Angebote zu belassen. Eine Notfallversorgung war in der Darstellung des Kreises vom 2. Oktober 2024 nicht vorgesehen; zugleich sollten für die Akutversorgung bedeutsame Fachabteilungen nach Detmold verlagert werden.
Am 20. Oktober 2024 wurde berichtet, Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann habe klargestellt, Lemgo solle als Krankenhaus der Grundversorgung mit Notaufnahme erhalten bleiben. In der am 13. November 2024 beschlossenen Neuausrichtung wurde die Notfallversorgung wieder vorgesehen. Der Kreis bestätigte, dass sie im ursprünglichen Konzept aus Personal- und Kostengründen entfallen sollte und das Ministerium sich für ihren Erhalt ausgesprochen hatte. Dies wirft Fragen zur Vorbereitung und Abstimmung der Standortentscheidung auf.
Quellen:
https://www.cdu-oerlinghausen.de/news/lokal/92/Krankenhaus-in-Lemgo-bleibt.html

2. Baupartner ACUO
Im Frühjahr 2026 wurde bekannt, dass der Aufsichtsrat die Geschäftsführung zu rechtlichen Schritten gegen den Baupartner ermächtigt hatte. Im Raum stehen Schadensersatz-, Rückzahlungs- und Gewährleistungsansprüche in erheblicher Höhe. Landrat Meinolf Haase kündigte zudem eine Prüfung der Vergabevorgänge durch die Revision des Kreises an.
Quellen:
https://www.medconweb.de/blog/kliniknews/klinikum-lippe-bereitet-klage-gegen-baupartner-vor/

3. Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen
Nach Presseberichten nahm die Staatsanwaltschaft Bielefeld Ermittlungen wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei Bautätigkeiten am Klinikum Lippe wieder auf. Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens besteht zusätzliches öffentliches Interesse an einer transparenten Aufarbeitung.

4. Personalführung und Mitarbeiterbefragung
Während der Amtszeit Dr. Hüttes wurden wiederholt personelle Konflikte öffentlich. Das Fachmedium kma berichtete 2023 über freigestellte Mediziner. Auch Verdi und IG Metall äußerten sich; die IG Metall kritisierte insbesondere Umgangston und Führungsverhalten.
2023 führte das Klinikum erstmals eine externe Mitarbeiterbefragung durch. Nach Presseberichten beteiligten sich 54 Prozent der Beschäftigten. Nach Angaben des Klinikums sollten auch kritische Hinweise zu Organisation und Führung erhoben werden. Die Ergebnisse wurden intern vorgestellt. Radio Lippe berichtete über erhebliche Probleme im Miteinander und auf Führungsebenen; die konkrete Bewertung des Geschäftsführers wurde dem Bericht zufolge nicht veröffentlicht.
Quellen:
https://www.kma-online.de/aktuelles/koepfe/detail/aufsichtsrat-sieht-shitstorm-gegen-klinikum-lippe-chef-49264
https://www.klinikum-lippe.de/mitarbeiterbefragung/

Zusammenfassung
Die vier dargestellten Entwicklungen betreffen unterschiedliche Bereiche – Standortplanung, Bau- und Vergabewesen, staatsanwaltschaftliche Ermittlungen sowie Personalführung. Gemeinsam begründen sie aus Sicht des Aktionsbündnisses erheblichen Aufklärungsbedarf hinsichtlich der damaligen Entscheidungsprozesse, der Verwendung öffentlicher Mittel sowie der Führung und Kontrolle des Klinikums Lippe.
Ziel der Aufarbeitung ist eine nachvollziehbare Klärung der Vorgänge und die Frage, welche Konsequenzen für Transparenz, Kontrolle und zukünftige Unternehmensführung eines kommunalen Krankenhauses daraus zu ziehen sind.

Thank you so much for your support, Aktionsbündnis Klinikum Lippe e.V., Detmold
Ask the initiator

Petition details

Petition started: 20 Aug 2026
Collection ends: 02/19/2027
Region: Lippe
Topic: Health

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News

  • Die Aufarbeitung der Vorgänge am Klinikum Lippe hat eine neue Dimension erreicht.

    Wie die Lippische Landes-Zeitung berichtet, hat das Rechnungsprüfungsamt des Kreises Lippe die Vergabepraxis des Klinikums für den Zeitraum 2016 bis 2025 untersucht. Das Ergebnis ist deutlich: Die Prüfer stellten „vergaberechtliche Verstöße in erheblichem Umfang“ sowie strukturelle und organisatorische Defizite bei Vergabe, Beschaffung, Kontrolle und Freigabe fest.

    Nach dem Bericht wurden in einzelnen Fällen Leistungen ohne die erforderliche europaweite Ausschreibung vergeben. Zudem fehlten wichtige Unterlagen oder konnten den Prüfern teilweise erst nach wiederholter Aufforderung zur Verfügung gestellt werden. Besonders schwer wiegt die Feststellung, dass ein späterer Auftragnehmer bereits an vorbereitenden Arbeiten beteiligt gewesen sein soll. Damit stellt sich nach Auffassung der Prüfer die Frage, ob die Chancengleichheit der Bieter gewährleistet war oder Vergabeverfahren möglicherweise auf ein bestimmtes Unternehmen ausgerichtet waren.

    Landrat Meinolf Haase hat den Prüfbericht inzwischen an die Staatsanwaltschaft Bielefeld weitergeleitet. Die strafrechtliche Bewertung der festgestellten Vorgänge liegt nun bei der Staatsanwaltschaft.

    Auch der WDR hat das Thema heute aufgegriffen und berichtet unter der Überschrift „Wurden millionenschwere Bauaufträge gezielt vergeben?“ über die Ergebnisse der Rechnungsprüfung. Nach unseren Informationen wird heute Abend auch die WDR Lokalzeit OWL über die Vorgänge am Klinikum Lippe berichten. Darüber hinaus hat Landrat Haase gegenüber dem WDR angekündigt, nun auch die Rechtmäßigkeit der Baudurchführung überprüfen zu lassen.

    Für uns zeigen diese Entwicklungen, wie notwendig eine umfassende Aufarbeitung der Vorgänge am Klinikum Lippe ist. Die strafrechtliche Prüfung durch die Staatsanwaltschaft ist dabei ein wichtiger Teil. Sie beantwortet jedoch nicht die politischen Fragen nach Verantwortung, Aufsicht und Kontrolle und danach, wie die nun festgestellten strukturellen Defizite über Jahre bestehen konnten.

    Deshalb halten wir an unserer Forderung nach einer umfassenden politischen Aufklärung der Vorgänge am Klinikum Lippe fest.

    Berichterstattung vom 8. Oktober 2026
    Lippische Landes-Zeitung:
    Prüfer sind sich sicher: Vergabeverstöße im Klinikum Lippe „in erheblichem Umfang
    WDR:
    Wurden millionenschwere Bauaufträge gezielt vergeben?

    Radio Lippe:
    Klinikum Lippe: Rechnungsprüfer sehen erhebliche Vergabeverstöße

    Neue Westfälische:
    Prüfer sind sich sicher: Vergabeverstöße im Klinikum Lippe in erheblichem Umfang

  • Liebe Freundinnen und Freunde des Klinikum Lippe, des Bürgerbegehrens und jetzt der Petition,

    in der Anlage eine Pressemitteilung der IG-Metall zum Klinikum-Lippe komplex. Wir glauben, dass sie zeitnahe veröffentlict wird und hoffen, dass auch ver.di und der DGB in Lippe entsprechend reagieren werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Aktionsbündnis Klinikum Lippe

  • Liebe Freundinnen und Freunde des Klinikum Lippe, des Bürgerbegehrens und unserer Petition,

    gestern konnte Walter Brinkmann auf Einladung der IG Metall unsere Petition auf der Delegiertenkonferenz vorstellen und die Hintergründe erläutern.

    Seine Argumente für unsere Petition wurden vom 1. Bevollmächtigten der IG-Metall-Verwaltungsstelle, Daniel Salewski, aufgegriffen und mit einem engagierten Wortbeitrag unterstützt.

    Inzwischen hat die IG Metall Lippe unsere Petition auch auf ihrer Homepage veröffentlicht. Die Delegierten wurden von Daniel Salewski ausdrücklich dazu aufgerufen, die Petition auch in den Betrieben bekannt zu machen und für Unterstützung zu werben.

    Darüber hinaus hat Walter Brinkmann auf Anfrage zugesagt, kurzfristig kleine Informationskarten mit einem QR-Code zur Petition drucken zu lassen. Diese können beispielsweise am 26. September an Teilnehmerinnen und Teilnehmer verteilt werden, die mit den Bussen zur DGB-Demonstration gegen Sozialabbau nach Essen fahren.

    Für unser Bündnis und insbesondere für die weitere Verbreitung der Petition war diese Veranstaltung ein großer Erfolg.

    Wir bedanken uns bei Daniel Salewski, der IG Metall Lippe und den Delegierten für die Unterstützung.

Why people sign

Es wäre einfach wünschenswert wenigstens im Notfall ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen zu können .
Vor allem vor dem Hintergrund , dass es nicht möglich ist einen regulären Hausarzt zu finden welcher Patienten aufnimmt .

C

Jakob Wiens

Kwast

Das Vertrauen in öffentliche Institutionen darf nicht weiter leiden.

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