Region: Osnabrück

Busknoten Neumarkt und Ruhepol Johannisfreiheit erhalten! Keine Mehrbelastung der Johannisstraße!

Petition richtet sich an
Die Ratsmitglieder und die Oberbürgermeisterin der Stadt Osnabrück

1.700 Unterschriften

86 %
1.380 von 1.600 für Quorum in Osnabrück Osnabrück

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Petition richtet sich an: Die Ratsmitglieder und die Oberbürgermeisterin der Stadt Osnabrück

Am zentralen Busknoten Neumarkt in Osnabrück soll für 70% der Busse die Durchfahrt gesperrt werden.
So die Beschlüsse von CDU, Bündnis90/Die Grünen und SPD im Stadtrat Osnabrück. Für die in Ost-West-Richtung gesperrten 70 Meter vor dem Landgericht wird eine 1000 Meter lange Umfahrung durch die Innenstadt ausgebaut.
Die Umfahrung führt u.a. durch den historischen Kern der Neustadt, die begrünte Johannisfreiheit. Diese schmale Durchfahrt teilt sich der Radverkehr aktuell nur mit den Einsatzfahrzeugen auf dem Weg zu den Krankenhäusern. Die Öffnung der Johannisfreiheit für den dauerhaften Busbetrieb erfordert eine großflächige Betonierung wie schon die Johannisstraße.

Negative Folgen für die Innenstadt und deren Anbindung sind unter anderem:

  • Schlechtere Anschlussmöglichkeiten durch lange Wege zu Haltestellen in Seitenstraßen.
  • Längere Fahrtzeiten für täglich bis zu 800 Busse durch kilometerlange Umfahrungen.
  • Verlust der Verkehrsruhe für das Gesundheitsquartier (Marienhospital, Kinderhospital, weitere Einrichtungen) auf der Johannisfreiheit.
  • Zusätzlich hunderte Busse in der bereits stark belasteten Fußgängerzone Johannisstraße.
  • Höhere Kosten des Busverkehrs.

Mit den Plänen soll eine "Neue Mitte" geschaffen werden. Der Neumarkt wird von der Lyrastraße/Alte Münze bis zum Kollegienwall durchgängig mit Betonplatten gepflastert. Es entsteht ein 400 Meter langer "Steinerner Stadtplatz" mit wenig Grün und geringer Aufenthaltsqualität.

Wir fordern die Rücknahme dieser Beschlüsse und stattdessen

  • Ausarbeitung der vorliegenden Alternativen zum Fortbestand des zentralen Busknotens „Neumarkt“ mit der direkten Anfahrt aus allen Richtungen,
  • Vorrang für Sicherheit und Funktionalität auf dem Neumarkt, Stärkung des Ruhepols auf der Johannisfreiheit und Aufwertung der Fußgängerzone Johannisstraße.

Begründung

Die Mehrheitsentscheidung des Osnabrücker Rats führt zu erheblichen Nachteilen für Berufstätige, Schüler, Senioren, Patienten, Besucher, Pflege- und Hilfsbedürftige, den Einzelhandel und Gewerbetreibende und alle Bürgerinnen und Bürger.

  1. Die Anbindung vieler Stadtteile von Osnabrück, des Landkreis Osnabrück und von Gemeinden in NRW wie Lotte, Westerkappeln und Mettingen wird teurer und umständlicher.
  2. Die Planung und der Bau der Umfahrung über die Johannisfreiheit und die Johannisstraße sind kostenintensiv und verzögern die Umsetzung eines leistungsfähigen Busnetzes um Jahre.
  3. In der Folge verliert die gesamte Osnabrücker Innenstadt weiter an Zugkraft. Die Abwertung der Fußgängerzone Johannisstraße setzt sich fort. Die Abwärtsspirale im Einzelhandel verschärft sich.
  4. Durch Busverkehr im Minutentakt und den parallelen Zweirichtungsradweg wird es gefährlicher, die Johannisfreiheit zu Fuß zu queren. Betroffen sind Patienten, Besucher und Mitarbeiter des Gesundheitsquartiers (Marienhospital, Christliches Kinderhospital u.a.) und der Fußverkehr in/aus Richtung Hauptbahnhof.
  5. Die für die Gründungsgeschichte von Osnabrück bedeutsame Johannisfreiheit mit dem historischen Ensemble Johanniskirche und Neustädter Rathaus verliert ihre Ruhe und Erlebnisqualität. Der heute einspurige und begrünte verkehrsberuhigte Bereich zwischen den Krankenhäusern wird durch eine 14 Meter breite Betontrasse ersetzt. Für die Realisierung der Bustrasse muss die Kirchengemeinde einen Teil des Gräberfeldes ihres ehemaligen Friedhofs an die Stadt Osnabrück verkaufen.
  6. Die historische Bausubstanz an der Johannisfreiheit, die bei Baumaßnahmen in der Vergangenheit bereits geschädigt wurde und unter Beobachtung steht, wird weiteren Belastungen ausgesetzt. Die Auswirkungen des Fahrbetriebs der sehr schweren Elektrobusse im engen Kurvenverlauf sind nicht vorhersehbar.
  7. Die Situation für Radfahrende und Zufußgehende in der Neustadt wird schlechter: Sie werden sich auf der Johannisstraße im Dauerkonflikt mit dem verdichteten Busverkehr befinden. Der zu Stoßzeiten stark befahrene südliche Wallring, der bereits jetzt zu schmal für sichernde Maßnahmen des Radverkehrs ist, muss zusätzlich Busse aufnehmen.
  8. Trotz einer extremen Verschuldung der Stadt Osnabrück sollen mit insgesamt 27 Mio. Euro hohe Summen für die Umgestaltung des Neumarkt als "Neue Mitte" fließen. Ungeklärt sind viele weitere Kosten, so fehlen bisher Kostenplanungen für die Umfahrungen über die Johannisfreiheit, Pottgraben, Petersburger Wall. Die zusätzlichen Betriebskosten für die Umfahrungen werden nach ersten Schätzungen sechsstellig pro Jahr sein. Ungeklärt ist auch, ob beantragte Fördermittel in Millionenhöhe bewilligt werden. In jedem Fall werden weniger Mittel für dringende Investitionen, z.B. in Schulen zur Verfügung stehen.

Schließlich, aber nicht zuletzt: Klimaschutz und umweltverträgliche Verkehrsangebote werden geschwächt. Das von der Stadt Osnabrück für 2040 gesetzte Ziel, den ÖPNV-Anteil an der Gesamtmobilität deutlich zu erhöhen wird verfehlt. Den ca. 59.000 Einpendlern und ca. 27.000 Auspendlern wird keine ausreichende attraktive Alternative zum privaten Pkw angeboten. Ein weiteres Absinken der schon heute sehr niedrigen Akzeptanz des Busverkehrs in Osnabrück (66% negative Bewertungen) ist zu befürchten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Weiterführende Informationen:
Ratsbeschluss 09.12.2025:
https://www.osnabrueck.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=2001806&refresh=false&TOLFDNR=2006883
Ratsbeschluss 01.10.2024:
https://www.osnabrueck.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=1020913&refresh=false&TOLFDNR=1107329
Planungsgrafiken zum "Steinernen Stadtplatz" der "Neuen Mitte":
https://entwickelt.osnabrueck.de/de/stadtraeume-gestalten/der-neumarkt/

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Zukunft Kernstadt Osnabrück, Osnabrück
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 30.01.2026
Sammlung endet: 13.09.2026
Region: Osnabrück
Kategorie: Verkehr

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Neuigkeiten

  • Unserer Petition kann auch von Hand unterschrieben werden!
    Gerade viele ältere Menschen ziehen eine handschriftliche Unterzeichnung vor. Dafür stehen Unterschriftenlisten an aktuell neun Orten in den jeweiligen Geschäftszeiten zur Verfügung (siehe auch Karte im Anhang).
     

    1. Huneckes‘ Puppenklinik, Hasestr. 4, Di. - Fr. 9.30 Uhr u. 14 - 18 Uhr (Sa./Mo. geschl.)
    2. Schuhhaus Sunderdiek, Hasestr. 49-51, Mo. - Fr. 9.30 - 18.30 Uhr / Sa. 9.30 - 18 Uhr
    3. Aktionszentrum 3. Welt, Bierstr. 29, Mo. - Fr. 10 - 18 Uhr / Sa. 10 - 16 Uhr
    4. Altstädter Bücherstuben, Bierstr. 37, Mo. - Fr. 9.30 - 18 Uhr / Sa. 9.30 - 14 Uhr
    5. Schuhhaus Bröcker, Johannisstr. 82, Mo. - Sa. 9.30 - 18.30 Uhr
    6. Brillen u. Hörgeräte Nowak, Johannisstr. 92/93, Mo.-Fr. 9 - 13 Uhr u. 14 bis 18 Uhr / Sa. 10 - 13 Uhr
    7. Brillen und Hörgeräte Ernst, Wesereschstr. 33, Mo. - Fr. 9 - 13 Uhr u. 14 - 18 Uhr
    8. Restaurant Zinnober, Johannisstraße 37-38, Neustädter Rathaus, Di. - Sa. ab 17.00 Uhr
    9. Liesbeth's Rievkookjes auf dem Wochenmarkt Altstadt/Domhof, Samstags
  • Plakat

    am 27.02.2026
    Für alle, die selbst aktiv werden wollen:

    Vielleicht kennen Sie Orte, an denen ein Plakat aufgehängt werden oder Flyer ausgelegt werden können? Dafür steht das Plakat zur Verfügung, das für Ausdrucke in allen Größen bis A3 geeignet ist - also z.B. auch als Infoblatt in A4 oder als Flyer in A5.

Schon ästhetisch war es eine Schnapsidee den Neumarkt durch einen massiven Bauklotz einzuengen. Nicht nur Ortfremde geraten in Stress, wenn sie am Neumarkt umsteigen wollen und den Weg zum richtigen Bussteig nicht finden. "Irrfahrten im (fast)Kreis würden das Problem auf die Spitze treiben und die Fahrzeiten unnötig verlängern. Dies zusätzlich zu allen bereits genannten Argumenten.

Mir gefällt die Idee mit der Johannisfreiheit auch nicht. Allerdings muss der Zustand des Neumarktsund der vorderen Johannesstraße dringend verändert werden, von daher halte ich den vorgeschlagenen Weg für das kleinere Übel. Wir brauchen an der Stelle einfach zwingend eine Veränderung und kein Stillstand.

Warum Menschen unterschreiben

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Weil ich keinen Sinn darin sehe diesen Knotenpunkt zu entfernen für einen Betonplatz auf dem keiner sitzen oder verweilen möchte
Und dafür eine niedliche alteingesessene Straße mit viel Grün und Wohlfühlcharakter zu zerstören
Unsere Stadt ist im Kern eh schon so hässlich, dass man sich dafür schämt

Kurze Wege zum Umsteigen
Keine langen Umwege für die Busse
Weniger Verkehr vor dem Cko
Johannisstraße ist bereits für den Busverkehr ausgelegt

Weil ich Busfahrerin bin und nicht an einem Krankenhaus mit den Gelenkbus durchfahren will....ich will keine kranken Menschen belästigen und stören

Der Busverkehr findet eine Straße weiter statt und ich sehe nicht wieso dort Busse fahren sollten.
Außerdem ist dort eine Kirche und ein Krankenhaus und nebenbei ist es dort schön.
Die Buss können außerdem über den Neumarkt fahren, erstens ist es der Verkehrsknoten der Stadt und Renoviert wird dort auch nicht.

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