Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

Kürzung der Sport- und künstlerischen Fächer ist m.E. der falsche Hebel, um einem Lehrermangel entgegen zu wirken. Liegt das Problem wirklich an zu wenig Sport-, Kunst- und Musiklehrern? Wenn ich mich an meinen eigenen Sportunterricht in den 90er und folgenden Jahren erinnere, dann war das alles andere als motivierend und teamfördernd. Die Argumente "Kinder an gesunde Lebensweise heranführen und zu Gemeinschaft erziehen" kann ich nicht nachvollziehen. Es ging immer nur um Leistung. Als wenig sportlich Begabter war man Außenseiter und wurde durch schlechte Noten bestraft und demotiviert.
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Der Sportunterricht in der Schule war für mich zwar eher Negativ, was aber an einem Schlecht ausgebildetem Quereinsteiger als Sportlehrer lag. Als Trainer für Kinder und Jugentliche kann ich aber nur feststellen das die Grundlagen für den Bewgungapperat in den frühen Lebensjahren gelegt werden. Deshalb kann ich nur sagen das der Schul.- und Breitensport weiter gefördert wersen muss. Damit jedes Kind die freude an Bewegung oft und durch gut ausgebildetes Fachpersonal erleben kann.
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Ich komme aus Ungarn und unterrichte in Sachsen Sport. Die Kinder verbringen tot6al viel Zeit mit Handys, Computer, vor Fernseher. In der Schule müssen sie auch viel sitzen (wer kann noch 4-5-6mal 45 Minuten konzentriert sitzen???). Sie haben viele Streitigkeit miteinandern, zu Hause, haben Probleme in der Familie, das sie nicht lösen können, aber macht es ihnen Sorge. Im Sport zeigen wir ihnen etwas anderes: wie kannst du draussen und in einem ZTimmer spielen, dich beruhigen, Aggressionen abbauen, Kooperation fördern, fair mit anderen Spielen. Diese braucht man in ganzem Leben!
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Es ist eine Schande, wie die Politiker mit dem Thema Bildung und damit mit der Zukunft unserer Kinder umgehen. Statt diese zu fördern, wird gekürzt, wo es geht. Abgesehen davon, dass die Kinder eher mehr, als weniger Bewegung brauchen, trägt der Sportunterricht nichtzuletzt auch dazu bei, nach anstrengenden Schulstunden im Klassenzimmer einen Ausgleich herzustellen und somit die Konzentration zu fördern. Das selbe gilt für Kunst und Musik. Aber dort soll ja auch gekürzt werden. Das Ganze unter dem Deckmantel: "Unterrichtsbelastung für Schüler reduzieren". Frechheit!!!
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    Zukunft Sachsen
Mir stockt der Atem wenn ich an die Auswirkungen denke: Verlust der Attraktivität des Leherberufes, kein körperlicher Ausgleich durch Bewegung, kein Vermittlung mehr von Gesundheits- und Bewegungsdenken , steigende Unfallzahlen auf dem Schulhof und in der Freizeit, steigende Krankenkosten (Diabetes, Übergewicht) etc. Vielleicht war es aber auch nur ein Kommunikationsfehler und das Ziel war die Erhöhung um 1-2 Sportstunden pro Woche, was für unsere Zukunft vernünftiger wäre.
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    Denk ich an Deutschland ...
Inzwischen ist es "Tradition" geworden, viele Aufgaben, die der Staat erledigen sollte, weil es um seine BürgerInnen geht, an Ehrenamtliche bzw. Freie Träger oder Vereine abzugeben. Manche Dinge bekommen da meine Zustimmung. Doch seit der politischen Wende werden m. E. geldintensive, zeitintensive und gar menschlich dringend notwendige Aufgaben abgegeben, Outsourcing, kann man sagen, gemacht. Ich war selbst Lehrerin und bin jetzt als Sozialpädagogin täglich mit den schulischen Problemen der SchülerInnen und ihrer Eltern beschäftigt.Dieses Vorhaben darf nicht umgesetzt werden!
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Der Sportunterricht sollte der Motivation dienen, Unterstützung und Zielorientiertes denken und handeln. Ebenso der Charakterbildung und Festigung. Der Unterricht ist doch wenig motivierend und eigentlich Komplet fehlorganisiert. Man zwingt keinen Heranwachsenden zum Wissen, man sollte ihn interessieren und daraus ein von sich aus wollen gewinnen. Nur so erkennt man Fähigkeiten und Interessen, worauf ein Vorsprung für die Gesellschaft entsteht. Ein lernen wollen, weil aufbauend und interessant ist was den angehenden Lehren vermittelt werden sollte, das bedeutet ein ausmisten an den Universität
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

"Sportunterricht bildet eine breite Sportartenvielfalt ab und betrachtet die Ausführung von Bewegung aus verschiedenen Perspektiven (Gesundheit, Kooperation, Wettbewerb, Wagnis, Körpererfahrung, Gestaltung, etc.)." Die Aspekte "Gesundheit" und "Kooperation" sind im bisherigen Sportunterricht wenig bis gar nicht vorhanden. Gerade die Vermittlung von "Gesundheit" wird im Sportunterricht meist völlig außer Acht gelassen, meist zählt nur der Wettbewerb und die Leistung. Hier muss sich etwas ändern. Dabei ist es egal ob es nun zwei oder drei Wochenstunden Sport sind.
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"Gesundheit, Fitness und Ernährung sind integrative Bestandteile der Sportlehrpläne aller Schularten." - Diese Schularten, bei denen das der Fall sein soll, sind mir unbekannt. Es geht immer nur um Leistung, Leistung und nochmals Leistung. Keine Aufklärung über gesunde Ernährung oder Rückenfitness für eine "aktive Pause" in der Schule aber auch für spätere Bürojobs.
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"Bewegungsmangel und dauerhaftes Sitzen verursachen zunehmende Beeinträchtigungen und Erkrankungen bereits im Kindes- und Jugendalter." - Dann darf der Sportunterricht aber nicht nur drei Mal in der Woche für wenige Stunden sein, sondern es muss an einer "aktiven Pause" gearbeitet und darin motiviert werden, etwas für seine Gesundheit zu tun.
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    Nicht weniger aber besser
Für mich war Sport in der Schule damals eher Psychoterror. Mehr Sport hätte mir auf jeden Fall gut getan. Aber durch den Sportunterricht wurde mir der Sport eher noch mieser gemacht, als ich ihn ohnehin schon fand. Sportunterricht soll u.a. Teamfähigkeit fördern. Oft werden die Schwachen aber nur fertig gemacht, weil man wegen denen ja ein Ballspiel verliert. Das hebt auch nicht das Selbstbewusstsein. Habe noch nie erlebt, dass im Kunstunterricht jmd so fertig gemacht wird, weil er nicht gut malen kann. Sportunterricht sollte nicht gekürzt werden - aber er muss unbedingt verbessert werden.
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"Sportunterricht erreicht alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihrer sportlichen Neigung oder sozialen Herkunft." Mit "erreichen" meinen Sie - so interpretiere ich dies - wahrscheinlich eine positive Wirkung des Sportangebots auf jeden einzelnen Schüler. Dem ist zu widersprechen: Weniger begabte Schüler können sich überfordert fühlen und werden von Gruppen ausgeschlossen (bspw. sind Sie bei Mannschaftwahlen immer die "unbeliebten" und letzten. Das ist praktizierte Exklusion von Minderheiten. Sie schließen bei Ihrer "unabhängigen Neigung" den Fall "keine sportliche Neigung" aus.
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    Selbst schuld
"Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient." [Joseph Marie de Maistre, 1811] Wir HATTEN ja die WAHL...
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"Sportunterricht geht auf aktuelle Entwicklungen der modernen Sport-, Spiel- und Bewegungskultur ein." - Das habe ich als Schüler (allerdings schon 10..15 Jahre her) nie erlebt. Immer ging es nur nach dem gleichen Schema F: Wer viel leistet bekommt eine gute Note. Wer sich übermäßig anstrengt, aber aufgrund seiner körperlichen Fähigkeiten beschränkt ist wird benachteiligt und mit schlechten Zensuren als "schlecht" abgestempelt.
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