• Petition in Zeichnung

    at 01 Sep 2014 13:46

    Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner,

    am Donnerstag, 11. September um 10:30 Uhr werden wir die Petition dem Intendanten und dem Hörfunkrat des Deutschlandradios in Berlin persönlich übergeben. Interessierte Mitunterzeichner/innen sind herzlich willkommen.

    Der Termin wurde gewählt, weil ab 11 Uhr im Funkhaus Berlin am Hans-Rosenthal-Platz die erste öffentliche Sitzung des Hörfunkrats stattfindet. Das Gremium wird sich u.a. mit den "Erfahrungen und Eindrücken" des "neuen Deutschlandradio Kultur" befassen – das dürfte für alle, die in den letzten Wochen die sogenannte Programmreform intensiv verfolgt haben, einen interessanten Einblick ermöglichen.

    Mehr zur Sitzung:
    www.deutschlandradio.de/oeffentliche-sitzung-des-hoerfunkrates-von-deutschlandradio.338.de.html?dram:article_id=295903

    Für eine Teilnahme bittet das Deutschlandradio um Anmeldungen bis Montag (8. September) an presse@deutschlandradio.de.

    Wer Interesse hat, an der Übergabe der Petition "2254 - Nachtgespräche auf Deutschlandradio Kultur retten" an den Intendanten Willi Steul und den Hörfunkrat eine halbe Stunde vorher teilzunehmen, möge sich bei den Petenten melden unter kontakt@rettet2254.info

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    Zwei Mal waren in den letzten Wochen Verfasser/innen der Petition zu Gast in Gesprächen bei unabhängigen lokalen Radio-Initiativen. Hier die Sendungen zum Nachhören.

    Über Beteiligung von Hörer/innen im Radio, die Deutschlandradio-Programmreform und die Petition zum Erhalt der 2254-Nachtgespräche sprachen am 14. August Conny Voester und Franz-Josef Hanke im Gespräch mit John Weide beim Radio F.R.E.I. in Erfurt.
    www.radio-frei.de/index.php?iid=7&ksubmit_show=Artikel&kartikel_id=4735

    Thomas Rudek und Holger Rudolph waren am 18. August bei Guido Fahrendholz im DOMINO|TALK auf ALEX Berlin zum Thema "Hörerbeteiligung im Radio".
    rettet2254.info/rettet2254-auf-alex-berlin/

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    Mehr als 3.200 Bürgerinnen und Bürger haben mittlerweile die Petition "2254 - Nachtgespräche auf Deutschlandradio Kultur retten" unterzeichnet. Damit haben sich weitaus mehr Menschen der Forderung nach einem Erhalt der Sendung angeschlossen, als die Initiator/innen ursprünglich erwartet hatten.
    Allerdings sind weitere Unterschriften nötig, um den Druck auf die Verantwortlichen beim Deutschlandradio zu erhöhen. Bis Sonntag, 7. September 2014 kann man die Petition noch unterzeichnen.
    petition.rettet2254.info

    Gute Gründe dafür finden sich zum Beispiel hier.
    rettet2254.wordpress.com/2014/08/18/noch-20-tage-zum-unterschreiben-viele-gute-argumente-fur-die-petition-rettet2254/

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    Aus dem Haus des Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit wurde Thomas Rudeks Anspruch auf Zugang zur Mapping-Studie bekräftigt und er hat einen erneuten Versuch unternommen. Dieses Mal beruft er sich auf die Informationsfreiheitsgesetze der Länder NRW und - auf Nummer sicher gehend - Berlin: "Allerdings bin ich überzeugt, dass auch dieser Antrag zurückgewiesen wird. Dennoch soll nichts unversucht bleiben, zumal dieser Antrag auch für eine mögliche, aber unwahrscheinliche Klage vor dem Verwaltungsgericht wichtig ist. Warum unwahrscheinlich? Ganz einfach: Weil eine Klage vor dem Verwaltungsgericht leider meine finanzielle Mittel übersteigt. Nach Auskunft eines Juristen von Transparency International muss ich für den Fall, dass meine Klage vor dem Verwaltungsgericht abgewiesen wird, mit mindestens 5000 € rechnen. Daran kann man erkennen, dass Informationsfreiheit offensichtlich ein teures Gut ist, das leider seinen Preis hat."

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    Zur Vertiefung finden Interessierte hier einige Leseempfehlungen, mit denen die Diskussion um mehr Demokratie im Radio noch besser geführt werden kann.

    Der Öffentlich-rechtliche Rundfunk, die Pressefreiheit und der "Public Value"
    von Wolfgang Hagen (2014)

    Diskutiert werden die Auswirkungen der (verfassungs-)rechtlichen Regulierungen des deutschen Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks im Hinblick auf Veränderungen der Medien durch Faktoren wie EU-Rechtsprechung und Digitalisierung. Hagen kommt u.a. zu dem Schluss, dass die reine "objektivrechtliche Gewährleistung des Bestands und der Entwicklung nur eines Teils der Massenmedien in behördenähnlicher Form" in Deutschland einer gesellschaftlichen Akzeptanz von Meinungs- und Pressefreiheit als gesellschaftlichem Mehrwert abträglich ist. Ohne diskursive Bewältigung des Medienwandels drohe auf Dauer dem öffentlich-rechtlichen System eine Funktionsunfähigkeit und ein "eigenlogischer Kollaps".
    whagen.de/PDFS/7894HagenDerOeffentlichrechtl.pdf

    Im öffentlichen Auftrag
    Selbstverständnis der Rundfunkgremien, politische Praxis und Reformvorschläge
    von Fritz Wolf (2013)

    Diese Studie der Otto Brenner Stiftung gibt mit dem Stand von 2013 einen guten Überblick über Zusammensetzung und Funktionsweisen der Gremien bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. Wolf untersucht aktuelle medienpolitische und strukturelle Herausforde

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