Alpsee statt Deponie - BürgerInnen fordern Alternativen

Petition richtet sich an
Bürgermeister und Stadtrat von Immenstadt, Landratsamt Oberallgäu

1.994 Unterschriften

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1.587 von 1.400 für Quorum in Landkreis Oberallgäu Landkreis Oberallgäu

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  1. Gestartet Januar 2026
  2. Sammlung noch > 2 Monate
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Neuigkeiten

05.02.2026, 07:21

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

bei der gut besuchten Informations- und Diskussionsveranstaltung (ca. 60-80 Personen) zur geplanten Erddeponie am Alpsee wurden zahlreiche kritische Punkte deutlich. Christina Mader, Geschäftsstellenleiterin des Bund Naturschutz Immenstadt, führte durch den Abend und stellte zu Beginn umfassend die Argumente gegen die Deponie vor. Sie verwies dabei auch auf erhebliche hydrologische Risiken, die dieser Standort mit sich bringt.

Hans Koch von der Bürgerinitiative zum Erhalt der Alpseelandschaft machte anschließend auf die massive zusätzliche Verkehrsbelastung für Immenstadt aufmerksam. Die LKW müssten strategisch denkbar ungünstig mitten durch die Stadt fahren. Besonders kritisch sei die Verschmutzung der Straße beim Verlassen des Deponiegeländes – gerade im Sommer eine akute Unfallgefahr für zahlreiche E-Bike- und Motorradfahrer.

Peter Winkler thematisierte die große Gefahr der Einschleppung von Neophyten, deren Bekämpfung schwierig und kostenintensiv ist. Auf die Frage, wer für spätere Schäden aufkommt, erklärte der Antragsteller, dass weder Haftung noch Kosten übernommen würden.

In der anschließenden Diskussion äußerten Bürgerinnen und Bürger große Sorgen: Eine junge Mutter kritisierte den fehlenden Einbezug der Bevölkerung und den geplanten LKW-Verkehr vorbei an Grundschule und Kindergarten. Eine Anwohnerin fürchtet Schäden an ihrem über 100 Jahre alten Haus durch Erschütterungen. Ein anwesender Bauunternehmer äußerte zudem deutliche Zweifel an der genannten Begrenzung von 20–25 LKW-Fahrten an Spitzentagen und berichtete, dass solche Obergrenzen im laufenden Betrieb erfahrungsgemäß schnell in den Hintergrund geraten.

Zudem wurden erhebliche Zweifel an der tatsächlichen Kontrolle des angelieferten Materials laut. Vier anwesende Stadträte verfolgten die Diskussion aufmerksam.
Eine Stadträtin hatte bereits in der entscheidenden Sitzung einen belastbaren Nachweis für den tatsächlichen Bedarf an neuen Aushubdeponien gefordert – ein solcher Beleg liegt bis heute nicht vor.

Auch die Forderung nach einer systematischen Suche nach Alternativstandorten wurde mehrfach erhoben. Auf die Frage, wie der Betreiber auf das Gelände am Alpsee gestoßen sei, antwortete dieser: durch einen Zufall.

Die Veranstaltung machte deutlich: Der Widerstand gegen die geplante Deponie ist breit, sachlich begründet und verbunden mit der klaren Forderung nach Transparenz, Bedarfsklärung und ernsthafter Prüfung von Alternativen.

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