• Petition in Zeichnung - Aktion: Teilen für Gemeinnützigkeit

    at 24 Oct 2019 10:14

    Liebe Unterstützende,

    zur Mitteilung von Campact Anfang dieser Woche, dass das Finanzamt dem Verein den Status der Gemeinnützigkeit aberkannt hat, hat openPetition unsere Petition auf Facebook mit einem Videobeitrag des ZDF veröffentlicht - bitte teilen, teilen, teilen:

    + + + Auf Facebook teilen: www.facebook.com/openPetition/posts/2507512529346948

    Jedes “Gefällt mir” (Like), aber vor allem geteilte Inhalte (Shares) sorgen dafür, dass noch mehr Menschen von der Petition erfahren. Die Petition kann auch in Facebook-Gruppen geteilt werden. Wer nicht in den Sozialen Netzwerken ist, kann gerne per WhatsApp oder E-Mail Freundinnen, Kolleginnen und die Familie auf die Petition hinweisen.

    Kurzlink: www.openpetition.de/!gemeinnuetzig

    Vielen Dank für das Engagement!

    +++

    Stefan Diefenbach-Trommer, Vorstand der Allianz "Rechtssicherheit für
    politische Willensbildung", einem Zusammenschluss von mehr als 130
    Vereinen und Stiftungen, erklärt dazu:

    "Der Fall Campact zeigt, dass die Sorge tausender Vereine und Stiftungen
    seit dem Attac-Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) berechtigt ist. Der
    Bundestag muss zügig Rechtssicherheit schaffen und das gemeinnützige
    Engagement für Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit
    absichern. Der Gesetzgeber muss eindeutig sagen, welche Zwecke er für
    förderwürdig hält. Dazu müssen Demokratie und Grundrechte gehören.

    Menschen schließen sich zusammen, um sich selbstlos außerhalb von
    Parteien und Profitinteresse für Demokratie und Gesellschaft zu
    engagieren. Dieses Engagement führt zu besseren Entscheidungen, weil
    dadurch mehr Stimmen in die politische Willensbildung einfließen. Mit
    der Festlegung gemeinnütziger Zwecke werden gesellschaftliche
    Debattenräume außerhalb von Parteien und Parlamenten geöffnet. Es fehlen
    unter anderem die Förderung von Frieden, Menschenrechten, Klimaschutz
    und sozialer Gerechtigkeit als gemeinnützige Zwecke im Gesetz.
    Die Aberkennung der Gemeinnützigkeit von Campact ist eine direkte Folge
    des Attac-Urteils. Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte den Zweck Bildung
    massiv eingeschränkt und freie Zusammenschlüsse wie Attac oder Campact
    mit parteinahen, staatlich finanzierten Stiftungsvereinen gleichgesetzt.
    Campact hat entschieden, sein Engagement für Demokratie und
    Menschenrechte nicht einzuschränken. Doch durch die
    Finanzamt-Entscheidung verlieren die Spenderinnen und Spendern die
    Möglichkeit des Steuervorteils. Campact wird in seinen
    Finanzierungsmöglichkeiten eingeschränkt.

    Wer wie Campact eine breite Basis an Spenderinnen und Spendern hat,
    kommt vielleicht ohne Gemeinnützigkeit zurecht. Doch viele, vor allem
    kleine Organisationen sind auf Fördermittel angewiesen, die sie nur mit
    dem Status der Gemeinnützigkeit bekommen. Manche Initiativen geben wegen
    des unklaren Gemeinnützigkeitsrechts bereits bei der Gründung auf. Es
    darf nicht sein, dass einmischendes Engagement nur denen möglich ist,
    die eine Fachanwältin für Gemeinnützigkeitsrecht bezahlen können.
    Vor 30 Jahren ist das autoritäre Regime der DDR gestürzt - durch
    zivilgesellschaftlichen Protest für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit,
    Menschenrechte und auch Umweltschutz. Aus Respekt vor dieser
    historischen Leistung und zum Schutz unserer Demokratie ist es
    überfällig, dass Bundestag und Bundesregierung dieses
    zivilgesellschaftliches Handeln als gemeinnützig anerkennen."

    +++

    Eine Vielzahl von Vereinen und Stiftungen fühlt sich durch das unklare
    Gemeinnützigkeitsrecht bedroht. Mehr als 130 Vereine und Stiftungen
    haben sich in der Allianz "Rechtssicherheit für politische
    Willensbildung" zusammen geschlossen, um das Gemeinnützigkeitsrecht zu
    modernisieren und die selbstlose politische Einmischung etwa für
    Grundrechte und gemeinnützige Zwecke abzusichern. Zu den Mitgliedern
    gehören neben Amnesty International, Brot für die Welt und dem Bund für
    Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auch Campact und Attac.

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