12.08.2026, 11:03
Update zur Petition: Vor-Ort-Termin an der Zingelwiese / Dierkower Hang
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
heute fand ein Vor-Ort-Termin an der Anlage im Bereich Zingelwiese / Dierkower Hang statt. Vor Ort waren unter anderem Vertreter des Ortsbeirates sowie Vertreter des Amtes für Stadtgrün.
Dabei wurde noch einmal deutlich gemacht:
Nach aktuellem Stand soll die Fläche nicht bebaut werden. Es sollen dort also keine Wohnhäuser oder vergleichbare Bebauung entstehen. Langfristig ist die Fläche vielmehr als Kompensations- bzw. Ausgleichsfläche vorgesehen. Vereinfacht gesagt: Die Fläche soll langfristig als naturnahe, gepflegte Grünfläche entwickelt werden.
Gleichzeitig wurde aber auch klar:
Eine konkrete Umsetzung steht derzeit offenbar noch nicht unmittelbar bevor. Die Fläche wird erst dann tatsächlich benötigt, wenn sie als Kompensationsfläche für entsprechende Maßnahmen oder Bauvorhaben in Anspruch genommen wird. Wann das genau geschieht, bleibt weiterhin offen.
Genau an diesem Punkt bleibt für uns die zentrale Frage bestehen:
Was passiert mit der Anlage bis dahin?
Denn solange keine konkrete Umsetzung erfolgt, besteht die Gefahr, dass die ehemaligen Gartenflächen weiter verwildern. Viele Gärten wurden bereits aufgegeben oder werden nicht mehr neu verpachtet. Dadurch entstehen zunehmend brachliegende Flächen, obwohl diese zumindest übergangsweise gepflegt oder sinnvoll genutzt werden könnten.
Aus unserer Sicht braucht es deshalb eine ehrliche Prüfung:
Warum sollen frei werdende Gärten über Jahre brachliegen, wenn sie bis zur tatsächlichen Nutzung als Kompensationsfläche befristet weiterverpachtet oder anderweitig gepflegt werden könnten?
Eine befristete Zwischennutzung wäre aus unserer Sicht ein sinnvoller Kompromiss. Denkbar wären zum Beispiel klare Jahresverträge oder andere befristete Nutzungsmodelle, bei denen von Anfang an geregelt ist:
- dass keine dauerhaften Ansprüche entstehen,
- dass die Fläche bei tatsächlichem Bedarf wieder freigegeben werden muss,
- dass keine neuen festen baulichen Anlagen entstehen,
- und dass die Nutzerinnen und Nutzer zur Pflege der Fläche verpflichtet sind.
Damit könnte verhindert werden, dass die Anlage weiter verfällt, während gleichzeitig die langfristige Planung der Stadt nicht grundsätzlich infrage gestellt wird.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Versorgung mit Gartenflächen in Dierkow. Nach den uns bekannten städtischen Unterlagen besteht im Bereich Dierkow / Gehlsdorf / Toitenwinkel bereits heute eine vergleichsweise geringe Versorgung mit Kleingärten. Wenn nun weitere Pacht- und Gartenflächen dauerhaft aus der Nutzung fallen, verschärft sich diese Situation aus unserer Sicht weiter.
Deshalb sollte geprüft werden, ob zumindest ein Teil der heute noch vorhandenen Gartenbereiche dauerhaft erhalten bleiben kann – insbesondere dort, wo noch genutzte Gärten vorhanden sind und wo die Flächen direkt an bestehende Gartenstrukturen anschließen.
Unser Anliegen richtet sich daher nicht gegen Natur- oder Klimaschutz. Im Gegenteil: Auch gepflegte Gärten sind grüne Flächen, leisten einen Beitrag zur Lebensqualität im Stadtteil und können Natur, Erholung und soziale Nutzung miteinander verbinden.
Wir bitten die Stadt deshalb weiterhin um eine Prüfung:
Kann der alte Planungsstand aus dem Landschaftsplan von 2013/2014 unter heutigen Gesichtspunkten noch einmal überprüft werden – insbesondere im Hinblick auf den heutigen Bedarf an Gartenflächen in Dierkow?
Aus unserer Sicht wäre es sinnvoll, die langfristige Entwicklung der Fläche neu abzuwägen und dabei folgende Fragen zu berücksichtigen:
- Welche Teilflächen werden tatsächlich als Kompensationsfläche benötigt?
- Wann ist mit einer konkreten Umsetzung zu rechnen?
- Welche Pflege erfolgt bis dahin?
- Können bestehende Gartenbereiche zumindest teilweise erhalten bleiben?
- Ist eine befristete Zwischennutzung möglich, um Verwilderung zu verhindern?
- Wie wird die Unterversorgung mit Gartenflächen in Dierkow künftig ausgeglichen?
Wir halten an unserem Ziel fest:
Gärten statt Leerstand – und eine sinnvolle Lösung für die Zeit bis zur tatsächlichen Umsetzung der städtischen Planung.
Bitte unterstützt die Petition weiterhin und teilt sie mit Nachbarn, ehemaligen Pächtern, Anwohnern und allen, denen die Zukunft dieser Fläche am Herzen liegt.
Zur Petition:
https://openpetition.org/!xcryl