Die Petition wurde eingereicht

17.11.2016 22:58 Uhr

Liebe Unterstützer einer frei nutzbaren Bibelübersetzung!

Heute, am Donnerstag, dem 17. November, habe ich Herrn Dr. Ralph Poirel die Petition und die Liste der Unterzeichner als Buch übergeben. Dr. Poirel ist der Leiter des Bereichs Pastoral im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn und auch für die Kontakte zum Bibelwerk in Stuttgart, das die Rechte an der Einheitsübersetzung verwaltet, zuständig. Ich konnte feststellen, dass er sich gut über unser Anliegen informiert hat und auch selbst bei der Präsenz der Einheitsübersetzung in den neuen Medien Verbesserungsbedarf sieht. Er wird die Petition auch in die Pastoralkommission der Bischofskonferenz unter Bischof Bode einbringen. Er riet mir, mit dem Bibelwerk Kontakt aufzunehmen, um die mehr "technischen" Details (in Bezug auf moderne Medien und auf offene Lizenzen) zu beleuchten. Das habe ich auch vor.

Dr. Poirel machte mir auch deutlich, dass es durchaus Praxis ist, die Genehmigung für eine nichtkommerzielle Nutzung der Einheitsübersetzung oder deutscher liturgischer Texte kostenfrei und im Fall kommerzieller Nutzung gegen ziemlich niedrige Umsatzbeteiligung zu erteilen. Allerdings schaue man schon genauer hin, von wem die betreffenden Anfrage kommen. Ich habe demgegenüber betont, dass die Freigabe unter einer Lizenz, die lediglich einer missbräuchlichen Nutzung Grenzen setzt, nicht nur ein deutliches Zeichen darstellen, sondern auch viele Chancen eröffnen würde, und habe dafür auch einige Beispiele genannt.

Ich hatte auch die Gelegenheit, das Thema in den weiteren Kontext des Umgangs unserer Gesellschaft mit dem sogenannten "geistigen Eigentum" zu stellen. Bei der Reflexion hierüber haben meines Erachtens Moraltheologie und christliche Soziallehre noch großen Nachholbedarf.

Zusammenfassend gesagt, sind wir mit unserem Anliegen einen Schritt weiter, aber noch nicht am Ziel. Dass es in Bezug auf die Lutherbibel auch beim kommenden Evangelischen Kirchentag diskutiert werden soll, macht deutlich, dass sich hier etwas tut. Wir sollten also dran bleiben.

Danke für alle Unterstützung. Ich werde weiterhin Zwischenstandsmeldungen im Blog der Petition schreiben und mich nur bei wichtigen Neuigkeiten auf diesem Weg melden.

Hatto v. Hatzfeld

Übergabe am Donnerstag (17.11.) in Köln

14.11.2016 11:58 Uhr

Ort und Zeit der Übergabe stehen fest: Am 17. November nimmt Dr. Ralph Poirel (vom Sekretariat der DBK) um 14 Uhr im Stadthotel am Römerturm (siehe stadthotel-roemerturm.de/anfahrt/) die Petition und die Liste der über 2.000 Unterzeichner entgegen. In einem anschließenden Gespräch soll das Anliegen weiter erläutert werden.

Petition und Unterschriften werden als gebundenes Buch übergeben; ein Plakat (siehe Bild hier) macht das Anliegen deutlich. Es gibt also auch etwas zu sehen :-)

Es hilft, wenn viele Unterstützer der Petition dabei sind! Bitte die Teilnahme nach Möglichkeit vorher ankündigen (per Mail an hatto@salesianer.de mit dem Wort "Petition" im Betreff).

Die Petition ist bereit zur Übergabe - Übergabe der Petition zur Einheitsübersetzung am 17. November

26.10.2016 22:53 Uhr

Es hat eine Weile gedauert, aber jetzt steht der Termin fest: Am 17. November nimmt der Leiter des Bereichs Pastoral im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Ralph Poirel, die Petition und die Liste der über 2.000 Unterzeichner entgegen. In einem anschließenden Gespräch wird sich dann vielleicht noch einiges (er)klären lassen.

Wer von den Unterzeichnern (oder anderweitig Unterstützungswilligen) an diesem Tag in Köln ist, kann an der Übergabe um 14 Uhr gerne teilnehmen und das Anliegen so unterstützen. Bei Interesse bitte rechtzeitig eine Mail an mich (hatto@salesianer.de) schicken, die im Betreff auch das Wort "Petition" enthält; dann teile ich den genauen Ort mit.

Eines der Anliegen der Petition ist ja die bessere Präsenz der neuen Übersetzung in den digitalen Medien, und dabei sind schon kleine Erfolge zu verbuchen. So wurde von einem der Medienvertreter bei der Vorstellung im Rahmen der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischöfe nach dem Erscheinen als Smartphone-App gefragt. Die Antwort war da noch sehr unbestimmt, aber bei der Frankfurter Buchmesse wurde immerhin die Veröffentlichung als E-Book angekündigt. Es tut sich also doch etwas, auch wenn zur wirklich freien Verfügbarkeit noch nichts verlautet wurde.

Weitere Informationen über den Stand unseres Anliegens und sein Echo in diversen Medien gibt es unter diesen beiden Links:

www.facebook.com/bibelfreimachen/

openpetition.de/!qltyr (dort unter dem Link "Neuigkeiten")

Es tut sich etwas: Einheitsübersetzung als E-Book geplant

20.10.2016 20:52 Uhr

Bei der Frankfurter Buchmesse wurde die revidierte Einheitsübersetzung vorgestellt. Und es wurde gesagt, dass sie „künftig auch als E-Book erhältlich sein“ soll. Dies kommentierte der Vorsitzende der publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, der Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst mit der Begründung, die Heilige Schrift solle „über alle möglichen Kanäle“ verbreitet werden.

Da haben anscheinend doch einige gemerkt, dass es im 21. Jahrhundert bei der Verbreitung der Bibel nicht nur um gedruckte Bücher gehen kann.

Quelle: www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/neue-einheitsubersetzung-auch-als-e-book

Communicatio Socialis

13.10.2016 15:30 Uhr

„Communicatio Socialis“ ist der Titel einer „Zeitschrift für Medienethik und Kommunikation in Kirche und Gesellschaft“. Der Titel leitet sich ab vom Dokument „Inter mirifica“, dem Dekret des 2. Vatikanischen Konzils über die modernen Kommunikationsmittel.

Diese Zeitschrift ist schon dadurch ein Vorbild im Hinblick auf die freie Verbreitung des Wissens, dass im Internet alle Artikel ihrer Druckausgaben – nach 12 Monaten kostenpflichtigen Zugriffs – frei zugänglich sind („Open Access“).

In der Ausgabe 3 / 2016 ist nun ein Artikel erschienen, in dem ich versucht habe, das Thema dieser Petition zu vertiefen:

Hatzfeld, H. (2016). Braucht die Bibel Urheberrechtsschutz? Petition fordert freie Verbreitung der revidierten Einheitsübersetzung. Communicatio Socialis, 49 (3), 309-317.

Hier der Link: ejournal.communicatio-socialis.de/index.php/cc/article/view/1319 (abgerufen am 13. Oktober 2016)

Evangelisches Bibelwerk: Niemand liest die Bibel nur digital

27.09.2016 17:17 Uhr

Hier kann man sehen, was das evangelische Bibelwerk von modernen Medien hält (und auf katholischer Seite sieht das nicht anders aus): www.evangelisch.de/inhalte/138631/24-09-2016/bibelgesellschaft-niemand-liest-die-bibel-nur-digital

Vielleicht ist es tatsächlich so, dass bisher niemand die Bibel nur digital liest. Vielleicht liegt das aber gerade auch daran, dass es derzeit keine digitalen Versionen der aktuellen deutschen Bibeln gibt, die die Möglichkeiten moderner Informatik wirklich nutzen.

Würden die evangelische und die katholische Kirche ihre beiden neuen deutschen Übersetzungen unter einer (modifizierten) Creative-Commons-Lizenz veröffentlichen, dann gäbe es vielleicht schon jetzt "digital natives", die über das Medium ihrer Generation der biblischen Botschaft begegnen und sich mit ihr auseinandersetzen, ohne auf das Leitmedium der vergangenen 2.000 Jahre zurückzugreifen.

Aber da möchten die Bibelwerke wohl lieber ihre angeblichen Urheberrechte gesichert wissen, um ihren Umsatz zu sichern, anstatt nach Jesu Wort zu verfahren: "Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch!" (Mt 10, 8)

Neue Einheitsübersetzung präsentiert - warum nicht gleich online?

25.09.2016 15:42 Uhr

Der Chefredakteur des Kölner Domradios hat es treffend kommentiert: „Warum trumpft man nicht beim gut geplanten ersten medialen Aufschlag mit der neuen digitalen Version im Netz? Eine verpasste Chance, wenigstens hier mal zu zeigen, dass man eine Botschaft für die Kinder dieser Welt hat und diese auch gut über die mediale Rampe bringen kann."

www.domradio.de/themen/bibel/2016-09-25/ein-kommentar-von-chefredakteur-ingo-brueggenjuergen

Neue Einheitsübersetzung präsentiert - Fehlanzeige beim Thema "Neue Medien"

23.09.2016 10:06 Uhr

Bei der Bischofskonferenz in Fulda wurde am 20. September 2016 in einem Pressegespräch die revidierte Einheitsübersetzung vorgestellt, und die anwesenden Journalisten bekamen je ein Vor-Exemplar. Die spürbare Freude derer, die nach viel Arbeit nun eine bessere Version der Einheitsübersetzung präsentieren konnten, ist sehr verständlich. Mit grundsätzlichen Überlegungen und manchen Details wurde das Neue an dieser Übersetzung gut dargestellt.

Das "Aber": Es war immer nur von der Bibel als Buch die Rede. Bischof Wanke sagte zwar einmal "Gottlob, dass es Computer gibt"; aber neue Medien als Mittel der Verbreitung kamen überhaupt nicht in den Blick. Eine verpasste Chance.

Die Petition ist bereit zur Übergabe - Frei zugängliche Bibel: EKD geht einen (kleinen) Schritt voran

22.08.2016 00:36 Uhr

Unsere evangelischen Brüder und Schwestern sind uns Katholiken einen Schritt voraus: Zum 500. Reformationsjubiläum wird die EKD die revidierte Lutherbibel 2017 als kostenlose App anbieten. Diese App soll bis Oktober 2017 kostenlos zur Verfügung gestellt werden und auch offline nutzbar sein. Für diese Zeit übernimmt die EKD die Kosten der App.

Schön, dass die evangelische Kirche ihr Ziel der Verbreitung der Heiligen Schrift - wenigstens für diese begrenzte Zeit - als wichtiger ansieht denn die potentiellen Einnahmen. Wermutstropfen gibt es allerdings einige. Es stimmt natürlich nicht, dass die Lutherbibel da "verschenkt" wird, wie es im Titel der Meldung der EKD heißt. Denn sie soll im Rahmen dieses "Marketingskonzepts" eben nur vorübergehend kostenlos über die App gelesen werden können; an "Open Source" (bzw. "Open Access") ist nicht gedacht; denn die Deutsche Bibelgesellschaft könne "auch digital nicht auf Erlöse verzichten", wie Christoph Rösel als Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft deren Position formulierte.

Mehr als eine - durchaus lobenswerte - Ausnahme ist diese Jubiläumsaktion also nicht. Für die beiden großen Kirchen in Deutschland sind "Marketing" und "digitale Erlöse" offensichtlich weiterhin wichtiger als die Möglichkeit moderner Medien, den Text der Bibel "möglichst vielen Menschen unentgeltlich anzubieten", wie es die Synode der EKD eigentlich gewünscht hatte.

Unsere Petition wartet - in Form eines schön gebundenen Folianten - noch auf den Moment der Übergabe an Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz. Obwohl sie ja nichts anderes darstellt als eine Ausübung des Petitionsrechts aller Gläubigen aus Can. 212 § 2, scheint es dem Sekretariat in Bonn nicht leicht zu fallen, einen Zuständigen zu benennen. Auch das mag an der offensichtlich heiklen Verknüpfung unseres pastoralen Anliegens mit Fragen von Urheberrecht und Finanzen liegen, vielleicht aber auch nur an der Ferienzeit, in der viele Büros auf Sparflamme liefen. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich in den nächsten Wochen etwas tut; ich werde jedenfalls dranbleiben!

Hatto v. Hatzfeld SDB

P.S.: Die Informationen zur Aktion der EKD habe ich (dank eines Hinweises) hier gefunden: www.evangelisch.de/inhalte/137484/18-08-2016/ekd-verschenkt-neue-lutherbibel-als-kostenlose-app

Dank an alle Unterstützer! Wie geht es weiter?

21.07.2016 00:28 Uhr

Herzlichen Dank allen, die diese Petition durch Unterzeichnung und durch Verbreitung unterstützt haben! Ich bin sehr froh, dass viele Praktiker der Verkündigung in Gemeinden und Bildungsinstitutionen ihre Sensibilität für dieses Thema gezeigt haben. Danken möchte ich aber auch den Unterstützern aus den Theologischen Fakultäten und anderen akademischen Institutionen.

Ein Termin zur Übergabe der Petition steht noch nicht fest; aber der Kontakt ist aufgenommen, und die Vorbereitungen laufen. Wenn es soweit ist (vermutlich erst in einigen Wochen), werde ich das hier bekanntgeben.

Wer mir etwas mitzuteilen hat (auch evtl. Presseanfragen), kann an hatto at salesianer.de schreiben, schreibe dann aber unbedingt in den Betreff das Wort "Petition".

Petition in Zeichnung - Noch eine Woche - Endspurt bis 19. Juli

13.07.2016 18:05 Uhr

Danke an alle, die diese Petition unterschrieben und unterstützt haben!

Jetzt ist noch eine Woche Zeit: Bis einschließlich 19. Juli (und auch noch einige Stunden am 20. Juli) kann diese Petition unterzeichnet werden. Daher die Bitte: Suchen Sie unter ihren Bekannten, unter Kolleginnen und Kollegen Menschen, die sensibel sind für den Verkündigungsauftrag der Kirche und/oder für einen gerechten Umgang mit immateriellen Gütern, und laden Sie sie zur Unterstützung dieser Petition ein! Für den Verweis ist der Kurzlink am besten geeignet: http//openpetition.de/!qltyr

Wenn jemand von Ihnen bereit ist, mit seinem Sachverstand in den Bereichen Theologie (insbesondere Bibelwissenschaften, Katechetik oder Moraltheologie) oder Medienethik oder Ökonomie immaterieller Güter sich für Rückfragen eines Gremiums der Bischofskonferenz zur Verfügung zu stellen, dann bitte ich um eine formlose E-Mail mit den nötigen Informationen (und unbedingt mit dem Wort "Petition" im Betreff!) an meine Adresse hatto@salesianer.de.

Pater Hatto v. Hatzfeld SDB, Köln

Nicht nur eine Frage von Urheberrecht und Wirtschaft

07.07.2016 18:18 Uhr

Heute habe ich vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz erfahren, dass für die Rechte an der Einheitsübersetzung der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) zuständig ist und unser Anliegen also dort behandelt wird. Der VDD ist der Zusammenschluss der deutschen Diözesen zur Wahrnehmung gemeinsamer Aufgaben im rechtlichen und wirtschaftlichen Bereich.

Ich erwarte allerdings, dass unser Anliegen nicht nur als rechtliche Frage behandelt wird. Denn die Gestaltung und Anwendung des Urheberrechts ist eine sehr aktuelle Frage der Medienethik, bei der Moraltheologie und Kirche noch Nachholbedarf haben; und im Fall einer Bibelübersetzung geht es außerdem um den Verkündigungsauftrag der Kirche.

Petition in Zeichnung - Einheitsübersetzung als Open-Access-Bible

25.06.2016 11:39 Uhr

Liebe Unterstützer einer "Open-Access-Bibel"!

Als Forderung nach einer "Open-Access-Bibel" nämlich hat die österreichische Nachrichtenagentur KathPress unsere Petition bezeichnet (siehe goo.gl/VyqkNl).

Mit dieser Mail will ich Sie über den aktuellen Stand der Petition informieren. Sie hat inzwischen deutlich über 1.000 Unterstützer gefunden, mehr als ich zunächst erwartet hatte. Herzlichen Dank für die Unterstützung!

Die Petition kann aber noch mehr Unterstützung brauchen, und so möchte ich Sie bitten, in Ihrem Bekanntenkreis, vor allem unter kirchlichen Mitarbeitern, Ordensleuten, Religionspädagogen und in der Verkündigung ehrenamtlich engagierten Christen das Anliegen zu verbreiten, am besten mit dem Kurzlink openpetition.de/!qltyr, der direkt zur Petition führt.

Um einige Missverständnisse zu klären: Es geht nicht darum, dass die Einheitsübersetzung (wie schon jetzt) auf irgendeiner Website angezeigt und somit gelesen werden kann. Es geht vielmehr darum, dass es legal und ohne ausdrückliche oder gar umständliche Genehmigungen möglich sein muss, den revidierten Text wiederzugeben, zu verbreiten, in moderne Medien (Websites, Diskussionsforen, Apps und noch zu erfindende Anwendungen) einzubinden, Schüler und Katechumenen damit arbeiten zu lassen und so weiter. Die bisherige, ziemlich restriktive Handhabung behindert Kreativität und damit die Verbreitung der Botschaft, deren Verkündigung eigentlich eine Grundaufgabe der Kirche ist. Und sie ist auch medienethisch fragwürdig, weil sie in der Bewahrung und Verbreitung eines immateriellen Kulturguts auf Wege setzt, die der Marktwirtschaft begrenzter, materieller Ressourcen entnommen sind im digitalen Zeitalter nicht mehr angemessen sind.

Neben der oben genannten Meldung von KathNet (deren Pessimismus in Hinblick auf die Unterstützung durch Ihre Unterschriften schon widerlegt wurde!) hat auch die deutsche Nachrichtenagentur KNA eine Meldung gebracht (siehe goo.gl/E4bHr0). Beide haben sicher zum deutlichen Anstieg der Unterzeichnerzahl beigetragen. Inzwischen haben sich auch Journalisten bei mir gemeldet und ich konnte mich zwei Radiointerviews stellen.

In weiteren Rückmeldungen bekam ich auch zwei (unbestätigte, aber für uns interessante) Informationen:

Zum einen erscheint es fraglich, ob die revidierte Einheitsübersetzung tatsächlich im Herbst erscheint; die Herausgabe wird sich aus organisatorischen Gründen wohl um einige Monate verzögern. Das gibt uns eine längere Zeit, auf eine positive Reaktion auf unsere Petition zu drängen.

Zweitens gibt es anscheinend im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz Überlegungen, sich im Bereich der Netzpolitik mit einem Dokument zu positionieren, das aber wohl erst um das Jahresende fertig sein kann. Da kommt unsere Petition also zur rechten Zeit und wir sollten etwas dafür tun, dass die "Internet-Affinen" in der Katholischen Kirche, die dort ja eher unterrepräsentiert sind, ihre Sachkenntnis und ihre Position in diesen Prozess einbringen. Ein Mittel dafür ist sicher eine starke Unterstützung und Verbreitung dieser Petition!

Nochmals Dank für Unterstützung und Verbreitung unseres Anliegens,
Hatto v. Hatzfeld SDB

Wurde denn schon einmal wegen des Urheberrechts an der Einheitsübersetzung gegen Online-Angebote vorgegangen?

24.06.2016 14:05 Uhr

Diese Frage haben mir inzwischen mehrere Journalisten gestellt. Ja, es ist vorgekommen.

Ein Fall wird hier genannt: kreuzknappe.blogspot.de/2016/06/in-deutschland-verboten-kommen-sie-blo.html.

Ein zweiter ist die Veröffentlichung des Stundenbuchs (früher Brevier genannt) auf der Seite www.stundenbuch-online.de/, die dann vom Rechteinhaber unterbunden wurde. Hierzu hat der Benediktiner Siegfried Wewers von St. Ottilien vor einigen Jahren einen scharfen Kommentar verfasst: siegfriedwewers.blogspot.de/2009/03/das-brevier-der-zukunft.html

Schon 365 Unterzeichner ...

21.06.2016 21:40 Uhr

In nur 10 Tagen haben sich schon 365 Unterzeichner dieser Petition angeschlossen. Es sollten aber noch mehr werden! Bitte also den Link (openpetition.de/!qltyr) an Religionspädagogen, Theologen und ehrenamtlich in der Kirche Engagierte sowie andere Interessierte weiterleiten!

Änderungen an der Petition

17.06.2016 10:00 Uhr

Der Text wurde minimal geändert, um Zweideutigkeiten zu beseitigen und einige Aussagen klarer zu machen.


Neuer Petitionstext: Im Herbst 2016 soll die revidierte Ausgabe der Einheitsübersetzung erscheinen (siehe www.dbk.de/presse/details/?presseid=3102).
Wir fordern, dass ein solcher Text im 21. Jahrhundert dieser Text möglichst frei in den modernen Medien zur Verfügung stehen soll. Urheberrechte an der Übersetzung sollten dürfen einer möglichst weiten Verbreitung der Frohen Botschaft Heiligen Schrift des Christentums im deutschen Sprachraum nicht entgegenstehen.
Die Deutsche Bischofskonferenz soll dies beschließen, bevor im Herbst 2016 mit dem Erscheinen der Druckausgaben Fakten geschaffen sind.


Neue Begründung: Für die 1978 fertiggestellte erste Ausgabe wurden die Urheberrechte von der Katholischen Bibelanstalt Stuttgart wahrgenommen. Jede Verwendung dieses Textes, die über die allgemeine Zitierfreiheit hinausgeht, bedarf einer expliziten Zustimmung der Katholischen Bibelanstalt GmbH (vgl. www.bibelwerk.de/Abdruckrechte+-+Inhalt.36656.html). Eine solche Regelung war in einer Zeit, in der die Verbreitung eines Textes eng mit seiner Materialisierung in Form eines Buches verbunden war, verständlich.
Im 21. Jahrhundert findet schriftliche Kommunikation jedoch mehr und mehr über elektronische Medien statt. In dieser Situation ist eine Fokussierung auf die Verbreitung der Frohen Botschaft in Form eines Druckerzeugnisses (neben der mündlichen Verkündigung in Gottesdienst und Katechese) nicht nur nicht zeitgemäß, unzeitgemäß, sondern ein Hindernis für die Erfüllung des Verkündigungsauftrags der Kirche. In der Vergangenheit mussten gelegentlich Internetveröffentlichungen, die liturgische Texte und/oder Texte der Einheitsübersetzung enthielten, aus urheberrechtlichen Gründen wieder vom Netz genommen werden.
werden, obwohl darin innovative Ansätze der Verkündigung enthalten waren.
Wir fordern daher die Deutsche Bischofskonferenz auf, durch entsprechende Gestaltung von Verträgen und Lizenzen für eine weitgehend freie Verfügbarkeit der neuen Einheitsübersetzung und auch der liturgischen Texte deutscher Sprache in elektronischen Medien zu sorgen. Open Access (vgl. de.wikipedia.org/wiki/Open_Access) fördert die Verbreitung und Nutzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Kulturgütern; Open Access ist auch für die Frohe Botschaft eine unbedingt zu nutzende Möglichkeit der Verbreitung, für die eventuelle wirtschaftliche Interessen von Verlagen (auch kirchlichen) kein Hindernis sein dürfen. Auch die – zumindest nichtkommerzielle – Wiedergabe und Verarbeitung des ganzen Textes oder großer Teil sollte freigegeben werden, wobei die Lizenzen der Creative Commons (de.creativecommons.org/) als Vorlage dienen können. Mit einer solchen Freigabe leistet die Kirche zugleich einen kulturellen Dienst an unserer Gesellschaft.
Jesus und die Apostel haben der Verbreitung ihrer frohen Botschaft keine künstlichen Schranken in den Weg gestellt. Die Kirche sollte das auch heute nicht tun.


Die missliche Situation

15.06.2016 21:52 Uhr

Auf offene-bibel.de/drupal/seiten/%C3%BCber_uns wird beklagt, dass es derzeit keine aktuelle frei verfügbare Bibelübersetzung gibt. Dort zieht man die Konsequenz, eine Übersetzung auf Wikipedia-Manier zu erstellen. Sicher ein lobenswerter Ansatz; aber die großen Kirchen im Deutschen Sprachraum müssen sich dadurch anfragen lassen, warum sie nicht selbst eine kompetent erstellte Übersetzung zur (wenigstens bei nicht-kommerzieller Nutzung) freien Verfügung stellen.