04.07.2026, 18:09
Sehr geehrte Unterzeichnerin, sehr geehrter Unterzeichner,
sehr geehrte Anwohner,
liebe Schüler und Kindergartenkinder der Grauhalde,
nachfolgend der Link zum obigen Zeitungsartikel, der vermutlich erst am 06.07.2026 in der Printausgabe erscheinen wird:
https://www.zvw.de/lokales/schorndorf/entt%C3%A4uschung-f%C3%BCr-grauhalde-anwohner-alternativstandorte-werden-nicht-empfohlen_arid-1089629
Dies ist für uns alle eine überaus enttäuschende Nachricht.
Haben wir doch alle bislang gehofft, daß es eine Energiegewinnung für die geplante Nahwärme an einem geeigneteren Ort gibt, der nicht in einer Tallage und nicht in einem reinen Wohn- und Schulgebiet liegt.
Wenn Sie den Artikel in Gänze lesen können (hinter der Bezahlschranke – Copyright), dann ist diesem zu entnehmen, dass ALLEIN wirtschaftliche Interessen den Ausschlag für den Standort Grauhalde gaben. Der Mensch zählt offenbar nicht.
Nach der Lektüre dieses Artikels wundert man sich, dass anscheinend die Würfel bereits VOR der Sitzung des Technischen Ausschusses (am 07.07.2026) gefallen sind und die Ausschussmitglieder nur noch als Statisten dienen.
„Es drängt sich auch der Verdacht auf, dass die Stadt Schorndorf mit der bereits vorbereiteten Bebauungsplanänderung für den Hubschrauberlandeplatz (Grauhalde/Rehhalde) lediglich als Erfüllungsgehilfe für die neu gegründete ‚Wärme Schorndorf GmbH‘ fungiert. An diesem Unternehmen halten die STEAG und Icony die Mehrheit mit 51 %, während die Stadtwerke Schorndorf nur mit einem Minderheitsanteil von 49 % beteiligt sind.
(Zum Vergleich: Die Fernwärme Winnenden GmbH & Co. KG ist ebenfalls ein Gemeinschaftsunternehmen. Die Stadtwerke Winnenden GmbH hält die kommunale Mehrheit mit 51 %, während die restlichen 49 % von der STEAG (bzw. der Nachfolgetochter Iqony) gehalten werden. Das Heizkraftwerk ist eine kombinierte Energiezentrale und wird primär mit Erdgas, Biomethangas (seit 2014) und leichtem Heizöl betrieben. Zudem wird seit den 1990er-Jahren das Deponiegas der nahegelegenen Mülldeponie Eichholz in die Energieerzeugung eingespeist.)
Schorndorf hat nach unserem/dem offiziellen Kenntnisstand keine alternativen Techniken vorangetrieben bzw. andere moderne Techniken überhaupt in Betracht gezogen?
Bestes Beispiel: Die Energiedrehscheibe Weinstadt (Energiezentrale 10) vernetzt verschiedene erneuerbare Energiequellen und nutzt lokal erzeugte Energie. Hauptkomponenten sind dabei Solarstrom, Kläranlagen-Abwärme, Holzhackschnitzel, Batteriespeicher, Großwärmepumpen und künftig auch Wasserstoff. [Quelle Stadt Weinstadt]
Wir, die Initiative Lebenswerte Grauhalde, werfen die Flinte jedoch nicht ins Korn.
Wir wollen weiterhin fair und sachlich die Gemeinderäte mit unseren Argumenten überzeugen, damit der derzeit gültige Bebauungsplan nicht geändert und dadurch das Projekt gekippt wird.
Unsere Argumente von Anfang an und bis heute:
- Es handelt sich bei dem geplanten Heizwerk um eine reine Holzverbrennungsanlage - eine veraltete Technik. (vgl. innovative Techniken in Weinstadt u.a.
- Es wird Altholz der Klasse A1 UND A2 verbrannt, dessen Abluft 10 % der Emissionen (Feinstaub, Ultrafeinstaub der die HirnMembrane durchdringt, Stickoxide) nicht herausfiltern kann
- Es liegt kein Emissionsgutachten vor und lt. den Unterlagen der Stadt Schorndorf zur Bebauungsplanänderung wird aufgrund des beschleunigten Verfahrens nach § 13a BauGB von einer Umweltprüfung und einem Umweltbericht abgesehen.
- Es stehen rein wirtschaftliche Interessen im Vordergrund
- Es liegt kein Lärmschutzgutachten vor – es muss mit Lärm in Form von Zu- und Abfahrtsverkehr, Lüftungsanlagen und Verladeprozessen gerechnet werden.