Kein großflächiger Holzeinschlag im Frohnauer Wald - Berlins Wälder konsequent schützen

Petition richtet sich an
Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Ute Bonde, Leiter der Landesforstverwaltung Berlin Gunnar Heyne

3.118 Unterschriften

78 %
4.000 für Sammelziel

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  1. Gestartet 2021
  2. Sammlung noch > 7 Monate
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  4. Dialog mit Empfänger
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Neuigkeiten

11.01.2026, 15:57

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Liebe Waldfreundinnen und Waldfreunde,

Den inhaltlichen Einstieg in das Jahr 2026 machen wir mit einem öffentlichen Abend zum grundlegenden Thema „Wasser und Wald“. Welche Rolle spielt hier der Klimawandel? Welche Rolle die Landwirtschaft? Welche Rolle forstliche Waldbaufehler? Was muss sich ändern? Der Referent und ehemalige Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner kommt aus der Ernte-orientierten Forstwirtschaft und plädiert u.a. für naturbelassene Flächen im Forst, die mit „Trittsteinen“ für Flora und Fauna untereinander verbunden sind. Herzliche Einladung zu Vortrag und Diskussion am Freitag, 16. Januar 2026 18h in die Seniorenfreizeitstätte Berliner Straße 105/107 in 13467 Berlin.

Gemeinsam mit Ihnen haben wir im vergangenen Jahr für den Wald viel erreicht. Das teure und ökologisch fragwürdige Mischwaldprogramm ist weiterhin eingestellt und wird überprüft, das Moratorium für den Holzeinschlag gilt weiter – eigentlich logisch, da ja kein neues Waldkonzept vorliegt – und die nicht-nachhaltige Ernte soll in Berlin endlich eingestellt werden. Die Waldinitiative hat mit Ihrer Hilfe so viel Bewegung in die Diskussion über den künftigen Umgang mit dem Berliner Wald im Klimawandel gebracht, wie es das in der 116-jährigen Geschichte der hiesigen Forsten noch nie gab.

2026 ist ein Jahr der Entscheidungen für den Berliner Wald. Die Berliner Forsten wollen 2026 mit z.T. neuem Personal an der Spitze zum Jahr der „Reaktion“ auf unsere Anfragen machen. Sie wollen eine neue Waldbaurichtlinie und ihr neues „Dauerwaldkonzept 2065“ vorstellen. Kern dieses Konzeptes: Wieder regelmäßig schwere Maschinen im Wald, dafür Rückegassen überall und alle 40 Meter (sie nennen das „Feinerschließung“), Jagd ganzjährig auch tagsüber und die Ansage: Die Bevölkerung muss sich wieder an das Geräusch der Säge im Wald gewöhnen. Einen „Naturwald“ wollen die Forsten ausdrücklich ebenso wenig wie die angeordnete und andernorts selbstverständliche Satelliten-gestützte Evaluation des forstlichen Handelns über die Jahre hinweg.

An unsere Erfolge werden wir 2026 anknüpfen: Die DUH hat das Thema Berliner Wald mit Kritik an den Berliner Forsten aufgenommen, der BUND hat anlässlich einer Fachtagung, bei der die WI vertreten war, erklärt: Riesige Erntemaschinen haben im Dauerwald nichts verloren, weil sie in naturnahen Wäldern mehr Schäden anrichten (Vgl.: www.bund-mecklenburg-vorpommern.de/service/presse/detail/news/wie-kommen-wir-zum-dauerwald/ ), der NABU hat 2025 zwei Pioniere des naturnahen Waldmanagements prämiert, die die WI von Anfang an den Berliner Forsten als Referenz zum Lernen genannt hat: Die Stadtwälder in Lübeck und Göttingen stehen für das Zulassen von Waldwildnis und eine „prozessschutzorientierte Waldwirtschaft“. Anders als in Berlin dürfen dort besonders viele Bäume alt und !@#$! werden. (Vgl.: www.nabu.de/news/2025/10/waldmedaille2025.html ).

Wir starten mit dem 3-M-Programm ins neue Jahr: Keine Maschinen im Wald! 30 Jahre Einschlags-Moratorium zur Erholung des kranken Waldes! Einführung des angeordneten, satellitengestützten Monitorings zur Evaluation der Langzeitwirkung forstlicher Einschläge!

Werden die Forsten 2026 das Rad zurück drehen? Wir bitten Sie alle, für 2026 noch eine Schippe drauf zu legen – vielleicht gelingt ja dann endlich die Berliner Waldwende zum Natur- und Bürgerwald statt zur nun wieder angekündigten Dauerbeforstung. Zumal in Berlin 2026 die Regierung neu gewählt wird.

Mit freundlichen Grüßen
Der Sprecherrat der Waldinitiative


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