16.07.2026, 12:59
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ich habe am 30. Juni direkt das Bundeskanzleramt angeschrieben, um zu erfahren, wann und in welchem Umfang die versprochenen Entlastungen bei uns in Mühlheim ankommen, damit diese extreme Grundsteuererhöhung gestoppt werden kann. Heute kam die offizielle Antwort aus Berlin.
Die Kurzfassung auf gut Deutsch: Der Bund wäscht seine Hände in Unschuld. Er sagt: „Wir stellen den Bundesländern Milliarden zur Verfügung. Aber es ist die Aufgabe des Landes Hessen, dieses Geld auch an die Städte wie Mühlheim weiterzuleiten.“
Was bedeutet das für uns?
- Der Bund zahlt, aber bei uns kommt nichts an: Das Geld wird auf Landesebene zurückgehalten, während wir vor Ort über die Grundsteuer enteignet werden sollen, um die Löcher im Haushalt zu stopfen.
- Wir müssen größer denken: Unser Protest darf sich nicht nur gegen das Mühlheimer Rathaus richten. Ich werde jetzt den Kontakt nach Wiesbaden suchen. Wir müssen aktiv werden in Richtung Land Hessen und dem Landkreis Offenbach (der uns über die Kreisumlage das Geld entzieht)!
- Gemeinsam sind wir stärker: Ich habe bereits versucht den Kontakt zu den aktiven Bürgerinitiativen in unseren Nachbarstädten Heusenstamm und Rodgau aufzunehmen, leider hat es noch nicht geklappt. Wenn jemand von Euch dabei helfen kann - bitte macht das, denn wenn das Problem auf Landesebene liegt, müssen wir uns kreisweit zusammenschließen. Das hätte eine viel bessere Wirkung.
Wir lassen nicht locker. Sobald ich eine vernünftige Info hinsichtlich einer sinnvollen Einspruchsmöglichkeit gegen die Grundsteuerbescheide habe, werde ich mich melden.
Herzliche Grüße
Euer Günther Seidenberger