Region: Mainz

Keine Neuversiegelung für den Biotech-Campus!

Petition richtet sich an
Oberbürgermeister, Baudezernenten, Mainzer Stadtrat

2.851 Unterschriften

90 %
1.794 von 2.000 für Quorum in Mainz Mainz

2.851 Unterschriften

90 %
1.794 von 2.000 für Quorum in Mainz Mainz
  1. Gestartet September 2024
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

15.04.2026, 04:39

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

Sie haben lange nichts mehr von uns gehört, aber es gibt uns noch und wir sammeln nach wie vor Unterschriften gegen die weitere Versiegelung der Bretzenheimer Ebene. Hier möchte die Stadt Mainz auf 52 ha Ackerland ihr gerade im Bau befindliches "Hochschulerweiterungsgelände" erweitern und einen Campus für Biotech-Start-Ups bauen. (Der Begriff "Hochschulerweiterungsgelände" sagt eigentlich nichts - hier siedelt sich ausschließlich Gewerbe für Biotechnologie an.)
Da nach wie vor kein Stadtratsbeschluss zum erweiterten Biotech-Campus vorliegt, haben wir im März die Laufzeit der Petition um weitere sechs Monate verlängert.
Letztes Jahr im Sommer wurden übrigens auch die Pläne der Universitätsmedizin bekannt, dass sie einen zweiten Standort planen - auf dem ehemals als "Medienpark" des ZDF geplanten, nie verwirklichten Gelände. Hier handelt es sich um eine ebenfalls bislang unversiegelte Kaltluftentstehungsfläche, deren Kaltluftstrom sich z.T. mit der Kaltluft des geplanten Biotech-Campus vermengt und von dort bis an den Rand derNeustadt fließt.
Dazu muss man wissen: Die Universitätsmedizin hat jahrelang die dringend nötige Renovierung und Erweiterung ihrer Gebäude im laufenden Betrieb auf ihrer derzeitigen Fläche in der Mainzer Oberstadt geplant und für realisierbar gehalten. Im Unterschied zum Biotech-Campus ist dies nun ein Anliegen des Landes, aber über die Fläche, die mehrheitlich dem ZDF gehört, entscheidet die Stadt. Wir beobachten das.

Diese zwei riesigen Bauvorhaben, die die Kaltluftzufuhr in große Teile der Stadt weiter einschränken werden, haben uns um einen Gesprächstermin beim Oberbürgermeister bitten lassen. Und so haben wir demnächst die großartige Gelegenheit, nicht nur mit unserem Oberbürgermeister Nino Haase, sondern gleichzeitig auch mit dem neuen Baudezernenten Ludwig Holle und der Umweltdezernentin Janina Steinkrüger zu sprechen.

Manche Menschen sagen uns, wenn wir auf die Online-Petition hinweisen: "Online-Petitionen werden nicht ernstgenommen, weil man deutschlandweit ganz einfach unterschreiben kann. Da fehlt der persönliche Bezug." Wir sammeln die Unterschriften auch im persönlichen Gespräch auf Papier, von den aktuell 2.848 Unterschriften haben wir 1.757 auf Papier gesammelt, das sind über 60 %.
Und weil wir Online-Petitionen bei wichtigen Bauvorhaben durchaus unterstützen, möchten wir Sie noch auf eine anderes Anliegen hinweisen. Hier plant ein privater Investor die Bebauung der artenreichen Sevenicher Auenlandschaft im historischen Weiler Sevenich im Norden von Rheinland-Pfalz. Experten von BUND & NABU haben hier über 100 gesetzlich geschützte Arten nachgewiesen.
Aber lesen Sie selbst:
https://www.openpetition.de/petition/online/savesevenich-rettet-das-sevenicher-auenland-biotop
Diese Petition zu den Sevenicher Auen läuft nur noch bis zum 30.4.26. Bitte zeichnen Sie diese Petition! Sie unterstützen damit das Ziel, wertvolle unversiegelte Flächen zu erhalten, die Lebensraum für die unterschiedlichsten, oft bedrohten Arten sind.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! Bitte machen Sie weiterhin Werbung für die gute Sache bei Familie, Nachbarn, Bekannten.

Ihr Netzwerk nachhaltige Stadtentwicklung


11.03.2025, 19:56

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

sechs Monate sind vergangen, seit wir die Petition gestartet haben.
Bisher gibt es nur den Willen der Stadt, die gut 50 ha besten Ackerlandes in der Bretzenheimer Ebene zum Gewerbegebiet zu machen und teilweise zu bebauen.
In einigen Tagen wird die Regionalversammlung darüber entscheiden, ob dies grundsätzlich erlaubt sein soll.
Damit gibt es noch keinen Beschluss des Stadtrats, den Flächennutzungsplan zu ändern und in die Bauleitplanung einzusteigen - es gibt bislang lediglich die Absicht.
Da unsere Petition an den Oberbürgermeister, die Baudezernentin und den Stadtrat gerichtet ist, also an diejenigen, die die Idee in der Hauptsache vorantreiben, haben wir die Dauer der Petition geändert, um bis zum Stadtratsbeschluss weiter Unterschriften sammeln zu können.
Bitte machen Sie bis dahin Werbung bei Familie, Nachbarn, Bekannten. Vielen Dank!

Ihr Netzwerk nachhaltige Stadtentwicklung


Neues Zeichnungsende: 23.09.2025
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1.485 (1.009 in Mainz)



13.10.2024, 11:04

In der Begründung im Absatz "Vorrang für den Artenschutz": Formatierung geändert


Neues Zeichnungsende: 23.03.2025
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 384 (246 in Mainz)


13.10.2024, 04:01

In der Begründung im Absatz "Vorrang für den Artenschutz": Formatierung geändert


Neue Begründung:

Warum fordern wir das?

Das Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs:2023 hatte Mainz einen städtebaulichen Wettbewerb für diese Fläche ausgeschrieben. Bedingung war u.a., dass die Verringerung des Kaltluftabflusses durch die Bebauung unter 7% bleibt. Der Siegerentwurf lag bei 6%. 17% der Flächen sollen überbaut werden, 20% sind Erschließungsflächen, also Straßen und Wege. Jede Versiegelung erhöht die Tempe­ratur, trotz Dach- und Fassadenbegrünung. Die bereits erfolgten Bauten in der Bretzen­heimer Ebene (Hochschule und Wohnheim, Stadion, das im Bau befindliche Hochschul­erweiterungsgelände) tragen ebenfalls zur allgemeinen Erwärmung bei, auch wenn jede Baumaßnahme für sich genommen nur wenige Prozent ausmacht.

Flächenverbrauch:Da Boden eine praktisch nicht regenerierbare Ressource ist, hat die Landesregierung von Rheinland-Pfalz das Ziel, den Verbrauch neuer Flächen im ganzen Land bis 2030 dauerhaft auf unter 1 Hektar (ha) pro Tag zu senken. Umgerechnet dürfte die Stadt Mainz dann noch knapp 1,8 ha pro Jahr verbrauchen. Zum Vergleich: Der Flächenver­brauch für den Biotech-Campus entspräche dem Flächenverbrauch von gut 10 bis knapp 17 Jahren. So lange dürfte Mainz dann keinen Quadratmeter Fläche mehr verbrauchen.

Vorrang für Ernährungssicherheit:Das Ackerland in der Bretzenheimer Ebene ist von höchster Bodenqualität und trägt zur Ernährung in der Region bei. Regionale Nahrungsmittel machen viele Transporte unnötig und entlasten andere Länder von der Produktion für unsere Bedürfnisse. Nur noch 36 % des in Deutschland verzehrten Gemüses und nur 20 % des hier verzehrten Obstes werden auch in Deutschland produziert. Gleichzeitig sterben immer mehr bäuerliche Höfe. Es darf keine weitere Verringerung der landwirtschaft­lichen Flächen geben! Die Sicherung und Förderung bäuerlicher Landwirtschaft muß auch im Hinblick auf regio­nale und gesunde Ernährung wichtiger Teil der Daseinvorsorge der Kommune werden!

Vorrang für den Klimaschutz:Die Bretzenheimer Senke ist ein wichtiges Kaltluftentstehungsgebiet. Durch Frischluft­schneisen wie das Gonsbachtal wird die kühlende Luft nach Mainz hineingeleitet. Kaltluft­entstehungsgebiet und Frischluftschneise müssen vollständig erhalten bleiben! Die Böden haben noch weitere klimatisch wichtige Funktionen:

  • Speichern von CO2
  • Speichern von Wasser, dadurch Kaltluftbildung durch Verdunstung.

Vorrang für den Wasserhaushalt:Ackerböden haben viele wichtige Funktionen für den Wasserhaushalt.

  • Erhalt des Grundwassers durch das Speichern von Wasser,
  • Abmildern von Überschwemmungen und
  • Verhinderung von Erosion

Vorrang für den Artenschutz:Auf dem Planungsgelände und im Umkreis leben viele gefährdete Arten:ResteArten:

  • Reste einer der letzten Populationen des vom Aussterben bedrohten Feldhamsters in Rheinland-Pfalz:Rheinland-Pfalz,
  • der im Bestand bereits gefährdete Feldhase,
  • die im Bestand rückläufigen Feldlerchen
  • die im Bestand ebenfalls abnehmenden Rebhühner
  • Insekten und Bodenlebewesen.

Wenn wir das Artensterben stoppen wollen, müssen wir den Lebensraum dieser Tiere unbedingt erhalten und ihre Lebensbedingungen verbessern, nicht verschlechtern.



Neues Zeichnungsende: 23.03.2025
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 384 (246 in Mainz)


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