Keine Stadt ohne Klinik - Für eine starke & wohnortnahe medizinische Versorgung in Frankenthal!

Petition richtet sich an:
Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz

9.756 Unterschriften

74 %
8.917 von 12.000 für Quorum in Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz

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  1. Gestartet 24.08.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

28.08.2026, 16:39

Aufgrund einer Anforderung von Open Petition habe ich an 3 Textstellen jeweils Quellen angegeben.


Neue Begründung:

Die gesundheitliche Notfallversorgung von fast 50.000 Bürgerinnen und Bürgern in Frankenthal und weiteren 14 Umlandgemeinden steht auf dem Spiel.
Eine Herabstufung der Stadtklinik zu einer Regioklinik würde den bisherigen Akutkrankenhaus-Charakter des Standorts gefährden. Je nach konkreter Ausgestaltung könnten wichtige stationäre und notfallmedizinische Strukturen wegfallen oder erheblich eingeschränkt werden. Die möglichen Folgen sind gravierend:

Zerschlagung der Notaufnahme
Unsere Zentrale Notaufnahme (ZNA) ist die Lebensader der Region. Mit rund 22.000 Fällen im Jahr 2024 und voraussichtlich rund 23.000 Fällen im Jahr 2025 versorgt sie bereits heute weit mehr als das Doppelte ihrer ursprünglich baulich vorgesehenen Kapazität.Kapazität.(Quelle: www.frankenthal.de/stadt-frankenthal/de/rathaus/politik/sitzungen-der-gremien/ bezugnehmend auf die Beantwortung einer Anfrage der SPD Fraktion im Krankenhausausschuss der Stadt Frankenthal vom 12.11.2025 unter der DRS.Nr. XVIII/1127)
Fällt diese Anlaufstelle weg oder wird sie eingeschränkt, müssen Notfallpatientinnen und -patienten nach Ludwigshafen, Worms oder in weitere Kliniken transportiert werden. Dies führt zu längeren Wegen, höheren Wartezeiten und einer zusätzlichen Belastung der Rettungsdienste sowie der ohnehin stark beanspruchten Notaufnahmen im Umland.

Akute Lebensgefahr bei Schlaganfällen
Die Sektion Neurologie betreibt eine im Landeskrankenhausplan ausgewiesene regionale Stroke Unit mit acht monitorüberwachten Betten. Dort werden jährlich rund 400 Schlaganfallpatientinnen und -patienten behandelt. ( Quelle: www.stadtklinik-ft.de/medizin-pflege/innere-medizin/stroke-unit)
Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute – „Time is Brain“. Je schneller die spezialisierte Behandlung beginnt, desto größer sind die Chancen, bleibende Schäden, Pflegebedürftigkeit oder den Tod zu verhindern. Ohne die Stroke Unit in Frankenthal müssten Betroffene über weitere Strecken in bereits stark belastete Nachbarkliniken transportiert werden. Das kostet wertvolle Zeit und kann Menschenleben gefährden.

Verlust von Intensiv- und Beatmungsplätzen
Die Stadtklinik verfügt über zwölf Intensiv- und Beatmungsplätze. (Quelle: www.stadtklinik-ft.de/medizin-pflege/an%C3%A4sthesie-intensivmedizin/interdisziplin%C3%A4re-intensivstation) Diese sind unverzichtbar für die Behandlung schwerstkranker Patientinnen und Patienten sowie für die sichere Versorgung nach Operationen, bei schweren Infektionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Atemversagen.
Die Intensivstation leistet jährlich zehntausende Beatmungsstunden und verfügt zudem über Erfahrung in der Entwöhnung von der Beatmung, dem sogenannten Weaning. Ein Wegfall dieser Strukturen würde nicht nur intensivpflichtige Patientinnen und Patienten treffen, sondern die gesamte Notfallversorgung, OP-Versorgung und stationäre Akutmedizin am Standort schwächen.

Gefährdung der Geburtshilfe und anderer Akutstrukturen
Eine leistungsfähige Geburtshilfe braucht im Hintergrund jederzeit erreichbare Notfall-, OP-, Anästhesie- und Intensivstrukturen. Werden diese Bereiche eingeschränkt, gerät auch die sichere Versorgung von Müttern und Neugeborenen in Gefahr.
Gleiches gilt für chirurgische, internistische und geriatrische Patientinnen und Patienten. Ein Krankenhaus kann nur dann zuverlässig akute Erkrankungen behandeln, wenn die notwendigen Fachbereiche, Diagnostik, Pflegekräfte und medizinischen Bereitschaften vor Ort vorhanden sind.

Belastung des Rettungsdienstes und Kollaps des Notarztsystems
Das klinikintegrierte Notarztsystem der Stadtklinik leistet jährlich zahlreiche Einsätze und wird von qualifizierten Ärztinnen und Ärzten des Hauses getragen. Eine Schwächung der Klinik würde damit nicht nur die Versorgung innerhalb des Krankenhauses treffen, sondern die gesamte Rettungskette in Frankenthal und der Umgebung.
Wenn jährlich tausende zusätzliche Notfälle nach Worms, Ludwigshafen oder andere Standorte verlagert werden müssten, wären mehr Rettungsfahrzeuge, mehr Personal und längere Einsatzzeiten notwendig. Das wäre medizinisch riskant, organisatorisch kaum zu bewältigen und für die öffentliche Hand erheblich teurer.

Verlust einer wohnortnahen Versorgung
Die Stadtklinik Frankenthal ist für viele Menschen die schnellste und verlässlichste medizinische Anlaufstelle. Gerade ältere Menschen, Familien, Menschen ohne eigenes Auto und Patientinnen und Patienten mit akuten oder chronischen Erkrankungen wären von längeren Wegen besonders betroffen.
Frankenthal und die Umlandgemeinden brauchen keine reduzierte Übergangseinrichtung, sondern ein leistungsfähiges Akutkrankenhaus der Grund- und Regelversorgung – mit Notaufnahme, Intensivmedizin, Stroke Unit, Geburtshilfe, Psychiatrie, Geriatrie und stationärer Behandlung.

Die Gesundheit und Sicherheit von fast 50.000 Menschen dürfen nicht durch eine Herabstufung des Standorts gefährdet werden.


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 3.490 (3.190 in Rheinland-Pfalz)


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