21.07.2026, 04:48
Sehr geehrte Frau Oshionwu, sehr geehrte Herren Dr. Kangarani, Dr. Dinger, Dr. Goes und Rheinländer,
unsere Bürgerinitiative Geismar – lebendig und gesund hat sich im Mai dieses Jahres gegründet, nachdem die Siegerentwürfe des Architektenwettbewerbs für den geplanten Neubau für die Freiwillige Feuerwehr Geismar der Öffentlichkeit präsentiert worden waren.
Wir sind als Bürger*innen des (noch) lebenswerten Geismars erschüttert und auch erbost darüber, dass sämtliche von uns in den letzten 3 Jahren vorgetragenen und nachweislichen Gründe, warum diese Grüne Lunge an der Hauptstraße sowie die wichtigen geschäftsnahen Parkplätze unbedingt erhalten werden müssen, offenbar keinerlei Relevanz für die Stadt Göttingen haben. Ihre offenbar einzige Priorität ist die Funktionalität des Feuerwehrneubaus auf diesem angeblich alternativlosen Gelände, das ja bereits im Besitz der Stadt ist und außerdem unveränderte Anfahrtswege für die Einsatzkräfte bedeuten würde.
Würde der Siegerentwurf umgesetzt werden, müssten jedoch vermutlich alle teils sehr alten Bäume auf dem Gelände gefällt werden und die gesamte Fläche würde versiegelt werden. Die öffentlichen Parkplätze sollen hangabwärts an der Kerllsgasse, also relativ weit von den Geschäften entfernt, ausgewiesen werden!
Gegen die Umsetzung dieser Pläne haben bereits über 1400 Göttinger Bürger*innen unsere Petition „Nein zu Kahlschlag und Versiegelung der Grünen Lunge im Altdorf Geismar“ unterzeichnet.
Wir bitten Sie als mögliches zukünftiges Oberhaupt dieser Stadt:
Lesen sie unsere Petition https://www.openpetition.de/petition/online/nein-zu-kahlschlag-und-versiegelung-der-gruenen-lunge-im-altdorf-geismar und die vielen eindrücklichen Kommentare, machen Sie sich ein Bild von der Stimmung im größten Stadtteil Göttingens und greifen Sie das Thema in Ihrem Wahlkampf auf. Dieser Kahlschlag darf gerade in dieser Zeit des rasant fortschreitenden Klimawandels nicht passieren!
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Bürgerinitiative Geismar – lebendig und gesund
26.06.2026, 01:31
Ich habe als weiteren OB-Kandidaten und Adressaten der Petition Herrn Rheinländer (Die Partei) eingefügt. Er hat sich erst im.Verlauf der Petition als weiterer Kandidat aufstellen lassen.
Neuer Petitionstext:
Sehr geehrte Frau Oshionwu, sehr geehrte Herren Dr. Dinger, Dr. KangaraniKangarani, Dr. Goes und Dr. Goes,Rheinländer,
wir, Bewohner*innen in Göttingen-Geismar und darüber hinaus, protestieren gegen den geplanten Neubau der Freiwilligen Feuerwehr Geismar auf dem Grundstück Hauptstraße/Ecke Kerllsgasse¹.
Es geht um ein seit Jahrzehnten unbebautes Grundstück, eine große Grüne Lunge² im sonst eng bebauten und durch Autopendelverkehr stark belasteten Ortskern von Geismar. Hier wachsen über 20 große, bis zu 90 Jahre alte Bäume³ und zahlreiche Sträucher auf einer großen Rasenfläche. Eingebettet unter Bäumen befindet sich hier auch ein Parkplatz, der von Kund*innen der umliegenden Einzelhandelsgeschäfte und Patient*innen der vier Arztpraxen viel genutzt wird.
Dennoch ist eine Neubaumaßnahme, die auch diesen alten Baumbestand einer vollständigen Versiegelung von mehr als 1500 m² opfert, bereits durch die Stadt Göttingen genehmigt worden. Das heißt: Eine Zerstörung dieser Grünen Lunge!
Dieser fundamentalen Fehlentscheidung haben bereits im Jahr 2023 über 3.000 Bürger*innen schriftlich widersprochen⁴. Doch alle hierzu vorgebrachten Einwände und Vorschläge wurden von der Göttinger Stadtverwaltung als nicht umsetzbar abgelehnt. Im Anschluss hat sie die Rahmenbedingungen für einen Neubau derart eng geführt⁵, dass selbst die vorgetragenen wissenschaftlichen Bedenken keine Berücksichtigung mehr fanden.
Sollte es sich im Jahr 2026, in einer Zeit des rasant fortschreitenden Klimawandels, der Stadt Göttingen nicht eigentlich von selbst verbieten, in einem ohnehin stark belasteten Ortskern eine weitere Hitzeinsel⁶ zu schaffen?
Zusätzlich erfüllt diese Grüne Lunge an der Hauptstraße bei Starkregenereignissen eine wichtige Schwammfunktion⁷ ٫⁸. Mit ihrer vollflächigen Versiegelung stiege die Gefahr von Überschwemmungen im unteren Geismar.
Bereits jetzt hat die Stadt Göttingen außerdem große Schwierigkeiten, ihrer eigenen Baumschutzsatzung⁹ Folge zu leisten und Ersatzpflanzungen für gefällte, gesunde Bäume in adäquatem Umfang vorzunehmen, weil sie selbst immer mehr Flächen versiegelt¹⁰. So entfernt sie sich immer weiter von ihren Klimazielen und gefährdet die Gesundheit ihrer Bürger*innen ¹¹⁻¹⁷.
Jedem lebenden Baum und jeder noch unversiegelten Fläche in unserer Stadt kommt daher eine ganz besondere Bedeutung zu! Wir fordern Sie als Kandidat*innen für die Oberbürgermeisterwahl am 13. September 2026 deshalb eindringlich auf, sich für die erneute und ernsthafte Suche nach Alternativen für den Neubau auf dem Grundstück Hauptstraße/Ecke Kerllsgasse einzusetzen und nach Ihrer Wahl das geplante Bauvorhaben auf diesem schützenswerten Ort zu stoppen!
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1.003 (898 in Göttingen)