• Petition in Zeichnung - Erstaunlich schleppender Verlauf der Unterzeichnung

    11.06.2018 20:39 Uhr

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    Sehr geehrte Damen und Herren,

    inzwischen sind zwei Wochen seit unserer Veröffentlichung vergangen. Während unsere „öffentliche“ Liste von Organisationen, Professionellen und „Promis“ kontinuierlich und in Teilen durch überraschende Unterzeichner wächst, bereitet mir der Verlauf unserer Unterzeichnungsoption für Privatpersonen Bauchschmerzen. Das alles verläuft überraschend schleppend, wo man doch annehmen sollte, dass Frust und Enttäuschung hoch sind. Dennoch: In zwei Wochen knapp 1000 Unterzeichner? Das ist nicht wirklich beeindruckend.

    Ich möchte deshalb einige Einwände kommentieren, die mir als Begründung zugetragen wurden:

    1. Am häufigsten war „Das bringt doch eh nix – die CSU wird sich nicht beeindrucken lassen.“ Das Ausmaß an Frustration und Resignation unter den Rückmeldungen ist erschreckend. Aber noch leben wir in einer Demokratie und sollten unsere Gesprächspartner sehr ermuntern, jene Ausdrucksmöglichkeiten zu nutzen, die uns zur Verfügung stehen.
    2. „Es gibt so viele Aktionen, etwa zum Kreuz in Regensburg oder den fränkischen Asylgipfel.“ Dennoch hat unsere Aktion einen übergreifenden Anspruch zu vielen Politikfeldern und richtet sich im Prinzip an alle Parteien. Gerade detaillierte Beschlüsse wie die des fränkischen Asylgipfels sind da eine gute Ergänzung und es schadet nicht, beides zu unterschreiben.
    3. „Ich habe kein Internet.“ Dafür gibt’s die Papier-Unterzeichnerbögen. Ich hefte ihn nochmals an diese Mail an. Diese Bögen kann man auch bei Dienstbesprechungen oder Vorträgen oder oder einfach herumgehen lassen. Sind sie voll, möge man sie einscannen und bei OpenPetition hochladen – am unteren Seitenende steht der Link, wo man dies kann. Durch den Barcode am unteren Seitenende werden diese Unterschriften automatisch unserer Online-Zählung zugerechnet. Im Zweifelsfall alles an mich und ich lade es hoch.
    4. „OpenPetition verkauft unsere Daten“ Da gibt’s andere Portale, die im Verdacht stehen, von OpenPetition ist m.W. bislang hierzu nichts bekannt. Sie finanzieren sich durch v.a. durch (Klein-)spenden.
    5. „Aber das ist doch schon veröffentlicht und die Aktion ist vorbei“ Nein! Wir sammeln bis zur Landtagswahl und die Kunst wird sein, das Thema kontinuierlich am Köcheln zu halten. Und am besten kann man dies durch den Nachweis von „öffentlichem Interesse“, dokumentiert durch unseren Offenen Brief ebenso wie OpenPetition.

    Ergo: Bitte erwähnen Sie unsere Aktion weiter in Ihrem Familien-/Freundes- und Bekanntenkreis!

    Das gilt natürlich auch für regelmäßige Erinnerungen und Ermutigungen per Mail/Facebook/Twitter… Nicht jeder hat die Nachricht beim ersten Post mitbekommen…

    Soviel einmal für heute. Herzlichen Dank und eine gute neue Woche,

    Jörg Alt SJ

  • Wie dialogbereit ist die CSU?

    05.06.2018 11:47 Uhr

    In diesen Tagen wird uns vorgehalten, wir hätten doch zuerst das Gespräch suchen sollen bevor wir uns öffentlich äußern. Dieser Dialog wurde von vielen gesucht, aber entweder wurde ihm ausgewichen, oder er war nicht ernsthaft, oder er war unbefriedigend. Was mich persönlich betrifft, so habe ich zwei Briefe online gestellt: Einen, den ich im Februar 2017 and Horst Seehofer und einen, den ich im August 2017 an den damaligen Bundestagswahlkampf-Spitzenkandidat Joachim Herrmann gerichtet habe. Im ersten Fal wurde ein Gespräch in Aussicht gestellt, kam aber selbst auf Nachfrage nicht zustande. Im zweiten Fall kam es zu einem Telefonat, welches aber schnell beendet wurde, da schnell unvereinbare Positionen, v.a. hinsichtlich des "Fischens am rechten Rand", offensichtlich waren. Der Link zu den Briefen www.joergalt.de/advocacy/christlich-soziale-politik.html

  • Söder verspricht Papst Franziskus Hilfsprogramm für Obdachlose

    01.06.2018 14:50 Uhr

    Heute wurde Ministerpräsident Söder von Papst Franziskus empfangen. Als "Gastgeschenk" versprach Söder dem Papst ein Hilfsprogramm für Obdachlose. Da kann man nur sagen: "Bravo!" Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Andrerseits sollte man auch Versäumnisse bekennen, etwa den Verkauf von 33.000 gemeinnützigen Wohnungen der GBW unter extrem zwielichtigen Umständen. Aber wen der heutige Tag Beginn einer Bekehrung ist: Gut!

  • Antwort auf den Offenen Brief seitens der CSU durch Justitiar Michael Frieser, MdB

    30.05.2018 10:13 Uhr

    An der Antwort der CSU auf unseren Offenen Brief ist zweierlei bemerkenswert: Zum einen, dass es fast 30 Stunden gedauert wurde, bis sie im "Bayernkurier" veröffentlicht wurde. Zum zweiten, dass Sie sorgfältig alles vermeidet, was nach "Fischen am rechten Rand" verstanden werden könnte. Die "Sorgen der kleinen Leute", sonst ein prominentes Thema, ist in CSU nahen Medien zu finden (etwa der Nürnberger Zeitung), nicht aber bei Michael Frieser. Der versucht darzulegen, dass der Offene Brief ins Leere läuft, weil die CSU schon immer aus christlich sozialer Verantwortung handelte und handelt. Widersprüche, etwa dass Innenminister Herrmann eine Beschneidung des (noch) garantierten rechtsstaatlichen Verfahrens ins Spiel gebracht haben, passen da natürlich nicht. Und der Verweis auf die 79 Professoren, die das Kreuzdekret der CSU befürworten? Viele Unterschriften bei uns sind deutlich höher zu gewichten. Wenn beispielsweise Sr. Katharina Ganz als Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen unterzeichnet, bedeutet dies die Zuzeichnung eines Klosters mit 124 Schwestern - nur in Oberzell. Insofern: Man darf auf die Fortsetzung der Diskussion gespannt sein.

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