18.08.2026 Presseschau
1.797 Unterschriften
- Gestartet 25.06.2026
- Sammlung noch > 8 Wochen
- Einreichung
- Dialog mit Empfänger
- Entscheidung
Neuigkeiten
26.07.2026, 16:38
Ziel von 1500 auf 2000 erhöht. Sammlungsende nach vorne verschoben.
Neues Zeichnungsende: 25.10.2026
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1.500
26.07.2026, 11:39
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
vorab eine erfreuliche Nachricht: Wir stehen kurz davor, die Marke von 1.500 Unterschriften zu knacken! Sobald wir auch dieses Ziel erreicht haben, werden wir es auf 2.000 hochsetzen.
Auch diese Unterstützung hat dazu geführt, dass der Gemeinderat der Gemeinde Wald am 24. Juli 2026 einstimmig beschlossen hat, das gemeindliche Einvernehmen (§ 36 BauGB) für das Vorranggebiet WEA-437-025 „Wald“ zu versagen und einen Normenkontrollantrag (§ 47 VwGO) beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim einzureichen!
Dieser Beschluss legt den Finger in eine offene Wunde der Verbandsplanung: den unübersehbaren Doppelstandard des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben (RVBO). Während der Verband bei anderen Kommunen (wie Argenbühl-Ratzenried oder Meßkirch-Leibertingen) präzise Messungen der Gemeinden zur Windarmut mit der Begründung, man nutze ausschließlich den offiziellen Windatlas der LUBW, zurückwies, wich er im Vorranggebiet Wald eigenmächtig vom Windatlas nach unten ab, um eine windarme Fläche auf Krampf zugunsten eines renditegetrieben Investors im Plan zu halten. Das ist unseres Erachtens ein schwerer Abwägungsfehler!
Der hinkende Röschenwald-Vergleich des Verbandsdirektors
Als Reaktion auf den Walder Beschluss äußerte sich Verbandsdirektor Wolfgang Heine im Südkurier und verteidigte die Ungleichbehandlung mit dem Verweis auf den Windpark „Röschenwald“. Dieser Vergleich hinkt jedoch gleich doppelt:
- Fehlende Daten: Die Anlagen im Röschenwald sind erst seit März 2026 in Betrieb – es existieren folglich noch gar keine echten Ertragsdaten aus dem laufenden Betrieb.
- Andere Rechtslage: In Röschenwald lag bereits eine konkrete Genehmigung vor. In Wald hingegen weicht der Verband rein auf Basis von Angaben eines Projektierers vom offiziellen Windatlas ab.
Dem Regionalverband lag kein Windgutachten vor
Auf unsere Nachfrage musste Verbandsdirektor Heine zugeben: Dem RVBO lag im Planungsverfahren gar kein prüffähiges Windgutachten nach der Technischen Richtlinie 6 (TR 6) vor! Der Verband hat uns bestätigt, dass ihm lediglich eine fünfseitige „Ertragsabschätzung“ im Auftrag des Projektierers Alterric vorlag (dieses Dokument wird in den Unterlagen als "Windgutachten" bezeichnet und kann mit anderen Dokumenten hier abgerufen werden). Eine unabhängige behördliche Prüfung der Berechnungen oder zugrundeliegen Annahmen hat demnach nie stattgefunden und kann auch nicht erfolgen, da Alterric das Gutachten nicht herausgeben möchte.
Es ist völlig undurchsichtig, welche Prämissen den Zahlen überhaupt zugrunde liegen. Bereits diese fünfseitige Abschätzung offenbart jedoch einen gravierenden Mangel: Sechs der herangezogenen Messorte befinden sich weit außerhalb des Vorranggebiets (teils bis zu 5 km von den geplanten Anlagen entfernt). Das legt den Verdacht nahe, dass das Gutachten nicht entsprechend den Vorgaben der TR 6 erstellt wurde und einer unabhängigen Überprüfung nicht standhalten würde.
Fehlende Transparenz im Anhörungsverfahren
Auffällig ist zudem: Die fünfseitige Ertragsabschätzung trägt das Datum vom 6. November 2023. Die erste offizielle Beteiligung der Öffentlichkeit (1. Offenlage) begann jedoch erst am 29. Januar 2024. Das Dokument lag dem Regionalverband also vermutlich bereits vor Beginn dieser Anhörung vor, wurde es den Bürgern und der Öffentlichkeit allerdings nicht zugänglich gemacht. Nachfragen von Bürgern hinsichtlich des Windgutachtens bügelte der Verband einfach unter Verweis auf seinen Beurteilungsspielraum ab. Das ist unseres Erachtens ein klarer Verfahrensfehler.
Akteneinsicht gefordert
Um diese Mängel zu dokumentieren, haben wir den Verbandsdirektor aufgefordert, uns Einsicht in die gesamte Behördenkommunikation (E-Mails, Aktenvermerke, Protokolle) zwischen dem RVBO und den Firmen Alterric, WKBO sowie RSC zu gewähren.
Wie ihr uns weiter helfen könnt
Teilt gerne dieses Update in euren Netzwerken, sprecht mit euren Nachbarn und zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger in Wald, Sauldorf und Umgebung geschlossen hinter dem Beschluss des Walder Gemeinderats stehen! Ermutigt auch die Gemeinderäte in Sauldorf, diesem vorbildlichen Schritt zu folgen.
Wir arbeiten derzeit an einer Webseite und werden euch informieren, sobald sie online geht.
Vielen Dank für eure Unterstützung!
13.07.2026, 11:52
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
wir haben die magische Grenze geknackt: 1.000 Unterschriften! Das ist ein absolut großartiger Meilenstein und ein unüberhörbares Signal an die Politik, das Landratsamt und die Projektierer. Ein riesiges Dankeschön an jede(n) Einzelne(n) von euch für diese überwältigende Unterstützung!
Neues Ziel: 1.500 Unterschriften für noch mehr Druck
Weil der Zuspruch so enorm ist und wir den Druck auf die Entscheidungsträger weiter maximieren wollen, haben wir das Ziel jetzt auf 1.500 Unterschriften hochgesetzt. Je mehr wir sind, desto schwerer fällt es den Verantwortlichen, unsere sachlichen und juristischen Argumente einfach zu ignorieren.
Bitte helft weiterhin mit!
Die Dynamik ist auf unserer Seite, lasst sie uns nutzen! Bitte teilt den Link zur Petition weiterhin kräftig in euren WhatsApp-Gruppen, im Status und in den sozialen Medien. Sprecht mit Nachbarn und Freunden.
Gemeinsam zeigen wir, dass man über die Köpfe der Bürger hinweg keine Fakten schaffen kann!
Mit motivierten Grüßen,
Paul Güntner
10.07.2026, 04:02
Kleinere kosmetische Änderungen des Textes und des Titels sowie Korrektur von kleineren Tippfehlern.
Neuer Titel: Schutz von Natur & ArtenschutzArtenvielfalt statt ökologisch widersinnigem Windpark in Wald
Neuer Petitionstext:
Wir fordern den sofortigen und endgültigen Stopp des geplanten Projekts „Windpark Wald 1 + 2“ (Projektierer: Alterric / WKBO). Das Vorhaben ist ökologisch verheerend und ökonomisch widersinnig.
Wir fordern den Projektausstieg aus folgenden Gründen:
- Keine Rodung von gesundem Wald: Der geplante Kahlschlag von
rund neun Fußballfeldern (laut Information des Projektierers)intaktem Wald muss verhindert werden. Laut Information des Projektierers sind es rund neun Fußballfelder, in der Realität dürfte es deutlich mehr sein. - Schutz des offiziellen Schonwaldes: Unmittelbar neben dem geplanten Windpark grenzt ein offiziell von der Forstdirektion Tübingen anerkannter, geschützter Schonwald. In diesem sensiblen Schutzraum befinden sich nicht nur drei Biotope, er beheimatet auch zahlreichen Tier- und Pflanzenarten. Dies darf nicht durch den Bau und Betrieb von
250ca. 270 Meter hohen Windkraftanlagen gefährdet werden. - Lebensraumgarantie für bedrohte Arten: Der Wald darf nicht als Lebensstätte streng geschützter Arten geopfert werden. Wir fordern den strikten Schutz der heimischen Vorkommen von Rotmilan, Schwarzstorch, Weißstorch, Mäusebussard und zahlreichen geschützten Fledermausarten.
- Stopp von Subventionsgräbern ohne Wind: Wir fordern das Landratsamt auf, die Genehmigung für ein Projekt zu versagen, das laut offiziellen Windmessungen (Windatlas Baden-Württemberg, siehe Planungsunterlagen) in einem Schwachwindgebiet liegt und sich wirtschaftlich und ökologisch niemals amortisieren kann. Ökonomisch falsche Subventionsanreize dürfen nicht dazu führen, dass gesunder Wald und ganze Dorfer für reine Renditeobjekte Einzelner (nämlich der beteiligten Großkonzerne und des Fürsten) geopfert werden.
- Intransparenz des Projektierers: Der Projektierer Alterric (der zur Hälfte dem ENERCON Konzern und der EWE AG gehört), wollte auf der Informationsveranstaltung am 22.6.2026 keine Fragen beantworten (wir waren selbst anwesend). Die Gutachten zum Artenschutz, zu den Schatten- und Schallimmissionen und insbesondere das Windgutachten, das dem offiziellen Windatlas widerspricht, möchten die Projektierer nicht herausgeben. Das spricht für ein unseriöses und rein renditegetriebenes Vorgehen. Wenn alles "wasserdicht" wäre, hätten die Projektierer kein Problem mit der Veröffentlichung.
Neue Begründung:
Diese Petition ist die Notbremse gegen ein absurdes Großprojekt, das den Klimaschutz ad absurdum führt: Hier soll gesunder, lebendiger Wald gerodet werden, um Industrieanlagen in ein Gebiet zu bauen, in dem schlicht kaum Wind weht. Das ist nicht nur ökologisch verheerend, sondern macht ausauch wirtschaftlichgesamtwirtschaftlich keinen Sinn. Es soll aus reiner Profitgier zu Lasten der Bürger gebaut werden, kostetkoste es was es wolle.
Darum ist Ihr Mitzeichnen jetzt wichtig:
- Der Hauptgrund: Ökonomischer und ökologischer Subventionsirrsinn. Laut den offiziellen Windmessungen des Landeswindatlasses gibt es auf den geplanten Flächen zu wenig Wind für einen wirtschaftlichen und ökologisch sinnvollen Betrieb. Das Projekt trägt somit nicht oder nur sehr wenig zur Energiewende bei. Dass es dennoch durchgedrückt werden soll, liegt einzig an ökonomisch fehllenkenden Subventionen, die es dem Investor und dem Fürsten ermöglichen, auf Kosten der Allgemeinheit Kasse zu machen, während das Risiko auf unsere Region abgewälzt wird. Wir sagen Nein zu Industrieanlagen, die nur auf dem Papier und durch Subventionen existieren!
- Zerstörung von gesundem Wald direkt am Schonwald. Für Fundamente, Wege und Kranstellflächen sollen ca. 11 Fußballfelder Wald einbetoniert werden. Direkt neben dem Park liegt ein offiziell ausgewiesener Schonwald, der seltene Waldgesellschaften und Biotope für die Zukunft bewahren soll. Es ist ein unerträglicher Widerspruch, direkt an der Grenze dieses Schutzraumes einen tonnenschweren Industriepark in den Waldboden zu rammen.
- Todeszone für geschützte Arten. Der Wald ist ein hochkomplexes Refugium, in dem geschützte Vögel wie Rotmilan, Mäusebussard sowie seltene Schwarz- und Weißstörche jagen und brüten. In den alten Baumbeständen leben zudem diverse Fledermauspopulationen. Der Bau dieser
250270 Meter hohen Rotoren direkt in ihren Flug- und Jagdkorridoren macht das gesamte Waldgebiet zu einer tödlichen Falle für die Tierwelt. - Gemeinsam stark gegen die Verschleierung. Das Projekt wird mit aller Macht und maximaler Intransparenz vorangetrieben. Ein privates Gutachten des profitierenden
GrundbesitzersProjektierers(Fürst von Hohenzollern),(Alterric), das die Windarmut plötzlich wegrechnet, wird vor den Bürgern geheim gehalten. Warum wohl? Nach unseren Information wurden die Windmessungen für das Gutachten in einer Windschneise Richtung Meßkirch (etwa vier Kilometer vom geplanten Windparks entfernt!) vorgenommen. Dies widerspricht der Technischen Richtlinie Teil 6 (TR 6), die fordert, dass die herangezogenen Daten repräsentativ für den exakten Anlagenstandort sein müssen. Auch Schall- und Schattengutachten bleiben geheim, obwohl sich die Annahmen der Betreiber nach Inbetriebnahme oft als falsch erweisen. In Beiereck (bekannt u.a. aus Tagesschau und SWR) denken etwa 50% der Bürger wegen des Lärms über einen Wegzug nach.
Was wir tun können: Unser Widerstand ist der entscheidende Risikofaktor
Da die Gesetze massiv verschärft wurden, kann man Windparks rein juristisch kaum noch verhindern. Die einzige harte rechtliche Angriffsfläche, die vor Gericht wirklich Bestand hat, ist das gezielte Anfechten der fehlerhaften Gutachten.
Doch unser organisierter Bürgerprotest über diese Petition hat noch eine ganz andere, im Hintergrund extrem mächtige Wirkung:
- Verzögerung vernichtet die Rendite. Bei solchen Projekten gilt: Zeit ist Geld. Jeder Monat Verzögerung durch unseren Protest kostet den Betreiber Geld. Verpassen sie das Rodungsfenster im Winter, verliert der Investor ein ganzes Jahr und die Kalkulation wackelt.
- Die finanzierenden Banken schauen genau hin: Ein solches Millionenprojekt hängt immens an der Finanzierung durch Banken. Bevor eine Bank Kredite freigibt, prüft deren Risikoabteilung das Projekt auf Herz und Nieren. Wenn eine Bank sieht, dass ein Windpark in einem windarmen Gebiet geplant ist, auf heftigen und lückenlosen Widerstand der Bevölkerung stößt und mit rechtlich wackeligen Gutachten arbeitet, steigen die Finanzierungsrisiken drastisch.
Unser Ziel: Das Projekt „unfinanzierbar“ machen! Wenn das Risiko für die Banken zu groß wird, ziehen die Geldgeber den Stecker. Ohne Millionen-Kredite der Banken bricht das Projekt des Investors wie ein Kartenhaus zusammen. Ein weiterer Hoffnungsschimmer: Wie ein SWR-Bericht am Beispiel Windpark Rammert zeigt, gehen Projekte in Schwachwindgebieten bei den EEG-Ausschreibungen oft leer aus und rentieren sich dann häufig nicht mehr. Genau dieses wirtschaftliche Risiko droht auch hier: Wenn wir das Verfahren durch unseren Widerstand lang genug verzögern, wird das Projekt für Betreiber und Banken finanziell unkalkulierbar.
Mit Ihrer Unterschrift demonstrieren Sie nicht nur Ihren Unmut, sondern Sie sorgen für die nötige Öffentlichkeit, die dieses Projekt für Investoren und Banken zu einem unkalkulierbaren, unrentablen Risiko macht. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass sich dieses Subventionsgrab für den Betreiber wirtschaftlich nicht mehr lohnt!
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 817
07.07.2026, 07:13
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
innerhalb von nur fünf Tagen haben wir unser Ziel von 500 Unterschriften erreicht! Ein riesiges Dankeschön für eure großartige Unterstützung. Um den politischen Druck maximal zu erhöhen, haben wir uns entschlossen, das Ziel auf 1.000 Unterschriften zu erhöhen. Also verbreitet die Petition bitte weiter!
Kurzzeitig wurde unsere Petition durch gezielte Meldungen blockiert. Inzwischen ist die Petition aber wieder freigeschaltet. Das das zeigt uns aber deutlich: Wir treffen einen wunden Punkt!
Das Landratsamt hat uns nach unserem Antrag die offiziellen Schall- und Schattenwurfgutachten sowie die Unterlagen zum Artenschutz übersandt! Einzig das Windgutachten fehlt noch. Zudem wurden uns weitere brisante Hinweise zugetragen. Dazu im Einzelnen:
1. Was uns bei der Informationsveranstaltung verschwiegen wurde
Der geplante Windpark mit neun ca. 270 Meter hohen Windrädern hat gigantische, industrielle Ausmaße. Uns haben dazu folgende Hinweise erreicht:
- Uns liegen ernstzunehmende Hinweise vor, wonach die zu rodende Waldfläche für das Gesamtprojekt insgesamt etwa 90 Hektar betragen könnte. Das wäre mehr als ein Drittel des als Vorranggebiet ausgewiesenen Waldes und 20-mal mehr als in der Informationsveranstaltung suggeriert!
- Allein für ein einziges Fundament sollen etwa 350 Lkw mit Beton durch unsere Dörfer rollen.
- Nach uns vorliegenden Informationen soll an der Straße zwischen Rengetsweiler und Walbertsweiler Umspannwerk mit ca. 2.500 m² Fläche entstehen. Einzelnen Bürgern wurde auf der Informationsveranstaltung erzählt, dass hier das Isoliergas SF6 (das klimaschädlichste Gas überhaupt - 24.000-mal klimaschädlicher als CO₂!) eingesetzt wird, das eigentlich seit Anfang 2026 verboten ist. Nach aktuellen wissenschaftlichen Studien und Untersuchungen des Umweltbundesamtes ist die Dunkelziffer von Gas-Lecks mit SF6 in der Realität deutlich höher als bisher angenommen.
2. Erste Auswertung der Unterlagen des Landratsamtes
Unsere erste Durchsicht der vom Landratsamt erhaltenen Dokumente enthüllt Unfassbares:
- Lärm: Im Wohngebiet „Im Riedle 2“ sowie weiteren Orten am südlichen und westlichen Rand der Ortschaften Walbertsweiler und Wald wird der Nacht-Grenzwert von 40 dB(A) mit teils mehr als 43 dB(A) deutlich überschritten. Die Gutachter rechnen dies nur deshalb schön, weil sie die zuerst geplanten Anlagen (Wald 1) als „Vorbelastung“ definieren. So wird die zusätzliche Belastung durch Wald 2 als „irrelevant“ eingestuft. Das ist eine absolute Frechheit und rechtlich höchst fragwürdig!
- Schattenwurf: Die theoretische Belastung im Riedle und an insgesamt 93 von 107 untersuchten Orten ist mit bis zu 135 Stunden pro Jahr extrem hoch. Dass die Grenzwerte von 30 Stunden eingehalten werden, hängt einzig an einer Abschaltautomatik. Ohne diese Technik wäre ein gesundes Wohnen dort unmöglich. Ob sie wirklich zuverlässig funktioniert, weiß niemand.
- Artenschutz: Die Gutachter geben selbst zu, dass für einzelne Anlagen ein signifikant erhöhtes Tötungsrisiko für den Rotmilan besteht. Sie steht viel zu nah am Waldrand und an wichtigen Flugkorridoren. Zudem basiert die gesamte artenschutzrechtliche Bewertung teilweise auf völlig veralteten Daten. So wird die Rote Liste für Fledermäuse in den Gutachten als „total veraltet“ bezeichnet, da sie noch auf Daten der 1990er Jahre beruht. Auch Einschätzungen zum Rotmilan wurden seit 10 Jahren nicht aktualisiert.
3. Die juristischen Ansatzpunkte
- Hebel 1 (Gemeinde): Der Gemeinderat kann das Einvernehmen verweigern (§ 36 BauGB), dessen Erteilung demnächst ansteht. Zudem hat die Gemeinde Wald bis Ende Januar 2027 Zeit, den am 26. Januar 2026 in Kraft getretenen Teilregionalplan per Normenkontrollantrag (§ 47 VwGO) gerichtlich zu kippen. Ein zentraler Ansatzpunkt ist hier das mangelhafte Windgutachten: Dieses stammt laut Planungsunterlagen von einem privaten Projektierer, weshalb sich der Verdacht aufdrängt, dass es der jetzige Betreiber selbst war, um das eigentlich ungeeignete Gebiet durchzuboxen. Bricht dieses Gutachten weg, bricht die Planung zusammen.
- Hebel 2 (Bürger): Bei Genehmigung können Betroffene Widerspruch und Anfechtungsklage erheben. Per Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht werden wir einen sofortigen Baustopp anstreben.
4. Widerstand & Aufruf
Wir maximieren den Druck auf Politik, Landratsamt und Banken. Die vorliegenden Gutachten prüfen wir bereits, das noch fehlende Windgutachten fordern wir weiter ein. Dazu gründen wir eine Bürgerinitiative. So könnt ihr uns helfen:
- Webseite (Dringend): Wer kann uns zeitnah eine unabhängige Webseite erstellen? Bitte schnell melden!
- Aktiv werden: Ob Organisation, Flyer verteilen oder Fachwissen (Artenschutz, Schall, Schatten, etc.) – wir brauchen jede helfende Hand.
- Hinweise: Über zweckdienliche Hinweise und Daten freuen wir uns und werden diese auf Wunsch auch absolut vertraulich behandeln.
Bitte teilt diese Petition weiter. Jede Unterschrift stärkt unsere Position!
Mit motivierten Grüßen,
Paul Güntner
07.07.2026, 03:55
Sehr geehrte Unterstützende,
die Petition wurde gemäß unserer Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die temporäre Sperrung wurde wieder aufgehoben und die Petition kann nun weiter unterzeichnet werden.
Wir bedanken uns für Ihr Engagement!
Ihr openPetition-Team
06.07.2026, 05:51
Mehr Quellen gesetzt und einzelne Passagen angepasst.
Neuer Petitionstext:
Wir fordern den sofortigen und endgültigen Stopp des geplanten Projekts „Windpark Wald 1 + 2“ (Projektierer: Alterric / WKBO). Das Vorhaben ist ökologisch verheerend und ökonomisch widersinnig.
Wir fordern den Projektausstieg aus folgenden Gründen:
- Keine Rodung von gesundem Wald: Der geplante Kahlschlag von rund
11neun Fußballfeldern (laut Information des Projektierers) intaktemBinnenwald zur Errichtung von IndustrieanlagenWald muss verhindert werden. - Schutz des offiziellen Schonwaldes: Unmittelbar neben dem geplanten Windpark grenzt ein offiziell von der Forstdirektion Tübingen anerkannter, geschützter Schonwald. In diesem sensiblen Schutzraum befinden sich nicht nur drei Biotope, er beheimatet auch zahlreichen Tier- und Pflanzenarten. Dies darf nicht durch den Bau und Betrieb von 250 Meter hohen Windkraftanlagen gefährdet werden.
- Lebensraumgarantie für bedrohte Arten: Der Wald darf nicht als Lebensstätte streng geschützter Arten geopfert werden. Wir fordern den strikten Schutz der heimischen Vorkommen von Rotmilan, Schwarzstorch, Weißstorch, Mäusebussard und zahlreichen geschützten Fledermausarten.
- Stopp von Subventionsgräbern ohne Wind: Wir fordern das Landratsamt auf, die Genehmigung für ein Projekt zu versagen, das laut offiziellen Windmessungen (Windatlas
Baden-Württemberg)Baden-Württemberg, siehe Planungsunterlagen) in einem Schwachwindgebiet liegt und sich wirtschaftlich und ökologisch niemals amortisieren kann. Ökonomisch falsche Subventionsanreize dürfen nicht dazu führen, dass gesunder Wald und ganze Dorfer für reine Renditeobjekte Einzelner (nämlich der beteiligten Großkonzerne und des Fürsten) geopfert werden. - Intransparenz des Projektierers: Der Projektierer Alterric (der zur Hälfte dem ENERCON Konzern und der EWE AG gehört), wollte auf der Informationsveranstaltung am 22.6.2026 keine Fragen beantworten (wir waren selbst anwesend). Die Gutachten zum Artenschutz, zu den Schatten- und Schallimmissionen und insbesondere das Windgutachten, das dem offiziellen Windatlas widerspricht, möchten die Projektierer nicht herausgeben. Das spricht für ein unseriöses und rein renditegetriebenes Vorgehen. Wenn alles "wasserdicht" wäre, hätten die Projektierer kein Problem mit der Veröffentlichung.
Neue Begründung:
Diese Petition ist die Notbremse gegen ein absurdes Großprojekt, das den Klimaschutz ad absurdum führt: Hier soll gesunder, lebendiger Wald gerodet werden, um Industrieanlagen in ein Gebiet zu bauen, in dem schlicht kaum Wind weht. Das ist nicht nur ökologisch verheerend, sondern macht aus wirtschaftlich keinen Sinn. Es soll aus reiner Profitgier gebaut werden, kostet es was es wolle.
Darum ist Ihr Mitzeichnen jetzt wichtig:
- Der Hauptgrund: Ökonomischer und ökologischer Subventionsirrsinn. Laut den offiziellen Windmessungen des Landeswindatlasses gibt es auf den geplanten Flächen zu wenig Wind für einen wirtschaftlichen und ökologisch sinnvollen Betrieb. Das Projekt trägt somit nicht zur Energiewende bei. Dass es dennoch durchgedrückt werden soll, liegt einzig an ökonomisch fehllenkenden Subventionen, die es dem Investor und dem Fürsten ermöglichen, auf Kosten der Allgemeinheit Kasse zu machen, während das Risiko auf unsere Region abgewälzt wird.
Gewerbesteuer-Mehreinnahmen wird es keine geben, da Großkonzerne die Windparks gezielt arm rechnen.Wir sagen Nein zu Industrieanlagen, die nur auf dem Papier und durch Subventionen existieren! - Zerstörung von gesundem Wald direkt am Schonwald. Für Fundamente, Wege und Kranstellflächen sollen ca. 11 Fußballfelder Wald einbetoniert werden. Direkt neben dem Park liegt ein offiziell ausgewiesener Schonwald, der seltene Waldgesellschaften und Biotope für die Zukunft bewahren soll. Es ist ein unerträglicher Widerspruch, direkt an der Grenze dieses Schutzraumes einen tonnenschweren Industriepark in den Waldboden zu rammen.
- Todeszone für geschützte Arten. Der Wald ist ein hochkomplexes Refugium, in dem geschützte Vögel wie Rotmilan, Mäusebussard sowie seltene Schwarz- und Weißstörche jagen und brüten. In den alten Baumbeständen leben zudem diverse Fledermauspopulationen. Der Bau dieser 250 Meter hohen Rotoren direkt in ihren Flug- und Jagdkorridoren macht das gesamte Waldgebiet zu einer tödlichen Falle für die Tierwelt.
- Gemeinsam stark gegen die Verschleierung. Das Projekt wird mit aller Macht und maximaler Intransparenz vorangetrieben. Ein privates Gutachten des profitierenden Grundbesitzers (Fürst von Hohenzollern), das die Windarmut plötzlich wegrechnet, wird vor den Bürgern geheim gehalten. Warum wohl? Nach unseren Information wurden die Windmessungen für das Gutachten in einer Windschneise Richtung Meßkirch (etwa vier Kilometer vom geplanten
WundparkWindparks entfernt!) vorgenommen. Dies widerspricht der Technischen Richtlinie Teil 6 (TR 6), die fordert, dass die herangezogenen Daten repräsentativ für den exakten Anlagenstandort sein müssen. Auch Schall- und Schattengutachten bleiben geheim, obwohl sich die Annahmen der Betreiber nach Inbetriebnahme oft als falsch erweisen. In Beiereck (bekannt u.a. aus Tagesschau und SWR) denken etwa 50% der Bürger wegen des Lärms über einen Wegzug nach.
Was wir tun können: Unser Widerstand ist der entscheidende Risikofaktor
Da die Gesetze massiv verschärft wurden, kann man Windparks rein juristisch kaum noch verhindern. Die einzige harte rechtliche Angriffsfläche, die vor Gericht wirklich Bestand hat, ist das gezielte Anfechten der fehlerhaften Gutachten.
Doch unser organisierter Bürgerprotest über diese Petition hat noch eine ganz andere, im Hintergrund extrem mächtige Wirkung:
- Verzögerung vernichtet die Rendite. Bei solchen Projekten gilt: Zeit ist Geld. Jeder Monat Verzögerung durch unseren Protest kostet den Betreiber Geld. Verpassen sie das Rodungsfenster im Winter, verliert der Investor ein ganzes Jahr und die Kalkulation wackelt.
- Die finanzierenden Banken schauen genau hin: Ein solches Millionenprojekt hängt immens an der Finanzierung durch Banken. Bevor eine Bank Kredite freigibt, prüft deren Risikoabteilung das Projekt auf Herz und Nieren. Wenn eine Bank sieht, dass ein Windpark in einem windarmen Gebiet geplant ist, auf heftigen und lückenlosen Widerstand der Bevölkerung stößt und mit rechtlich wackeligen Gutachten arbeitet, steigen die Finanzierungsrisiken drastisch.
Unser Ziel: Das Projekt „unfinanzierbar“ machen! Wenn das Risiko für die Banken zu groß wird, ziehen die Geldgeber den Stecker. Ohne Millionen-Kredite der Banken bricht das Projekt des Investors wie ein Kartenhaus zusammen. Ein weiterer Hoffnungsschimmer: Wie ein SWR-Bericht am Beispiel Windpark Rammert zeigt, gehen Projekte in Schwachwindgebieten bei den EEG-Ausschreibungen oft leer aus und rentieren sich dann häufig nicht mehr. Genau dieses wirtschaftliche Risiko droht auch hier: Wenn wir das Verfahren durch unseren Widerstand lang genug verzögern, wird das Projekt für Betreiber und Banken finanziell unkalkulierbar.
Mit Ihrer Unterschrift demonstrieren Sie nicht nur Ihren Unmut, sondern Sie sorgen für die nötige Öffentlichkeit, die dieses Projekt für Investoren und Banken zu einem unkalkulierbaren, unrentablen Risiko macht. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass sich dieses Subventionsgrab für den Betreiber wirtschaftlich nicht mehr lohnt!
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 663
06.07.2026, 05:32
Dies ist ein Hinweis der openPetition-Redaktion:
Diese Petition steht im Konflikt mit Punkt 1.4 der Nutzungsbedingungen für zulässige Petitionen.
Bitte belegen Sie Ihre Aussagen mit Quellen (Link/URL) oder kennzeichnen Sie sie als eigene Meinung:
"Der geplante Kahlschlag von rund 11 Fußballfeldern intaktem Binnenwald zur Errichtung von Industrieanlagen muss verhindert werden."
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"laut offiziellen Windmessungen (Windatlas Baden-Württemberg)"
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"Gewerbesteuer-Mehreinnahmen wird es keine geben, da Großkonzerne die Windparks gezielt arm rechnen."
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