• Änderungen an der Petition

    at 25 Feb 2021 11:59

    MIMO Technik: eine Definition in Klammern hinzugefügt
    WLAN an Schulen: bei Laptops das Wort 'verkabelt' hinzugefügt
    BfS: Bei der ersten Erwähnung 'Bundesamt für Strahlenschutz' hinzugefügt, da nicht jeder die Abkürzung kennt


    Neuer Petitionstext:

    Sofortiger Stopp des Ausbaus von 5G, bis die Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt realistisch und umfänglich untersucht sind.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir erleben, dass ein sehr großer Teil der Bevölkerung wenig bis keine Kenntnisse von den möglichen gesundheitlichen Schädigungen durch Mobilfunk, von 3G - 5G, WLAN und anderen Strahlungsquellen hat. Sie reichen von Schlaflosigkeit über Burnout bis zu Krebserkrankungen - auch bei immer jüngeren Menschen. Schon 2011 wurde Funkstrahlung von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als möglicherweise krebserregend klassifiziert. 2019 empfahl der WHO/IARC-Beirat nach Veröffentlichung neuer Forschungsergebnisse, die Funkstrahlung mit hoher Priorität neu zu bewerten.

    Mit 5G kommt zusätzlich eine ganz neue Dimension von Strahlungsdichte und -belastung auf uns zu, mit immer höheren Frequenzen, die in ihrer Langzeitwirkung bisher nicht erforscht sind. Die tatsächliche Strahlenbelastung durch 5G könnte die Grenzwerte partiell um ein Vielfaches übersteigen.

    Die Grenzwerte sind in Deutschland seit 20 Jahren gleichbleibend extrem hoch angesetzt. Andere Länder haben bedeutend geringere Grenzwerte. Mobiles Telefonieren sowie Datenaustausch funktionieren auch dort.

    Viele PolitikerInnen sind offenbar nicht ausreichend darüber informiert, welche gesundheitlichen Folgen die Strahlenbelastung insgesamt für die Bürger - vor allem für die Kinder - haben kann.

    Unsere Körper sind bio-elektrische Organismen. Durch unser Nervensystem fließen feinste elektrische Signal-Impulse, und unser Zellstoffwechsel wird durch elektrische Spannungspotentiale aufrechterhalten. Ist es da nicht logisch, dass gepulste, hochfrequente Dauer-Mikrowellenstrahlung von 5G- und anderen Sendeanlagen, sowie von Handys, WLAN, DECT-Telefonen, Smart Metern, Babyphones - die Zellkommunikation allen biologischen Lebens stört?

    WLAN an Schulen widerspricht den Vorsichts-Empfehlungen des BfS,Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), zumal Kinder und Jugendliche aufgrund ihrer körperlichen Entwicklung stärker von Funkstrahlung beeinflusst werden als Erwachsene. Es ist nachhaltiger und technisch möglich, Endgeräte zu verkabeln und statt mit WLAN-gesteuerten Tablets mit verkabelten Laptops zu arbeiten.

    Da von den eingangs genannten Verantwortlichen zur Gefährdung durch Mobilfunk etc. nicht oder nur unausgewogen informiert wird, richten wir vom Bündnis Verantwortungsvoller Mobilfunk Deutschland einen dringenden Appell an Sie, Ihrer Pflicht zur umfassenden Aufklärung und Vorsorge nachzukommen und fordern umgehend ein sofortiges Moratorium für den 5G-Rollout, bis die Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt realistisch und umfänglich untersucht sind.



    Neue Begründung:

    1. Die stark zunehmende, von Medizinern und Betroffenen bestätigt gesundheitliche Belastung der Bevölkerung - besonders der Elektrohypersensiblen (EHS), der Kinder und Älteren - durch die Verdichtung der Funkstrahlen-Exposition, die mit der flächendeckenden Installation von 5G weiter zunimmt. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge werden auch Insekten (Bienen!) durch Mobilfunkstrahlung geschädigt.

    2. Aufgrund vieler existierender Hinweise auf mögliche Gesundheitsschäden fordern wir eine unabhängige, realistische Technikfolgenabschätzung, die die Risiken über biologische Effekte von Mobilfunk, insbesondere 5G untersucht - anstatt einen unverantwortlichen Feldversuch mit der gesamten Bevölkerung durchzuführen. Selbst der wissenschaftlicheWissenschaftliche Dienst des Europaparlaments und der Technikfolgenbericht für das österreichische Parlament warnen vor unkalkulierbaren Risiken. 

    Es muss die Umkehr der Beweislast gelten: Das BfS und die Mobilfunkindustrie müssen durch realistische Studien nachweisen, dass 5G für Mensch, Tier und Natur langfristig gesundheitlich unbedenklich ist.

    3. Teils alarmierende Erkenntnisse und Standpunkte internationaler Wissenschaftler zur Bewertung des Risiko- und Schädigungspotenzials von Mobilfunkstrahlung sind mit einzubeziehen. Besonders die athermischen, biologischen und zellverändernden Effekte durch funkbasierte Übertragungstechniken (Mobilfunk, WLAN, DECT-Schnurlostelefone, Bluetooth etc.) dürfen nicht länger ausgeblendet werden!

    4. Die Gefahr der unzulässigen Datenerfassung aller Bürger in Echtzeit durch verschiedenste Akteure, mit möglicher Verletzung der Grundrechte.

    5. Der u.a. in einer Studie von EON bestätigte, exorbitant zunehmende Energieverbrauch durch 5G und die damit verbundenen Anwendungen (z.B. Internet der Dinge / IoT) erhöht den CO2-Ausstoß und beschleunigt den Klimawandel - beispielsweise durch die Stromversorgung hunderttausender Sender allein in Deutschland, exponentiell steigende Datenübertragungen, Verarbeitung und durch Hochleistungsrechner in riesigen Rechenzentren rund um den Globus.

    6. Der immer weiter steigende Ressourcenverbrauch für die Produktion der Sende-, Empfangs- und Ü̈bertragungstechnik, für Unmengen von Sendern und Satelliten sowie für Milliarden neuer Endgeräte. Hinzu kommen die immense Zunahme von Elektroschrott sowie die Vermüllung des Weltraums mit zigtausend Satelliten.

    7. Nehmen Sie das BfS JETZT beim Wort, Zitat: „Bis zur endgültigen Klärung der offenen Fragen fordert das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weiterhin neben den bestehenden Vorschriften zur Gefahrenabwehr eine vorsorgliche Verringerung der individuellen Belastung und eine umfassende Information der Bevölkerung.“ 

    8. Das in der EU und Deutschland geltende Vorsorgeprinzip ist sofort und konsequent anzuwenden. „Die Suche nach absoluter wissenschaftlicher Sicherheit darf nicht dazu führen, dass die zu schützenden Menschen auf der Strecke bleiben.“ (Information der Europäischen Umweltagentur)

    9. Im 5G-Dialog online am 01.12.2020 benannte Frau Dr. Inge Paulini, Präsidentin des BfS, zwischen 1-10% elektrohypersensible Menschen in Deutschland (d.h. 800.000 - 8 Millionen Betroffene!). 5G hat durch die Funkverdichtung und die MIMO-Technik (Multiple Input Multiple Output: Oberbegriff für Verfahren, die Funkverbindungen mit mehreren parallel genutzten Antennen verbessern. Mehrere Antennen liefern ein besseres Empfangssignal, vergrößern die mögliche Distanz oder erhöhen insgesamt den Datendurchsatz) das Potential, dass die Anzahl der EHS-Betroffenen weiter ansteigt. Ein 5G-Rollout ohne Risikoprüfung ist daher gegenüber diesen Menschen rücksichtslos und für einen demokratischen Rechtsstaat undenkbar.

    10. Elektrohypersensibilität (EHS) muss sowohl als Krankheit wie auch als Grundzustand vieler gesunder sensibler Menschen anerkannt werden. Fü̈r die EHS-Betroffenen in Deutschland sind von den Kommunen, Behörden und Mobilfunkbetreibern Schutzgebiete - sogenannte „weiße“ Zonen - in allen bewohnten Gebieten sowie in Naturschutzgebieten einzurichten und zukünftig zu garantieren. Für Elektrohypsersensible sind solche Garantien von „weißen Zonen“ enorm wichtig, damit sie ihre Gesundheit, Menschenwürde und Lebensqualität dauerhaft erhalten können.

    Bündnis Verantwortungsvoller Mobilfunk Deutschland, www.bvmde.org

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Recht auf körperliche Unversehrtheit: www.gesetze-im-internet.de/gg/art_2.html

    Gesundheitsschädigung: kompetenzinitiative.com/forschungsberichte/gesundheitsschaedigende-effekte-der-strahlenbelastung/

    Elektrosmog für Tier und Pflanze: kompetenzinitiative.com/forschungsberichte/elektrosmog-risiko-fuer-tiere-und-pflanzen/

    Forschung zu Insekten: www.diagnose-funk.org/1668

    Forscher warnen vor 5G: www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1220

    Digitale Zukunft: www.wbgu.de/de/publikationen/publikation/unsere-gemeinsame-digitale-zukunft


    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1.310 (1.274 in Deutschland)

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