Wohnen in Alsterdorf endlich zulassen – Mischquartier statt Gewerbegebiet!

Petition richtet sich an
Bürgermeister, Senat, BSW, Bezirksverwaltung, Bezirkspolitik

2.539 Unterschriften

85 %
2.030 von 2.400 für Quorum in Bezirk Hamburg-Nord Bezirk Hamburg-Nord

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2.030 von 2.400 für Quorum in Bezirk Hamburg-Nord Bezirk Hamburg-Nord
  1. Gestartet Februar 2026
  2. Sammlung noch > 2 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

12.05.2026, 07:28

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Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

die Fraktionen von SPD, CDU und FDP in Hamburg-Nord haben am 12. Mai 2026 eine gemeinsame Presseerklärung zur Alsterdorfer Straße veröffentlicht. Darin sprechen sie sich für die langfristige Sicherung des Gewerbestandorts aus und lehnen Forderungen nach einer Umwandlung des Gebiets in ein Wohn- oder Mischquartier ab.

Aus Sicht der Initiative Pro Alsterdorf macht diese Presseerklärung deutlich, dass unser Anliegen inhaltlich offenbar weiterhin nicht zutreffend erfasst wird.

Wir fordern kein reines Wohnquartier.
Wir fordern keine Verdrängung von Gewerbe.
Wir stellen die Bedeutung von Handwerk, Dienstleistungen und kleinteiligen Betrieben für Alsterdorf nicht in Frage.

Im Gegenteil: Unser Anliegen ist eine städtebaulich geordnete, realistische und zukunftsfähige Verbindung von Wohnen und Arbeiten. Wir setzen uns für ein Quartier ein, in dem Wohnen, Handwerk, Dienstleistungen, Nahversorgung, soziale Infrastruktur und kleinteiliges Gewerbe planvoll nebeneinander bestehen können.

Genau diese Mischung prägt die Alsterdorfer Straße faktisch seit Jahrzehnten. Das Gebiet ist nach unserer Wahrnehmung kein klassisches, monofunktionales Gewerbegebiet, sondern ein gewachsenes, heterogen genutztes Quartier. Wohnen, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, soziale Einrichtungen und Nahversorgung bestehen hier längst nebeneinander.

Die zentrale Frage lautet daher aus unserer Sicht nicht: Wohnen oder Gewerbe?
Die zentrale Frage lautet: Wie können Wohnen und Gewerbe in Alsterdorf künftig sinnvoll, rechtssicher und städtebaulich verträglich miteinander verbunden werden?

Ein möglicher Weg wäre aus unserer Sicht ein Urbanes Gebiet oder eine andere gesteuerte Form der Mischnutzung. Damit könnten gewerbliche und handwerkliche Nutzungen gezielt gesichert werden — etwa in Erdgeschosslagen oder unteren Ebenen — während in den Obergeschossen zusätzlicher Wohnraum ermöglicht wird. Eine solche Lösung würde Gewerbe nicht verdrängen, sondern es dort sichern, wo es funktional sinnvoll, nachfragegerecht und verträglich ist.

Wir halten es daher für verkürzt, unsere Initiative als Forderung nach einer einfachen Umwandlung in ein Wohnquartier darzustellen. Ebenso halten wir es für problematisch, wenn der Begriff „Gewerbesicherung“ faktisch dazu führt, dass jede ergänzende Wohnnutzung als Gefährdung des Standorts bewertet wird, anstatt die Möglichkeiten einer gesteuerten, rechtssicheren Mischnutzung ernsthaft zu prüfen.

Auch der Hinweis, im Beteiligungsverfahren seien nur vereinzelt Eingaben für eine grundsätzliche Umwandlung eingegangen, greift aus unserer Sicht zu kurz. Die Petition wird inzwischen von mehr als 2.300 Menschen unterstützt, davon rund 1.900 aus Hamburg-Nord. Die zahlreichen Kommentare zeigen, dass die zukünftige Entwicklung der Alsterdorfer Straße viele Menschen im Stadtteil bewegt.

Wir begrüßen ausdrücklich, dass SPD, CDU und FDP in ihrer Presseerklärung die Bedeutung einer ausgewogenen Mischung aus Wohnen und Arbeiten betonen. Genau diese Mischung fordern wir. Kritisch sehen wir jedoch, dass die planerische Konsequenz bislang weiterhin darin besteht, neue Wohnnutzungen weitgehend auszuschließen und an einer reinen Gewerbegebietslogik festzuhalten.

Die Initiative Pro Alsterdorf lädt die Fraktionen deshalb weiterhin zu einem offenen, fachlichen und ergebnisoffenen Dialog ein. Unser Ziel bleibt eine Lösung, die sowohl Gewerbe und Handwerk als auch dringend benötigten Wohnraum berücksichtigt.

Pro Alsterdorf steht für:
ein lebendiges Quartier,
kurze Wege,
Handwerk und Gewerbe vor Ort,
bezahlbaren Wohnraum,
und eine Planung, die die tatsächliche Situation an der Alsterdorfer Straße ernst nimmt.

Vielen Dank für Eure Unterstützung.


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