04.03.2026, 05:25
Streichung der Forderung: "Radikale Transparenz: Die Tierhaltungskennzeichnung muss sich verpflichtend auf die Genetik der Tiere ausweiten, um das System der Ausbeutung für alle Verbraucher*innen sichtbar zu machen. Auch in der Systemgastronomie (als größter Abnehmer von Billigprodukten aus industrieller Tierhaltung), um die versteckte Ausbeutung sichtbar zu machen."
Begründung für die Streichung:
„Wir verzichten bewusst auf die Forderung nach einer erweiterten Kennzeichnungspflicht, da unser Ziel nicht die bloße Transparenz von Leid ist, sondern dessen VOLLSTÄNDIGE ABSCHAFFUNG.
Eine Kennzeichnung verwaltet lediglich den Status quo der Ausbeutung. Wir fordern stattdessen einen Systemwechsel: Wenn die Qualzucht verboten und durch gesunde, lebensfähige Rassen ersetzt wird, erübrigt sich jede bürokratische Dokumentation von Hühnerleid, denn wo kein Leid mehr produziert wird, muss es auch nicht mehr etikettiert werden.“
Neue Begründung:
Unsere Kernforderungen:
- Verbot der Qualzucht: Ein konsequentes Ende der Züchtung und Haltung von Hochleistungshühnern, deren Körperbau zwangsläufig zu systemischen Schmerzen und Organversagen führt.
- Rückkehr zu robusten Zweinutzungsrassen: Das Tier darf kein Patentprodukt globaler Konzerne sein. Wir müssen den Begriff der ‚Hochleistung‘ aus unserem Vokabular streichen, wenn wir über Mitgeschöpfe sprechen. Ein Huhn ist keine Maschine, die man auf maximalen Output programmiert. Wir fordern die Rückkehr zu autarken, lebensfähigen Rassen, bei denen einzig die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere maßgeblich sind. Als Gesellschaft müssen wir lernen, wieder mit dem Ertrag zufrieden zu sein, den die Natur uns schenkt.
- Abkehr von der qualvollen Enge: Die Haltungsbedingungen müssen grundlegend reformiert werden. Ein Platzangebot von der Größe eines DIN-A4-Blattes ist mit dem Staatsziel Tierschutz unvereinbar. Wir fordern artgerechte und natürliche Umgebungen, die Bewegung und soziales Miteinander ermöglichen.
Radikale Transparenz: Die Tierhaltungskennzeichnung muss sich verpflichtend auf die Genetik der Tiere ausweiten, um das System der Ausbeutung für alle Verbraucher*innen sichtbar zu machen. Auch in der Systemgastronomie (als größter Abnehmer von Billigprodukten aus industrieller Tierhaltung), um die versteckte Ausbeutung sichtbar zu machen. - Heimat für alle Hühner: Wer von „Heimat“ spricht und gleichzeitig zulässt, dass Lebewesen in industrialisierten Systemen bis zum körperlichen Zusammenbruch ausgebeutet werden, missbraucht diesen Begriff. Eine Heimat, die auf systematischer Qual basiert, verdient Kritik, keine Verklärung. Wer von „Heimat“ spricht, darf diese Qual nicht legalisieren.
- Eine unteilbare Ethik: Unser Mitgefühl darf nicht an Profitinteressen enden. Wir fordern eine Agrarpolitik, die erkennt, dass die industrielle Nutzung von Qualzuchtrassen mit der Würde des Lebens schlicht unvereinbar ist.
- Stärkung gesunder Alternativen: Wir bitten Sie, unverzüglich die Verantwortung für eine werteorientierte Ernährungspolitik zu übernehmen und das enorme Potenzial pflanzlicher Proteine für Tier und Umwelt aktiv zu nutzen. Dies erfordert die sofortige Umleitung von Subventionen in die Marktetablierung veganer Alternativen. Die staatliche Förderung hochwertiger, heimischer Lebensmittel wie Tofu ist die einzig ethische Lösung für eine verantwortungsbewusste Gesellschaft. Mit dem konsequenten Ausbau dieser gesunden Proteinquellen schaffen wir ab sofort ein System, in dem Tierschutz und Genuss Hand in Hand gehen – und beenden die Notwendigkeit jeglicher Qualzucht im Hier und Jetzt.
„Herr Minister Rainer, wir müssen Tierschutz endlich als das behandeln, was er ist: Ein verfassungsrechtliches Staatsziel und ein Maßstab unserer Menschlichkeit.
Es ist Zeit, die systematische Entfremdung der Tiere von ihrer eigenen Natur zu beenden.Verbieten Sie Qualzucht, die Schmerzen, Stress und körperliche Schäden bei Hühnern genetisch vorprogrammiert.
Jedes Tier hat ein Recht auf einen unversehrten Körper. Schaffen Sie gesetzliche Standards, die jedem Huhn einen artgerechten Lebensraum garantieren, der soziales Miteinander und natürliche Verhaltensweisen ermöglicht.
Wir fordern Achtung vor allem Leben. Tierliebe, Verantwortung und Würde müssen die Leitplanken Ihrer Politik sein, nicht die Gewinnmargen der Zuchtkonzerne. Beenden Sie das System der Qualzucht und der qualvollen Enge!“
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 96 (94 in Deutschland)