Region: Germany

Würde statt Ware – Schluss mit der Qualzucht und der grausamen Entwürdigung fühlender Lebewesen!

Petition is addressed to
Alois Rainer - Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat; Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat - BMEL; Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages; Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages

581 Signatures

2 %
567 from 30,000 for quorum in Germany Germany

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  1. Launched 20/02/2026
  2. Time remaining > 7 months
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Petition addressed to: Alois Rainer - Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat; Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat - BMEL; Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages; Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages

Ethische Verantwortung statt industrieller Ausbeutung
In einer werteorientierten und verantwortungsbewussten Gesellschaft sollte das Wohlergehen derer, die unserer Obhut anvertraut sind, ein zentraler Maßstab für Erfolg sein. Doch die Realität der industriellen Geflügelzüchtung steht diesem Anspruch im krassen Widerspruch gegenüber.
Es zeigt sich ein erschreckendes Bild staatlich geduldeter Ausbeutung, bei der Leid nicht nur in Kauf genommen wird, sondern fest in die Biologie der Tiere eingeschrieben ist. Die Qual beginnt bereits vor der industriellen Haltung; sie ist das Fundament der spezialisierten Hochleistungsrassen, die rein auf maximalen Profit hin "konstruiert" wurden.
Die Hochleistungszucht ist ein globales Monopolgeschäft. Selbst in der Bio-Haltung bleibt das Hochleistungshuhn eine Gefangene seiner eigenen Genetik. Die Qual ist in die Zellen eingebaut – ein Konstruktionsfehler der Industrie, den kein noch so großes Gehege heilen kann.

Das Leid der Hochleistungs-Legehennen:

  • Extreme Kalziumausbeutung: Da der Körper die enormen Mengen an Kalk für die Eierschalen nicht allein über das Futter aufnehmen kann, wird das Tier buchstäblich entkalkt. Der Organismus entzieht den eigenen Knochen die Substanz, was zu massiver Osteoporose führt.
  • Systemische Knochenbrüche: Infolge der Entkalkung werden die Skelette so instabil, dass wissenschaftliche Studien bei einem Großteil der Tiere schmerzhafte Brüche, insbesondere des Brustbeins, belegen.
  • Gynäkologische Qualen: Die unnatürliche Dauerproduktion führt bei unzähligen Tieren zu massiven Legedarmentzündungen und Kloakenstülpungen – ein langsamer, oft unbemerkter Tod bei vollem Bewusstsein.

Eine Industrie, die Vögel züchtet, deren Körper zwangsläufig an der eigenen Leistung zugrunde gehen, liefert das Zeugnis ihres eigenen ethischen Bankrotts ab.

  • Zweifache Qual - Genetik und Haltung: Zusätzlich zur genetischen Qualzucht ist das Leben der über 49 Millionen Hühner in Deutschland durch Haltungsbedingungen geprägt, die ihre Würde systematisch missachten. 
  • Bodenhaltung als Massenphänomen & Käfighaltung unter neuem Namen: In Gruppen von bis zu 6.000 Tieren teilen sich 9 Hennen einen Quadratmeter. Pro Tier bedeutet das etwa 1.111 cm² – kaum mehr als ein DIN-A4-Blatt. In dieser Enge ist kein normales Sozialverhalten möglich, was zu Dauerstress führt. Die Hallen bestehen meist nur zu einem Drittel aus Einstreu. Der Rest sind perforierte Kunststoff- oder Metallgitter, die bei den Tieren oft schmerzhafte Ballengeschwüre und Verletzungen verursachen. In sogenannten „Kleingruppen-Käfigen“ stehen einem Huhn lediglich 800 cm² zur Verfügung. Grundbedürfnisse wie Scharren, Flattern oder Sandbaden sind hier physisch schlicht unmöglich.

Das Leid in der Hühnermast - wenn Wachstum zur Qual wird:
In der industriellen Mast sind Hühner auf ein Wachstum programmiert, das ihre biologischen Kapazitäten sprengt und den Körper systematisch zerstört: Das Skelett bricht unter der unnatürlichen Last der Fleischmassen zusammen, noch bevor das Tier ausgewachsen ist.

  • Der Körper als Gefängnis: Durch die Selektion auf extrem schnelles Muskelwachstum (insbesondere der Brust) kommt es häufig zu systemischen Schmerzen, Skelettproblemen, Beinschwächen und Herz-Kreislauf-Versagen, da das Skelett und die Organe nicht mit dem Gewichtszuwachs Schritt halten können. Turbo-Mast-Rassen nehmen > 60 g pro Tag an Gewicht zu. Das Skelett und die inneren Organe kommen mit diesem unnatürlichen Tempo nicht mit.
  • Der manipulierte Instinkt: Um diese Zuwachsraten zu erzwingen, wurde den Tieren das natürliche Sättigungsgefühl weggezüchtet. Besonders grausam zeigt sich dies bei den Elterntieren. Damit sie nicht an ihrem eigenen Erbgut zugrunde gehen, werden sie auf strenger Diät gehalten – was für sie lebenslangen, chronischen Hunger bedeutet.
  • Die Enge der Entwürdigung: Besatzdichten von bis zu 42 kg/m² bedeuten eine deutliche Botschaft der Geringschätzung. In dieser Enge stehen die Hühner permanent in ihren eigenen Ausscheidungen, was zu schmerzhaften Fußballenätzungen führt und jede natürliche Verhaltensweise im Keim erstickt.

Hühner sind intelligente und sensible Wesen mit bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, komplexen sozialen Strukturen und feinen Sinnen.

Das System der Hochleistungshühnerzucht verletzt die Würde dieser Tiere auf fundamentale Weise.
Sie werden nicht als fühlende Individuen mit eigenen Bedürfnissen anerkannt, sondern zu biologischen Rohstoffen degradiert, deren einziger Wert in ihrer maximalen Verwertbarkeit liegt.

Dieses Unrecht setzt sich in der industriellen Haltung fort, wo die Tiere in qualvoller Enge vegetieren müssen, die ihnen jegliches natürliche Verhalten verwehrt und den körperlichen Zusammenbruch ihrer ohnehin überzüchteten Organismen aktiv begünstigt.

Rechtlicher Tatbestand: Die dadurch systematisch herbeigeführten Schäden erfüllen zweifelsfrei den Tatbestand der Qualzucht gemäß § 11b des Tierschutzgesetzes.

Reason

Unsere Kernforderungen:

  1. Verbot der Qualzucht: Ein konsequentes Ende der Züchtung und Haltung von Hochleistungshühnern, deren Körperbau zwangsläufig zu systemischen Schmerzen und Organversagen führt.
  2. Eine unteilbare Ethik: Unser Mitgefühl darf nicht an Profitinteressen enden. Wir fordern eine Agrarpolitik, die erkennt, dass das System der Qualzucht mit der Würde des Lebens schlicht unvereinbar ist. Zudem muss das künstliche Konstrukt und herabwürdigende Etikett des „Nutz“tieres überwunden werden. Wir müssen dieses Konstrukt hinter uns lassen und die systematische Instrumentalisierung von nicht-menschlichen Individuen beenden. Jede Form der Ab- und „Verwertung“ widerspricht der Würde, die wir als Gesellschaft schützen sollten.
  3. Das unbedingte Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit: Wir fordern die Rückkehr zu gesunden, eigenständigen Hühnern, bei denen einzig ihr Wohlergehen und ihre körperliche Unversehrtheit maßgeblich sind. Was Menschen von Hühnern erhalten, ist nur dann ethisch vertretbar, wenn die Tiere selbst alles haben, was sie brauchen: einen gesunden Körper, weiten Raum zur Entfaltung ihrer Instinkte und die Freiheit, ihre Lebensfreude in einer vielfältigen Umgebung auszudrücken. Zu einem gesunden Körper gehört, dass die Legeleistung auf maximal 50 Eier pro Jahr begrenzt bleibt. Er braucht natürliche Ruhepausen – einen entspannten biologischen Rhythmus, der während des Gefiederwechsels und im Winter ein Innehalten des Legens erlaubt und die vollständige Regeneration der Kalziumspeicher ermöglicht. Wir fordern diese Grenze als unumstößliches Maß der Tiergesundheit. Zu einem gesunden Körper der männlichen Tiere gehören zwingend ein synchrones Wachstum mit einer langsamen, natürlichen Entwicklung sowie ein intaktes, natürliches Sättigungsgefühl. Skelett und Organe müssen die notwendige Zeit erhalten, sich gesund und stabil auszubilden, um ein gesundes Leben in Bewegung zu ermöglichen. 
  4. Erübrigung der qualvollen Enge: Eine tierwohlfokussierte Hühnerhaltung erfordert Raum und Struktur. Wir fordern naturnahe Umgebungen, in denen Bewegung, Schutz, soziales Miteinander und die Erfüllung instinktiver Bedürfnisse eine Selbstverständlichkeit sind. "Naturnah“ bedeutet: Es ist nicht nur „Platz“ vorhanden, sondern dieser Platz ist so gestaltet, dass alle Hühner ihr natürliches Verhaltensrepertoire voll ausschöpfen können. 
  5. Überschaubare Gruppengrößen: Wir fordern überschaubare Gruppengrößen, die ein stabiles soziales Gefüge ermöglichen, in dem jedes Tier Sicherheit und Orientierung findet. Nur wer das bieten kann, darf Verantwortung für Hühner übernehmen.
  6. Stärkung gesunder Alternativen: Wir rufen Sie auf, Verantwortung für eine klima- und tierwohlfokussierte Ernährungspolitik zu übernehmen, mit einem klaren Fokus auf pflanzliche Ernährung sowie eine konsequente Stärkung des Anbaus pflanzlicher Kulturen für die Lebensmittelproduktion. Es gilt, das enorme Potenzial pflanzlicher Proteine aktiv auszuschöpfen, um einen echten Beitrag für den Tierschutz und die Umwelt zu leisten. Die Etablierung pflanzlicher Proteinquellen vereint umfassende ethische Verantwortung mit wirtschaftlicher Vernunft. Wie der erfolgreiche Ausbau des Anbaus von hochwertigem, heimischem Speisesoja bereits zeigt, entstehen hier zukunftsfähige Wertschöpfungsketten, die eine eigenständige Versorgung sichern. Gleichzeitig fordern wir eine entschlossene und umfassende staatliche Forschungs- und Förderoffensive für In-vitro-Fleisch (zellbasiertes, kultiviertes Fleisch), die strikt auf rein pflanzliche Nährlösungen setzt. Diese Technologie muss mit höchster Priorität gefördert werden, um eine für alle Menschen erschwingliche, marktreife und ethisch einwandfreie Fleischproduktion ganz ohne Tierleid zu ermöglichen. Dies schließt die Entwicklung von In-vitro-Fleischprodukten für Tiernahrung ein, um auch in diesem Sektor eine ressourcenschonende, vollwertige Versorgung zu garantieren. Die Einbeziehung dieses enormen Marktes beschleunigt die Skalierung der Produktion erheblich und stellt sicher, dass In-vitro-Fleischprodukte zeitnah rentabel und für den Massenmarkt erschwinglich werden. So schaffen wir ein System, in dem Tierschutz, Ernährung und Genuss Hand in Hand gehen – und menschengemachte Tierqual nicht mehr vorkommt.

„Herr Minister Rainer, wir müssen Tierschutz endlich als das behandeln, was er ist:
Ein verfassungsrechtliches Staatsziel und ein Maßstab unserer Menschlichkeit.

Es ist Zeit, die systematische Entfremdung der Tiere von ihrer eigenen Natur zu beenden.
Verbieten Sie die entwürdigende Qualzucht und Enge, die mit Schmerzen und ganzheitlichen Schäden verbunden sind.

Jedes Tier hat ein Recht auf einen unversehrten Körper.
Schaffen Sie gesetzliche Standards entsprechend unserer Kernforderungen.

Wir fordern Achtung vor allem Leben. Gleichwertigkeit, Würde und Verantwortung müssen die Leitwerte Ihrer Politik sein - an ihnen messen wir Ihr Handeln."

Thank you so much for your support, Mirjam Brenner, Eppingen
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Petition details

Petition started: 02/20/2026
Collection ends: 11/16/2026
Region: Germany
Topic: Animal rights

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News

  • Liebe Petitions-Unterstützer*innen,

    rückblickend muss ich sagen, dass ich ziemlich unwissend in diese Petition gestartet bin. Mir war dieses Ausmaß an Tierqual in seiner Tiefe nicht bewusst, das muss ich gestehen.

    Im Februar kamen wir bei einem Spaziergang an einem eigentlich schön strukturierten Hühnergehege vorbei. Dabei kam uns ein Gedanke, der uns als vegan lebenden Menschen gar nicht mehr so präsent war: „Ist es eigentlich natürlich, dass Hühner das ganze Jahr über Eier legen?“

    Meine anschließende Recherche hat mich tief erschüttert. Was ich über die Hintergründe der heutigen Hochleistungszucht herausgefunden habe, hat mir keine Ruhe mehr gelassen, und so habe ich recht spontan eine Petition gegen Qualzucht gestartet – am Anfang noch mit alleinigem Fokus auf Legehennen.
    Dabei hatte ich zunächst Quellen im Blick, die das Zweinutzungshuhn der ökologischen Landwirtschaft als „Zwischenschritt“ favorisieren. Mein erstes Petitionsbild zeigte deshalb ein gesund wirkendes Huhn dieser Rasse, weil ich dachte, es sei klug, dem erschütternden Text ein positives Ziel gegenüberzustellen. In unzähligen Gesprächen und weiteren Recherchen wurde mir jedoch klar: Auch das Zweinutzungshuhn ist weiterhin von Ausbeutung betroffen. Zwar ist eine Reduktion der Legeleistung eine Verbesserung, doch diese Tiere erbringen weiterhin Leistungen, die in einem eklatanten Widerspruch zu ihren natürlichen biologischen Rhythmen und ihrer regenerativen Kraft stehen. Dieses Pensum ist noch immer weit von dem entfernt, was ein Hühnerorganismus in einem natürlichen, selbstbestimmten Gleichgewicht gesund leisten kann.

    Zudem begriff ich erst nach und nach, welche Auswirkungen die Hochleistungszucht auf sogenannte „Masthühner“ hat. Die geforderte Gewichtszunahme innerhalb nur eines Monats ist so massiv, dass sie – auf den Menschen übertragen – einem Säugling entspräche, der nach vier Wochen bereits 100 kg wiegt. Auch die Aufzucht der „Bruderhähne“ entpuppte sich für mich als Symbolpolitik und Leidverlagerung. Das Kükentöten wurde zwar beendet, doch dafür erwartet diese Tiere in der industriellen Mast ein unfassbar unerträgliches Leben.

    Aufgrund meines wachsenden Wissens habe ich die Petition stetig konkretisiert und erweitert. In meinen Forderungen habe ich zuletzt die Förderung von In-vitro-Fleisch in pflanzlicher Nährlösung ergänzt. In-vitro-Fleisch bietet die Chance, Fleischgenuss komplett vom Tierleid zu entkoppeln: Es ist ethisch sauber, systembedingt frei von Antibiotika sowie Keimen und schont durch minimalen Flächenverbrauch unsere Ressourcen.

    Die Petition hat also einen Weg mit vielen Anpassungen hinter sich – Wissen, das ich gerne schon zu Beginn gehabt hätte. Sie ist mit meinen Recherchen gewachsen. Was als Impuls begann, hat sich zu einer fundierten Forderung entwickelt, die das System der Qualzucht an der Wurzel packt. Wahre Verantwortung heißt für mich, dazuzulernen und die Integrität der Tiere über jede Form von Scheinreformen zu stellen.

    Ich danke Ihnen herzlich für Ihre bisherige Unterstützung im Namen der Tiere.
    Da mir Transparenz und Verlässlichkeit wichtig sind, möchte ich Sie bitten, die aktuelle Fassung der Petition noch einmal zu prüfen. Diese Form der Forderungen ist nun final und wird so bestehen bleiben.
    Bitte stellen Sie sicher, dass Sie sich mit dieser konsequenten Ausrichtung weiterhin identifizieren können, da Sie sicher nur das unterstützen wollen, hinter dem Sie voll und ganz stehen. Sollte dies nicht der Fall sein, steht es Ihnen selbstverständlich frei, Ihre Unterschrift zurückzuziehen.

    Herzliche Grüße
    Mirjam Brenner

Durch den Ausbau pflanzlicher Proteine und eine entschlossene Forschungsoffensive für In-vitro-Fleisch beenden wir die biologische Sackgasse der Qualzucht. Um den Anschluss an technologische Vorreiter wie die USA oder Singapur nicht zu verlieren, muss Deutschland strikt auf pflanzliche Nährlösungen setzen und veraltete Strukturen durch marktreife Innovationen ersetzen. Dieser Systemwechsel vereint ethische Verantwortung mit Genuss und sichert ein souveränes, leidfreies Versorgungssystem.

No CONTRA argument yet.

Why people sign

Für Tiere in der Massentierhaltung lassen sie sich nur wegen ihrem Profit. die Menschen immer mehr perverse Tierquälerei einfallen

Tierausbeutung bekämpfen

Es ist unmenschlich, dass es immer noch tierquälerei gibt! Wir brauchen nicht so viele Eier und Fleisch! Es reicht wenn es bioeier gibt

Wir das Tierleiden aufhören muss.

Weil Tiere nicht leiden sollen

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