Erhalt der Haßberg-Klinik Ebern und Wiedereröffnung der stationären Chirurgie

Petition richtet sich an:
Aufsichtsrat der Haßberg-Klinik und Kreistag des Landkreis Haßberge, Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags
Abgegebene Stellungnahmen von Abgeordneten

2.450 Unterschriften

Sammlung beendet

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Sammlung beendet

  1. Gestartet August 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Aufsichtsrat der Haßberg-Klinik und Kreistag des Landkreis Haßberge, Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags

Unsere Forderung

Landrat, Aufsichtsrat der Haßberg-Klinik und Kreistag des Landkreis Haßberge werden aufgefordert:

  • Schließen Sie nicht die Haßberg-Klinik Ebern.
  • Machen Sie die Region Ebern nicht zu einer Gesundheitsregion 3. Klasse.
  • Entwickeln Sie die Haßberg-Klinik Ebern wieder zu einem standortsicheren Allgemeinkrankenhaus mit Innerer Medizin, Chirurgie und stationärer Basisnotfallversorgung nach den Vorgaben der Krankenhausreform (KHVVG).

Zur langfristigen wohnortnahen Sicherung des akutstationären Betriebs sind die Anästhesie, die Chirurgische Station und die Zentrale Patientenaufnahme wieder in Betrieb zu nehmen, um den Klinikstandort Ebern nach den Vorgaben der Krankenhausreform (KHVVG) langfristig zu sichern.

Wir fordern die bayerische Gesundheitsministerin Frau Judith Gerlach auf, die geplante Schließung des Klinikstandorts Ebern in Gesprächen mit dem Landkreis Haßberge abzuwenden.

Begründung

Begründung

Die Haßberg-Klinik Ebern deckte bis einschließlich 2021 als Allgemeinkrankenhaus exakt diejenigen Fachbereiche ab, die als Mindestvoraussetzungen für die Erstbehandlung lebensbedrohender Erkrankungen und Verletzung benötigt werden: Innere Medizin, Chirurgie, Anästhesie einschließlich Labor, Röntgenabteilung und Zentrale Patientenaufnahme. 1

Mit der im Jahr 2022 vollzogenen Schließung der OP-Abteilung, der Anästhesie, der Chirurgischen Station und der stationären Zentrale Patientenaufnahme erreichen aktuell knapp 8.000 EinwohnerInnen keine stationäre klinische Notfallbehandlung mehr binnen 30 Fahrzeitminuten. 2 Dies kann bei traumatischen Verletzungen lebensentscheidend sein. Auch wurden mit der Teilschließung drohende Szenarien ignoriert, auf die insbesondere die Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern wiederholt hingewiesen hat:

  • Der drohende Wegfall hochpreisiger stationärer Erlöse mit der Folge steigender Unwirtschaftlichkeit.
  • Die Gefahr deutlich verringerter stationärer PatientInnen insgesamt
  • Drohende Strukturanforderungen der Krankenhausreform (KHVVG), die einen Klinikbetrieb mit stationärer Chirurgie zwingend voraussetzen. 3

Alle prognostizierten Gefahren sind eingetreten. 4

Mit der zusätzlich Schließung der stationären Inneren Medizin, Palliativmedizin und IMC-Station stehen 8.000 EinwohnerInnen zukünftig auch keine wohnortnahen lebensrettenden internistischen Behandlungen mehr zur Verfügung: Blutvergiftung, lebensbedrohende Lungenentzündung u.a.

Eine Blitzumfrage am 31. Juli bestätigt: 97% der Bürger stimmen für den Fortbestand der Haßberg-Klinik Ebern, gut 82% plädieren für die Wiedereröffnung der stationären Chirurgie. 5

Der Weiterbetrieb der Haßberg-Klinik Ebern mit den stationären Fachabteilungen Innere Medizin, Anästhesie, Chirurgie, Zentrale Patientenaufnahme, Labor und Röntgen zur wohnortnahen klinischen Behandlung der Region binnen 30 Fahrzeitminuten ist alternativlos.

Die Petition wird zusätzlich dem Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags zugestellt. Damit berücksichtigen wir ausdrücklich die Verantwortung des Freistaats Bayern für die flächendeckende klinische Versorgung im Rahmen der Bayerische Krankenhausplanung.

1 Gemeinsamer Bundesausschuss, Regelungen zu einem gestuften System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern, https://www.g-ba.de/richtlinien/103/
2 Aktionsgruppe Schluss mit Klinikksterben in Bayern, Krankenhaus Ebern, https://schlusskliniksterbenbayern.jimdofree.com/kliniken-in-not/geplante-klinikschlie%C3%9Fungen/krankenhaus-ebern/, MedConWeb,Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern kritisiert die geplante Schließung des Krankenhauses Ebern scharf, https://www.medconweb.de/blog/wp-content/uploads/2024/12/2024_12_20_Pressemitteilung_Aktionsgruppe-Schluss-mit-Kliniksterben-in-Bayern-kritisiert-die-geplante-Schliessung-des-Krankenhauses-Ebern-scharf.pdf
3 Aktionsgruppe Schluss mit Klinikksterben in Bayern, Dringender Aufruf zur Belegung des Krankenhauses Ebern,https://schlusskliniksterbenbayern.jimdofree.com/app/download/14747888932/2023_08_07_Pressemitteilung+Aktionsgruppe+Schluss+mit+Kliniksterben+in+Bayern+ruft+zur+Unterst%C3%Bctzung+des+Krankenhauses+Ebern+auf.pdf?t=1754035233, Forum MF EBM Ebern, Offener Brief an Landrat Wilhelm Schneider, Landkreis Haßberge: Drei Fragen zur Zukunft des Krankenhauses Ebern,https://meinungebern.wordpress.com/2023/03/02/offener-brief-an-landrat-wilhelm-schneider-landkreis-hassberge-zukunft-des-krankenhauses-ebern/
4 Ebern-Magazin, Ebern bangt um sein Krankenhaus, https://ebern-magazin.blogspot.com/2025/07/ebern-bangt-um-sein-krankenhaus-landrat-wilhelm-schneider-informiert-am-31-juli-2025-in-der-frauengrundhalle.html
5 Google-Umfrage, Ungewisse Zukunft des Krankenhauses, https://docs.google.com/forms/d/1L4ZZp9KD2mc0HE60rab-VmOn198lVZtHOAAvJTfCD-4/edit?pli=1#responses

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern, Himmelkron
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 04.08.2025
Sammlung endet: 03.02.2026
Region: Landkreis Haßberge
Kategorie: Gesundheit

Neuigkeiten

  • E I L T  -  N a c h r i c h t
    Kreisklinik Groß-Gerau: Klage gegen Bund vor Gericht
    Landgericht Darmstadt verhandelt am 28. Oktober über Schadensersatz wegen unzureichender Krankenhausfinanzierung – bundesweite Bedeutung des Verfahrens

    Liebe Unterstützerinnen,
    liebe Unterstützer,

    eine mutige Geschäftsführerin eines Krankenhauses klagt gegen Bund und Länder auf vollumfängliche Finanzierung ihrer Krankenhausleistung. Ich zitiere:

    "Die Schadensersatzklage der Kreisklinik Groß-Gerau gegen die Bundesrepublik Deutschland erreicht die mündliche Verhandlung. Am 28. Oktober 2026 befasst sich das Landgericht Darmstadt erstmals mündlich mit dem Vorwurf einer strukturell unzureichenden Krankenhausfinanzierung. Die Klinik fordert rund 1,7 Millionen Euro Schadensersatz für das Jahr 2023 und sieht in den geltenden Vergütungsregelungen einen Verstoß gegen gesetzliche und europarechtliche Verpflichtungen. ... Der Rechtsstreit wird überregional beachtet, weil er grundlegende Fragen zur Finanzierung der stationären Daseinsvorsorge aufwirft. Bereits 2024 hatten weitere Krankenhäuser ähnliche Ansprüche geltend gemacht oder Unterstützung für das Vorgehen signalisiert. Die Forderung nach einer vollständigen Abschaffung des DRG-Systems ist dabei eine politische Position des Bündnisses Klinikrettung."

    https://www.medconweb.de/blog/kliniknews/kreisklinik-gross-gerau-klage-gegen-bund-vor-gericht/

    Das Bündnis Klinikrettung begleitet die Gerichtsverhandlung mit einer Petition "Gewinne raus aus dem Krankenhaus!" an Bundesgesundheitsminister Linnemann.

    https://www.gemeingut.org/faire-krankenhausfinanzierung/

    Bitte unterzeichnet die Petition heute oder morgen.
    Denn schon am Mittwoch, 28.10.2026 beim Gerichtstermin werden die ersten Unterschriften Vertretern des Gesundheitsministeriums übergeben.

    Vielen herzlichen Dank,
    Klaus Emmerich
    Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern
    Erstunterzeichner

  • Liebe Aktive,

    der Klinikscanner misst Klinikstandorte, nicht Krankenhäuser.
    Warum Klinikstandorte:

    - An ihnen differenziert sich die gestufte Notfallversorgung und spezialisierte Notfallversorgung.
    - An ihnen wird der Patient konkret behandelt, denn ein Krankenhaus kann über mehrere Standorte verfügen - der Patient wird an einem behandelt.

    Und daraus lassen sich ganz neue Erkenntnisse ableiten, die fundamental sind, z.B. der extrem geringe Anteil lebensrettender Krankenhäuser mit gestufter Notfallversorgung und die völlig unterschiedliche Ausstattung der Länder.

    Und: Ohne den Klinikscanner wäre das nicht möglich gewesen. JETZT aber wissen wir deutlich mehr.
    Eine hoffentlich spannende Lektüre!

    Die Petitionsleitung

  • Liebe Unterstützerinnen,
    liebe Unterstützer,

    vor wenigen Wochen haben wir unseren neuen Klinikscanner zur Darstellung aller Krankenhäuser in Deutschland und auf Wunsch gesondert in Bayern vorgestellt.

    www.klinikscanner.de

    Bisher konnten wir die Veränderungen seit 2020 an allen Klinikstandorten darstellen und die Krankenhäuser selektieren nach:

    • Krankenhäusern mit gestufter Notfallversorgung
    • Krankenhäusern mit spezialisierter Notfallversorgung
    • Krankenhäusern ohne anerkannte stationäre Notfallversorgung.

    Wir differenzieren die Krankenhäuser ggf. entsprechend des Umfangs ihrer Bedrohung und des Umfangs ihrer Komplett- bzw. Teilschließung. Und wir fügen selektierten Klinikarten die jeweilige Statistik hinzu.

    Nun kommt unsere entscheidende Erweiterung, die ...

    ... Simulation von Klinikschließungen.

    Ab sofort kann in umfassender Form dargestellt werden (beigefügt am Beispiel eines Krankenhauses in Lippstadt), welche Konsequenzen eine Klinikschließung hat, und zwar in der Veränderung der Erreichbarkeit vor und nach der Schließung.

    Damit leisten wir einen umfassenden Beitrag zu einer Diskussion der Klinikretter gegenüber denjenigen, die für eine Klinikschließung verantwortlich sind. Bisher hatten die Entscheider für Klinikschließungen durch intern gelieferte Daten einen deutlichen Informationsvorsprung gegenüber "Klinikrettern". Mit unserer Simulation könnt Ihr jetzt auf Augenhöhe diskutieren.

    Genau das ist unser Ziel - für eine flächendeckende klinische Versorgung in Bayern,
    Die Petitionsleitung
    Klaus Emmerich
    Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern
    Erstellung des Klinikscanners: Manuel Jokiel

Die Krankenhäuser vor Ort in den ländlichen Gebieten müssen für die medizinische Grundversorgung erhalten und unterstützt werden !!

Der Landrat handelt richtig im Sinne seiner Bevölkerung und zum Verhindern von Defiziten, die ja durch die Kommunen über die jährlich steigenden Abgaben getragen werden müssen. Schließt diese Kleinen Krankenhäuser alle, und der Landkreis wird wieder Handlungsfähiger.

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