Region: Karlsruhe

Kein Solarpark auf dem Thomashof - bewahre unsere badische Toskana

Petition richtet sich an:
Gemeinderat Karlsruhe

974 Unterschriften

30 %
729 von 2.400 für Quorum in Karlsruhe Karlsruhe

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  1. Gestartet 04.06.2026
  2. Sammlung noch > 3 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Gemeinderat Karlsruhe

Direkt vor unserer Haustür auf dem Thomashof droht eine drastische Veränderung unseres Wohn- und Lebensumfeldes. Auf der landwirtschaftlichen Fläche „Rippertsfeld“ – direkt an unserer geliebten Pappelallee – möchte ein privater Investor eine großflächige Freiflächen-Photovoltaikanlage errichten. Dafür muss zuerst einen neuen Bebauungsplan/Flächennutzungsplan erstellt werden. Danach kann ein Bauantrag erfolgen. Wir fordern dass der Gemeinderat Karlsruhe in der kommenden Sitzung am 23.06.2026 dieses Vorhaben ablehnt.

Siehe Beschlussvorlage der Stadtverwaltung, Abschnitt III.
https://web1.karlsruhe.de/ris/oparl/bodies/0001/downloadfiles/00666038.pdf
und der Antrag für die GR-Sitzung am 23.06.2026
https://web1.karlsruhe.de/ris/oparl/bodies/0001/downloadfiles/00678104.pdf

Begründung

Gegen die Energiewende hat niemand etwas – aber nicht auf dieser Fläche! Es gibt gewichtige Gründe, warum dieses Projekt an diesem Standort absolut falsch ist:

  • Zerstörung der „Badischen Toskana“: Unsere Landschaft rund um die Pappelallee ist ein einzigartiges Natur- und Naherholungsgebiet und gehört zum Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Wir meinen: eine industrielle Solarwüste würde dieses wunderschöne Landschaftsbild für immer zerstören.

https://web1.karlsruhe.de/ris/oparl/bodies/0001/downloadfiles/00614641.pdf

  • Bedrohung geschützter Tierarten: Die Fläche ist die Heimat von streng geschützten Arten. Rotmilane, Feldlerchen*, Gottesanbeterinnen und Zauneidechsen würden ihren Lebensraum unwiderruflich verlieren.

*Siehe Beschlussvorlage der Stadtverwaltung, hier wird die Feldlerche erwähnt. Die Rotmilane sind auf dieser Fläche täglich zu sehen, die Gottesanbeterinnen und Gottesanbeterinnen und Zauneidechsen wurden von Teilnehmern unserer Initiative beobachtet und fotografiert.

  • Vernichtung bester Ackerböden: Es handelt sich hier um hochgradig fruchtbaren Boden, der für die regionale Lebensmittelproduktion reserviert sein sollte.

https://web1.karlsruhe.de/ris/oparl/bodies/0001/downloadfiles/00666038.pdf

  • Es gibt bessere Alternativen! Im Rahmen der Planungen des Regionalverbands zur Fortschreibung des Regionalplankapitels 4.2.5 Erneuerbare Energien – Plansätze 4.2.5.1 „Allgemeine Grundsätze“ und 4.2.5.3 „Vorbehaltsgebiete für regionalbedeutsame Photovoltaik-Freiflächenanlagen wurden alternative Flächen im Stadtgebiet gefunden (z. B. alte Deponien oder Flächen entlang der Autobahn), die sich perfekt eignen. Warum also unsere Natur opfern?
  • Sogar die Fachverwaltung hat in der Vergangenheit bereits empfohlen, diese Fläche wegen des Artenschutzes und des Landschaftsbildes nicht für PV-Anlagen zu nutzen.
  • https://web1.karlsruhe.de/ris/oparl/bodies/0001/downloadfiles/00667358.pdf

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 04.06.2026
Sammlung endet: 23.08.2026
Region: Karlsruhe
Kategorie: Umwelt

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer, liebe Unterstützerinnen,

    Am 17.6 wurde das geplante Vorhaben (FFV-PV auf dem Rippertsfeld) in den Ortschaftsratssitzungen in Stupferich und Hohenwettersbach diskutiert. Wir (die Initiative) waren an beiden Sitzungen vor Ort. Der Vertreter des Planungsamtes hat in der Ortschaftsratssitzung darüber informiert dass der Investor am Vortag dem Planungsausschuss geänderte Vorhabenpläne vorgelegt hat. Nun will der Investor eine sog. Agri-PV Anlage bauen. Diese Panels können bis zu 4-6 Meter hoch und schwenkbar sein. Ein Grund dafür, laut dem Vertreter vom Planungsamt, wäre das man für eine Agri-PV EEG Fördermittel bekommen kann.

    In der Sitzung vom Planungsausschuss am 18.6 gab es kritischen Fragen zu den neuen Plänen. Wir zitiren aus der BNN: https://bnn.de/karlsruhe/karlsruhe-stadt/solarpark-in-karlsruhe-investor-praesentiert-plaene-oeffentlich-im-rathaus: "Die Stadträte Raphal Fechler (SPD) und Thomas Hock (FDP) wollten wissen, ob Greenovative Solaranlagen plane, die noch näher an die Wohnbebauung heranragten als die mögliche Anlage beim Golfplatz. „Sagen Sie einfach Ja oder Nein“, so Hock. Und die Antwort von Bachmann fiel klar aus. „Ja.“

    Seit gestern kann man im Ratsinformationssystem sehen, dass die geplante Abstimmung im Gemeinderat am 23.6 abgesetzt wurde. Siehe https://sitzungskalender.karlsruhe.de/db/ratsinformation/termin-10540, TOP 21. Sobald wir konkretere Informationen erhalten, werden wir darüber informieren.

    Wir sind der festen Meinung, dass eine sog. Agri-PV unser Landschaftsbild mindestens genauso, wenn nicht noch mehr zerstören wird. Dass der Investor noch dazu noch näher an die Wohnbebauung heran will ist noch ein weiterer Grund dieses Vorhaben weiterhin abzulehnen. Wir kämpfen weiter und sind dankbar für Ihre weitere Unterstützung!

Die Befürworter des Vorhaben nennen die Fläche "zweite Wahl". Die Fläche ist eine sog. Vorbehaltsflur I. Es gibt 5 Stufen. Vorbehaltsflur I ist die zweithöchste Stufe: Die Vorbehaltsflur I umfasst landbauwürdige Flächen (gute Böden) und Flächen, die wegen ihrer ökonomischen Standortsgunst für den Landbau wichtig und deshalb der landwirtschaftlichen Nutzung vorzubehalten sind. Fremdnutzungen sollen ausgeschlossen bleiben.

Gottesanbeterinnen leben in Waldrändern und nicht auf hoch bewirtschafteten Äckern. Zauneidechsen bevorzugen Waldränder und Heideland, dass vom Menschen weitgehen in Ruhe gelassen wird.

Warum Menschen unterschreiben

Eine weitere PV- Anlage ist an dieser Stelle schlecht gewählt und verschandelt den Blick auf die Pappelalle. Die Anlage ist auch unnütz und überflüssig, da Deutschland mehr Strom (bei Sonne am Tag) exportiert als importiert. Der Export geht an Österreich, Dänemark und Norwegen. Quelle: Bundesnetzagentur. Für den Export nach Norwegen müssen Negativpreise gezahlt werden. Der Steuerzahler bezaht den Zuschuss zum Bau der Anlage und dann noch einmal beim "Verkauf" des Stroms. Der geplante Speicher ist ungeeignet und kann nur weniger als 1/3 der Tagesleistung speichern. Die Anlage ist unnütz, überflüssig und kostet uns, d.h. dem Staat unnötig Geld.

Weil es das Landschaftsbild und den Charakter der Umgebung kaputt macht

Schützt unsere Natur, die Schöpfung Gottes. Lasst Bäume Sauerstoff spenden, die Tiere leben und den Menschen ihre Heimat.

Der Standort der Anlage verschandelt einen der bekanntesten Wahrzeichen der Umgebung.

Verunstaltet die komplette Landschaft

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