Petition richtet sich an:
Gemeinderat Karlsruhe
Direkt vor unserer Haustür auf dem Thomashof droht eine drastische Veränderung unseres Wohn- und Lebensumfeldes. Auf der landwirtschaftlichen Fläche „Rippertsfeld“ – direkt an unserer geliebten Pappelallee – möchte ein privater Investor eine großflächige Freiflächen-Photovoltaikanlage errichten. Dafür muss zuerst einen neuen Bebauungsplan/Flächennutzungsplan erstellt werden. Danach kann ein Bauantrag erfolgen. Wir fordern dass der Gemeinderat Karlsruhe in der kommenden Sitzung am 23.06.2026 dieses Vorhaben ablehnt.
Siehe Beschlussvorlage der Stadtverwaltung, Abschnitt III.
https://web1.karlsruhe.de/ris/oparl/bodies/0001/downloadfiles/00666038.pdf
und der Antrag für die GR-Sitzung am 23.06.2026
https://web1.karlsruhe.de/ris/oparl/bodies/0001/downloadfiles/00678104.pdf
Begründung
Gegen die Energiewende hat niemand etwas – aber nicht auf dieser Fläche! Es gibt gewichtige Gründe, warum dieses Projekt an diesem Standort absolut falsch ist:
- Zerstörung der „Badischen Toskana“: Unsere Landschaft rund um die Pappelallee ist ein einzigartiges Natur- und Naherholungsgebiet und gehört zum Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Wir meinen: eine industrielle Solarwüste würde dieses wunderschöne Landschaftsbild für immer zerstören.
https://web1.karlsruhe.de/ris/oparl/bodies/0001/downloadfiles/00614641.pdf
- Bedrohung geschützter Tierarten: Die Fläche ist die Heimat von streng geschützten Arten. Rotmilane, Feldlerchen*, Gottesanbeterinnen und Zauneidechsen würden ihren Lebensraum unwiderruflich verlieren.
*Siehe Beschlussvorlage der Stadtverwaltung, hier wird die Feldlerche erwähnt. Die Rotmilane sind auf dieser Fläche täglich zu sehen, die Gottesanbeterinnen und Gottesanbeterinnen und Zauneidechsen wurden von Teilnehmern unserer Initiative beobachtet und fotografiert.
- Vernichtung bester Ackerböden: Es handelt sich hier um hochgradig fruchtbaren Boden, der für die regionale Lebensmittelproduktion reserviert sein sollte.
https://web1.karlsruhe.de/ris/oparl/bodies/0001/downloadfiles/00666038.pdf
- Es gibt bessere Alternativen! Im Rahmen der Planungen des Regionalverbands zur Fortschreibung des Regionalplankapitels 4.2.5 Erneuerbare Energien – Plansätze 4.2.5.1 „Allgemeine Grundsätze“ und 4.2.5.3 „Vorbehaltsgebiete für regionalbedeutsame Photovoltaik-Freiflächenanlagen wurden alternative Flächen im Stadtgebiet gefunden (z. B. alte Deponien oder Flächen entlang der Autobahn), die sich perfekt eignen. Warum also unsere Natur opfern?
- Sogar die Fachverwaltung hat in der Vergangenheit bereits empfohlen, diese Fläche wegen des Artenschutzes und des Landschaftsbildes nicht für PV-Anlagen zu nutzen.
- https://web1.karlsruhe.de/ris/oparl/bodies/0001/downloadfiles/00667358.pdf
Weil ich für die Einmaligkeit unserer Pappelallee, samt der wunderbaren Naturumgebung bin.
Ein Genuss für alle, die sich in diesem Bereich bewegen, Ihre Freizeit geniessen.
Solche riesigen Photowolteig Flächen zerstören dieses wunderbare Landschaftsbild