Region: Germany
Education

8. Schuljahr als verpflichtendes soziales / ökologisches / gemeinschaftsunterstützendes Jahr

Petitioner not public
Petition is directed to
Petitionsausschuss des deutschen Bundestages, Bundesministerium für Bildung und Forschung - BMBF
111 Supporters 111 in Germany
The petition was withdrawn by the petitioner
  1. Launched February 2021
  2. Collection finished
  3. Submitted
  4. Dialogue
  5. Failed

Anstatt rebellierend, trotzig, mit sich und der Welt überfordert, in Ermangelung von lebensnahen positiven Vorbildern, als 14-Jähriger im 8. Schuljahr sich selbst, Mitschüler, Lehrer und Eltern an die Grenzen bringend, seinen Alltag zu verbringen, kann diese Zeit auch sinnvoll genutzt werden.

Schon ein 14-Jähriger ist in der Lage sich selbst kennen zu lernen, ein Bild von sich in der Gesellschaft zu entwickeln und zu erleben, einen Beitrag in der Gesellschaft zu leisten, der wiederum zu einem neuen Selbstbild und damit zu mehr Selbstvertrauen führt. Selbstwert nimmt Aggression, Mobbing und einem schlechten Selbstbild den Nährboden. Eine der wichtigsten Zeiten im Leben positiv zu besetzen und nicht dem pubertären Entwicklungskollaps und verzerrten negativem Selbstbildern zu überlassen, wäre doch gerade in dieser Zeit ein guter Ansatz.

Jeder kennt es entweder aus seiner eigenen Jugend, von seinen Kindern oder Schülern; 14 Jährige sind an einem wichtigen Entwicklungspunkt in ihrem Leben und leben diesen ganz unterschiedlich aus. Erwachsen werden ist in unserer Gesellschaft so schwer wie nie zuvor. Studie über Studie beschreibt die Probleme, die sowohl die Jugendlichen mit sich selbst, als auch die Gesellschaft mit den Jugendlichen haben. Jugendkriminalität, Mobbing im realen Leben wie auch im Netz sind Alltag für die junge Generation.

Darüber könnte man so viel schreiben, ich bin aber der Meinung, dass jeder Leser selbst seine Erfahrungen mit diesem Lebensabschnitt, aus welcher Blickrichtung auch immer, gemacht hat.

Somit plädiere ich hiermit für ein soziales, ökologisches, gemeinschaftsunterstützendes 8. Schuljahr für alle Schüler! Begleitet wie ein Praktikum von der Schule. Natürlich dürfen die Jungen Menschen nicht für Hilfsarbeiten ausgenutzt werden, sollen aber schon helfend und sich selbst einbringend mit Menschen oder für die Gemeinschaft "arbeiten".

Reason

Die jungen Menschen können in dieser Zeit Berufe kennen lernen, sich selbst neu erleben, lernen sich in Gemeinschaften einzugliedern, erste Abnabelungserfahrungen machen, lernen Verantwortung zu übernehmen und Hürden der Unterschiedlichkeit überwinden. Alle Schüler sind in dieser Zeit gleich. Egal welchen Schulabschluss sie bis dahin angestrebt haben, in diesem Jahr sind alle gleich. Hier können diese jungen Menschen zeigen was in ihnen steckt. Die alten "Regeln" sind aufgehoben und jeder kann sich noch mal neu definieren. Zu dieser Zeit ist es auch für bis dahin nicht so leistungswillige Schüler nicht zu spät, die nachfolgende Schule noch mal ganz anders anzugehen.

Für bessere Chancen für ALLE Schüler und ein sozialeres, harmonischeres Zusammenleben in Schule, Zuhause und in der Gesellschaft.

Ich denke dadurch würden viele Familien glücklicher, Schulen sozialer und friedlicher und die Gesellschaft im Allgemeinen besser werden.

Thank you for your support

News

Sehr geehrte Susanne Paladini-Kaufmann, die Idee finde ich sehr gut, habe selbst im Zivildienst wertvolle Erfahrungen gesammelt, es geht ja schon beim zuverlässigen Erscheinen los und bei verantwortungsvoller Arbeit uvm weiter. Nur: den Zeitpunkt würde ich unbedingt anders wählen, da viele Tätigkeiten mit 14 Jahren gesetzlich noch gar nicht erlaubt sind, das war bei den Praktikas in der Schule schon so. Also wenn dann mit 16, da sind die Jugendlichen immer noch in einer Findungsphase und dürfen aber alle Arbeiten auch ausführen.

Ich bin aus mehreren Gründen gegen diese Petition. Zum einen, weil hierdurch 13(!)jährige Kinder gezwungenermaßen arbeiten müssten. In der 8. Klasse IST man nämlich nicht 14, man WIRD 14. Weiterhin halte ich ein ganzes Schuljahr für eine zu lange Zeit. Ich sage nicht, dass Jugendliche nicht soziale Arbeit lesiten sollen (auch länger als 2 Wochen), allerdings sollte es im angemessenen Rahmen bleiben. Außerdem müsste es strenge Regeln geben, was anerkannt wird und was nicht.

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