Sehr geehrter Herr Lionel Souque,

wir setzen uns für den Erhalt von 300.000 m² wertvollsten Ackerbodens ein, der unwiederbringlich verloren geht, wenn das von REWE geplante Logistikzentrum in der Wetterau bei Wölfersheim gebaut wird.

Der Ackerboden gehört zu den allerbesten Böden in ganz Europa. Der mehrere Meter mächtige Lössboden verfügt über eine besondere Wasserspeicherfunktion, die in Zeiten des Klimawandels immer wichtiger wird. Die Wetterau gilt als eine der Kornkammern Deutschlands. Weltweit ist guter Ackerboden rar - die Fläche nimmt ab, während die Weltbevölkerung wächst.

Dieser Ackerboden ist viel zu wertvoll für Beton!

Die Vernichtung von allein 300.000 m² Ackerland von besonderer Qualität für ein einziges der sieben bundesweit geplanten Logistikzentren widerspricht dem Anspruch auf Nachhaltigkeit, den Ihr Unternehmen mit seiner Werbung „Frisch aus der Region!“ und „Verantwortung tragen!“ vertritt. Sie entzieht vielmehr der regionalen Erzeugung von hochwertigen Lebensmitteln den Boden.

Ein nachhaltiges Unternehmen wie REWE baut nicht auf der grünen Wiese beziehungsweise auf bestem Ackerboden! Die Aktivitäten Ihres Unternehmens im Bereich Nachhaltigkeit verlieren durch dieses Vorhaben dauerhaft an Glaubwürdigkeit.

Wenn Ihr Unternehmen es ernst meint und REWE wirklich Verantwortung für die Umwelt tragen und ein nachhaltiges Unternehmen sein will, dann nutzen Sie bereits versiegelte Konversionsflächen, auch wenn dies u.U. höhere Baukosten verursacht und eine an den Standort angepasste Planung nötig macht.

Wir sind sicher, dass REWE als innovatives Unternehmen auch in Zukunft die logistischen Prozesse erfolgreich managen können wird, ohne dafür in immensem Umfang wertvollste Ackerflächen zu versiegeln.

@ Deutscher Bundestag: Unabhängig von unserem Appell an REWE bitten wir den Petitionsausschuss des deutschen Bundestags konkrete Gesetzesvorhaben vorzuschlagen, welche die Flächenreduktionsziele der Bundesregierung zu einer konkreten Umsetzung bringen.

Für Ihre und unsere Zukunft - und die unserer Kinder und Enkelkinder!

BESTE BÖDEN BRAUCHEN IHREN SCHUTZ!

BI Bürger für Boden E-Mail: buerger-fuer-boden@web.de

www.buerger-fuer-boden.org

Weiterführende Links finden Sie auf unserer Homepage unter

www.buerger-fuer-boden.org/pressemitteilungen/interessante-links/

Reason

REWE vernichtet ein Stück Lebensgrundlage

Wo bleibt das in der Werbung gegebene Nachhaltigkeitsversprechen?

Wir Menschen leben von dem, was auf den Äckern der Erde wächst. Wenn in Wölfersheim 30 Hektar fruchtbarster Ackerboden durch die Bebauung mit einem riesigen REWE-Logistikzentrum versiegelt wird, dann wird alleine damit schon die nachhaltige Ernährungsgrundlage von 150 Menschen für immer vernichtet.

In Deutschland bestehen bezüglich Boden und Klima beste agrarische Produktionsbedingungen. Dennoch können wir unsere Bevölkerung schon heute nur zu 90 Prozent mit Nahrungsmitteln versorgen. Auf Nahrungsmittelimporte können wir auf Dauer nicht bauen.

Nur ein kleiner Teil der Landfläche der Erde steht zur Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung - Agrarflächen sind nicht vermehrbar. Dagegen müssen wir erkennen, dass weltweit Agrarflächen durch Urbanisierung und Übernutzung zunehmend zerstört werden. Bis zum Jahr 2030 ist zudem ein Wachstum der Weltbevölkerung auf 8,4 Milliarden Menschen vorausgesagt.

Warum vernichten Menschen ihre Lebensgrundlage für ein nicht messbares Wohlstandsversprechen? Wo bleibt die Verantwortung für die nachfolgenden Generationen, wenn wir jetzt die Ackerböden des Planeten zerstören? Politik und Unternehmen können nicht von Bodenschutz und Nachhaltigkeit reden und im konkreten Einzelfall nicht handeln.

Genau das sind die Gründe, weshalb die unwiederbringliche Versiegelung von besten Ackerböden für Projekte wie das REWE-Logistikzentrum verhindert werden muss.

Wir haben keine zweite Erde.

Unverzichtbar ist eine breite gesellschaftliche Debatte über die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen - und dazu gehört ganz besonders die bis jetzt wenig beachtete Ressource Ackerboden!

Thank you for your support, Bürger für Boden from Echzell
Question to the initiator

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News

  • Liebe UnterstützerInnen der Petition „Beste Böden brauchen Schutz“,

    der Protest wächst weiter. Auch dank Ihrer Unterstützung!

    In den letzten Monaten gab es etliche Anzeichen darüber, dass der Protest gegen die Flächenversiegelung und für den Erhalt dieser besten Böden die Initiatoren und Akteure des REWE Logistikzentrums überrascht hat.

    Der aktuelle Stand des Projekts ist wie folgt: Auch zur dritten Offenlage zum Bebauungsplan gab es wieder zahlreiche (knapp 1.300) Einwendungen. Und aus unserer Sicht gibt es weiterhin erhebliche Mängel. Aufgrund der politischen Mehrheitsverhältnisse in Wölfersheim ist trotz der Mängel zu erwarten, dass die Gemeindevertreter am Donnerstag, den 27. Juni den Bebauungsplan absegnen.

    Aus diesem Grund gibt es... weiter

pro

Not yet a PRO argument.

contra

No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • 10 h. ago

    Der Verbrauch von wertvoller Ackerfläche muss ein Ende finden.

  • 1 day ago

    Ertragreiche Böden müssen für die Landwirtschaft erhalten werden. Versiegelte Flächen erhöhen die Gefahr von Hochwasser bei Starkregenfällen. Große zubetonierte Flächen schaden dem Stadtklima. Durch das fehlen von Pflanzen oder einseitiger Bepflanzung verschlechtert sich die Biodiversität.

  • Erwin Schöneich Bad Homburg

    2 days ago

    Rewe vernichtet wertvolle Resourcen wie diesen Boden den man nicht ersetzen kann. In Zukunft werden gute Ackerböden immer wertvoller werden da Lebensmittel wieder Verbraucher-nah produziert werden müssen. Transport wird ein Luxus werden. Es ist eine Schande daß dieWölfersheimer CDU, SPD und Grünen für einen kleinen, kurzfristigen Boost sämtliche langfristigen Umweltziele über Bord kippen und den vielen Kindern im Neubauvirtel von Södel eine ökologische und umweltfreundliche Zukunft rauben wollen. Wo bleiben außerdem die Rücksicht auf die Zugvögel in der Wetterau die diesen Klotz im Weg haben werden. Außerdem bremst so ein gigantisches Gebäude sogar die kühle Luft über den Kaltluftentstehungsgebieten wie dem Bellersheimer See aus und verhindert so an bestimmten Tagen z.B. bei nördlichen Winden, daß kühlere Luft Richtung Frankfurt Rhein/Main abfliesen kann und belastet daher im Zeitalter der schnellen Klimaerwärmung alle Menschen von Wölfersheim bis Frankfurt. Dieser Bau soviel mehr an Nachteilen, daß eine Baugenehmigung auf keinen Fall erteilt werden sollte. Als letztes: Wir verlangen auch von Tansania, daß kein Logistik-Zentrum im Ngorongoro Krater gebaut wird um den Lebensraum der Löwen, Nashörner, aller Tiere und Menschen die dort leben zu schützen und für alle Zukunft zu erhalten. Sind aber selber nicht in der Lage weder unsere Vögel, Tiere oder auch nur unsere Bienen und Insekten zu schützen, weil kleinkarierte, weltfremde Ortsfunktionäre Entscheidungen für unsere Umwelt der nächsten 50 Jahre fällen dürfen, die weder nachhaltig für uns Menschen sind und die von sich aus noch nicht mal von der Industrie, hier Rewe, angefragt worden wäre. Das Projekt ist Absurd und die Verantwortlichen sollten ihren Hut nehmen! Wer wundert sich da noch über 10 % bei den "sogenannten" Volksparteien.

  • Anne Noetzel Witzenhausen

    2 days ago

    Als Agraring. für Internationale Agrarentwicklung und Ökologischen Landbau ist es quasi eine Pflicht diese Petition mitzuzeichnen. Wir leisten uns hier einen Verbrauch von land- und forstwirtschaftlichen Flächen, der, abgesehen vom hiesigen Naturverbrauch, vor allem in anderen Ländern negative Effekte auf Natur und Menschen hervorruft. Diesen Zustand müssen wir beenden. Und zwar jetzt, und nicht erst in 30 Jahren. Unterstellen wir einmal, dass die Bundesregierung es tatschächlich schafft ab 2020 "nur" noch 30ha/d zu verbrauchen, was bei einem derzeitigen Verbrauch von mehr als 60ha/d illusorisch ist, entspräche das bei gleichmäßiger Abnahme bis 2050 immer noch einer Fläche von >1.600km² (ca. 2x die Fläche von Berlin). Ein Verbrechen an Mensch und Natur, um private Profitinteressen zu schützen - dagegen müssen wir uns wehren. *kämpferischeFaustSmiley*

  • 2 days ago

    Umweltschutz

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