Region: Germany
Science

Dauerstellen für Daueraufgaben

Petition is directed to
Petitionsausschuss des Bundestages
5.555 Supporters 5.453 in Germany
11% from 50.000 for quorum
  1. Launched 20/11/2020
  2. Time remaining >10 Months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Immer mehr Zeitverträge mit immer kürzeren Laufzeiten, lange und steinige Karrierewege – die Probleme leugnet heute niemand mehr. Wie ein Brennglas hat die Coronakrise die Defizite von Personalstruktur und Beschäftigungsbedingungen in Hochschule und Forschung noch deutlicher sichtbar gemacht.

Die Kontinuität und Qualität wissenschaftlicher Arbeit braucht stabile Beschäftigungsbedingungen – Schluss mit dem Hire-and-Fire-Prinzip.

Gemeinsam treten wir ein für

  • Dauerstellen für Daueraufgaben in Forschung, Lehre und Wissenschaftsmanagement!
  • einen kräftigen Ausbau der Grundfinanzierung der Hochschulen!
  • gleiche Chancen auf eine erfolgreiche akademische Laufbahn für alle!
  • wirksame Mitbestimmungsrechte für alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler!
  • krisenfeste Hochschulen und Forschungseinrichtungen!

Weitere Informationen gibt es auf https://www.gew.de/Dauerstellen

Wir haben nichts zu verlieren als unsere Kettenverträge, wir haben die Wissenschaft zu gewinnen – und die Wissenschaft uns! English Version here: https://www.gew.de/dauerstellen/permanent-jobs-for-permanent-tasks/

Reason

Wir fordern einen Anteil von mindestens 50 Prozent Dauerstellen beim wissenschaftlichen und künstlerischen Personal neben der Professur und die vollständige Absicherung der Aufgaben im Wissenschaftsmanagement durch Dauerstellen. Bei befristeten Qualifizierungsverträgen fordern wir die Ausschöpfung der Höchstbefristungsdauer nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz und damit eine Regellaufzeit von sechs Jahren – grundsätzlich auf Vollzeitstellen. Lehre an Hochschulen muss stets forschungsbasiert sein – Hochdeputatsstellen für „Lehrknechte“ und Lehrmägde“ lehnen wir daher ab. Lehrbeauftragten, die Daueraufgaben in der Lehre wahrnehmen, sind sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse anzubieten, die ihrer Qualifikation entsprechen.

Statt immer neuer befristeter Programme, Wettbewerbe und Pakte brauchen wir eine verlässliche und dynamische Grundfinanzierung. Wir fordern eine Aufstockung des Budgets des „Zukunftsvertrags Studium und Lehre stärken“ um 40 Prozent, eine jährliche Erhöhung um mindestens drei Prozent und die Verwendung der Mittel für Dauerstellen für Daueraufgaben in der Lehre.

Die Aussichten auf einen Doktortitel, eine Dauerstelle oder eine Professur dürfen nicht von sozialer Herkunft, Geschlecht, sexueller Identität, Alter, Behinderung oder chronischer Erkrankung, Religion oder Weltanschauung, ethnischer Herkunft oder vom Migrationshintergrund beeinträchtigt werden. Wir brauchen eine aktive Unterstützung und Förderung benachteiligter Gruppen sowie eine wirksame Antidiskriminierungs- und Beschwerdestruktur an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Um der strukturellen Benachteiligung von Frauen in der Wissenschaft zu begegnen, ist eine wirksame Gleichstellungpolitik und -praxis erforderlich, die Mindestquoten auf allen Karrierestufen einschließt. Wir treten ein für familienfreundliche und barrierefreie Strukturen und Arbeitsbedingungen sowie eine uneingeschränkte Anwendung der familien- und behindertenpolitischen Komponente des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes.

Wir machen uns für eine demokratische Governance-Struktur an Hochschulen und Forschungseinrichtungen stark, die nicht top-down von autokratischen Leitungsorganen gelenkt, sondern bottom-up von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Studierenden und Beschäftigten in Technik und Verwaltung selbstverwaltet werden. Alle müssen unabhängig von ihrem Status das Recht bekommen, auf Augenhöhe gleichberechtigt mitzubestimmen – auch Promovierende und Lehrbeauftragte. Wir fordern eine Ausdehnung des Geltungsbereichs der Personalvertretungsgesetze bzw. des Betriebsverfassungsrechts auf alle Beschäftigten sowie einen Ausbau der Rechte der von ihnen gewählten Personal- und Betriebsräte.

Niemand darf einen Nachteil haben, wenn Leistungen in Krisen wie der Coronapandemie nicht erbracht werden können. Wir fordern eine Verlängerung von befristeten Arbeitsverträgen, Stipendien und der Ausbildungsförderung um die Zeit der pandemiebedingten Beeinträchtigungen, mindestens aber um zwölf Monate. Online-Lehre und Forschung setzen nicht nur eine leistungsfähige digitale Infrastruktur voraus, sondern auch eine aktive Unterstützung der Beschäftigten und Studierenden. Dazu gehören ausreichender technischer Support, qualifizierte Fort- und Weiterbildung, freier Zugang zu Forschungsergebnissen und Lehrmaterialien und eine angemessene Anrechnung der Online-Lehre auf die Lehrverpflichtung. Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen müssen die Einhaltung aller Standards des Arbeits- und Gesundheitsschutzes garantieren und für eine angemessene Ausstattung im mobilen Arbeiten und im Homeoffice sorgen.

Weitere Informationen gibt es auf https://www.gew.de/Dauerstellen

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News

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Why people sign

  • 3 days ago

    Schüler und Lehrer haben ein Recht auf Ferien. Der Distanzunterricht ist anstrengend. Mit der Streichung wird suggeriert, dass Schüler und Lehrer jetzt weniger arbeiten und eine Auszeit nicht nötig hätten.

  • 5 days ago

    Mit der Situation befristet an den Universitäten beschäftigter Personen bin ich durch die Mitarbeit in verschiedenen Organen der universitären Selbstverwaltung (Fachbereichsrat, Senat) wie im Personalrat gut vertraut. Wie sehr Befristungen Karriere- und Familienplanung beeinträchtigen ist mir auch aus eigener Erfahrung bekannt; in meinem Falle dauerte es in den 1980er und 1990er Jahren immerhin achtzehn Jahre, bevor es dann doch glücklicherweise zu einer Entfristung kam.

  • Karin Freund Darmstadt

    6 days ago

    Langjähriges grundsätzliches Problem bei der Beschäftigung wissenschaftlichen Personals mit der Folge perpetuierter hochgradiger Unsicherheit beruflicher/sozialer Existenzen

  • 6 days ago

    Dauerstellen für Daueraufgaben

  • 6 days ago

    Ich bin selbst wissenschaftlicher Mitarbeiter und seit 2009 auf befristeten Stellen...

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