Wir haben erfahren, dass das Land Niedersachsen die Zahlung der Fördermittel für das Institut für niederdeutsche Sprache in Bremen zum 31.12.2017 einstellen will. Wir bitten Sie, dieses rückgängig zu machen und bitten Sie nachdrücklich, die Finanzierung des Instituts für niederdeutsche Sprache in Bremen über den 31.12.2017 hinaus mit den anderen Ländern Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein sicherzustellen.

Reden

Das Institut für niederdeutsche Sprache erfüllt zentrale Aufgaben für den Erhalt und die Förderung des Niederdeutschen: • als zentrales Informations- und Dokumentationszentrum für Niederdeutsche unter Berücksichtigung alter und neuer Medien, • durch ein Beratungs- und Koordinationsangebot für die Vermittlung von Niederdeutsch insbesondere für Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen, • durch Förderung der niederdeutschen Kulturlandschaft, insbesondere im Hinblick auf die jüngere Generation, • durch Förderung von Aktivitäten zum Gebrauch des niederdeutschen in verschiedenen Berufsfeldern wie Seelsorge, Gesundheitswesen, Alten- und Krankenpflege, Tourismus und Journalismus, • durch Vernetzung von Institutionen und Personen aus Wissenschaft, Kultur, Medien, Politik • als Interessenvertretung für Niederdeutsch in Politik und Gesellschaft, insbesondere im Prozess zur Umsetzung der Europäischen Charta für Regional- und Minderheitensprachen.

Diese ganzen Aufgaben lassen sich nicht ohne Weiteres auf andere Institutionen übertragen. Eine Zerschlagung der existierenden Strukturen würde die Förderung des Niederdeutschen schwer schädigen. Eine Fortexistenz des Instituts für niederdeutsche Sprache als eine einzigartige Institution, die im gesamten Sprachraum tätig ist, ist für eine erfolgreiche umfassende Förderung des Niederdeutschen unabdingbar.

Bild: Wikimedia Commons, Author Jacek79

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Diese Petition wurde bereits in folgende Sprachen übersetzt

Neue Sprachversion
  • Liebe Unterstützer unserer Initiative,

    gestern (20.09.2017) hat Radio Bremen im Zuge der Sendereihe „Bremen Zwei unterwegs“ im INS eine Podiumsdiskussion durchgeführt.

    Titel: Alte Sprache, neue Form - Institut für niederdeutsche Sprache gegen Länderzentrum für Niederdeutsch.

    Teilnehmer: Heiko Block, Präsident Institut für niederdeutsche Sprache; Thomas Frey, Leiter Kulturabteilung beim Senator für Kultur, Bremen; Ingrid Schröder, Leiterin Abteilung Niederdeutsche Sprache und Literatur, Universität Hamburg.

    Moderation: Stefan Pulß
    Redaktion: Franziska Rattei
    Weitere Informationen, ein Mitschnitt (Podcast) und eine Zusammenfassung sind hier zu finden: www.radiobremen.de/bremenzwei/veranstaltungen/bremen-zwei-unterwegs/niederdeutsche-sprache100.html

    Freundliche Grüß!

  • Liebe Unterstützer unserer Initiative,
    Vorgestern (29. 03. 2017) hat das MWK (Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Hannovr ihr Konzept vorgestellt (siehe beigefügte Datei).(plattdüütsch: kiek ünnen)
    Der Vorsitzende des Vereins „De Plattdüütschen e.V.“ Heinz Mügge und Hans-Heintich Kahrs vom Landschaftsverband Stade waren dabei.
    Angetroffen haben sie rd. 40 Personen aus ganz Niedersachsen (90% aus Ostfriesland, Oldenburg und dem Emsland).
    Die Ministerin war auch da, sagte aber gleich zu Anfang, dass sie nur eine StundenZeit hätte. Sie hat vielen Worten das erzählt, was in der Pressemitteilung steht.
    www.mwk.niedersachsen.de/startsteite/service/presseinformationen/neuausrichtung-der-foerderung-des-niederdeutschen-152526.html

    Im allerletzten Moment war es Herrn Herwig Dust aus Oldenburg geglückt die Prüfungsberichte für 2014 und 2015 über die Abrechnungen des INS aus Bremen zu beschaffen. Danach ist bei allem ordnungsgemäß verfahren worden.
    Das MWK beharrt aber darauf, dass „Unregelmäßigkeiten“ vorgekommen sind. Mehr sagen sie nicht. Bei der Tagung vorgestern war nichts mehr herauszubekommen.
    Die Besucher haben noch reklamiert, dass dafür mehr Geld beschafft werden muss und auch, dass das INS ein selbständiger Verein ist.
    Sie gehen aber nicht darauf ein. Sie wollen das einfach so durchziehen. Sie wollen auch Zugang zu der Bibliothek haben.
    Eines haben wir bemerkt, sie haben uns auf der Rechnung! Unsere Unterschriftensammlung hate bei ihnen Eindruck gemacht.
    So einfach, wie sie es sich vorstellen,geht es unserer Ansicht nicht.

    Ehrgüstern (29. 03. 2017) het dat MWK (Ministerium för Wetenschop un Kultur) in Hannober jümehrn Plaan vörstellt (kiek in de bileggte Datei).
    De Vörsitter vun den Vereen „De Plattdüütschen e.V.“ Heinz Mügge un Hans-Hinrich Kahrs vun den Landschopsverband Stood sünd dorbi ween.
    Andropen hebbt se rd. 40 Lüüd ut ganz Neddersassen (90% ut Oostfreesland, Ollnborg un Eemsland).
    De Ministerin wöör ok dor. Se see glieks to Anfang, se harr blots een Stünn Tiet. Se hett mit veel Wöör dat vertellt, wat in de Pressemitdelung steiht.
    www.mwk.niedersachsen.de/startsteite/service/presseinformationen/neuausrichtung-der-foerderung-des-niederdeutschen-152526.html

    In allerletzten Momang is Herrn Herwig Dust ut Ollnborg dat glückt, de Prüfungsberichte för 2014 un 2015  över de Afreken vun dat INS noch ut Bremen tofaten to kriegen. Dorno is dat allens bi de Reeg.
    Man dat MWK beharrt dorop, dor sünd "Unreglmäßigkeiten" vörkomen. Mehr seggt se nich. Bi de Tagung is ehrgüstern nix bi rutkamen.
    De Besöker hebbt noch reklameert, dat dor mehr Geld anfoot warrn mutt un dat dat INS een sülvststänniger Vereen is.
    Dor teht se sik over nich för. Se wüllt dat eenfach so dörchtrecken. Se wüllt ok Togang to de Bibliothek hebben.
    Een Deel hebbt wi markt, se hebbt uns op de Reken! Uns Ünnerschriftensammeln hett bi jüm Indruck mookt.
    Denn so eenfach wi se sik dat vörstellt, geiht dat no uns Menen nich.
     

  • Guten Tag, im Anhang die Veröffentlichung des Stader Tageblatts zu der Übergabe der Unterschriften.
    Es gibt außerdem eine Aufzeichnung des NDR1 Niedersachsen vom 14. Feb. 2017.
    Die kann man nicht hochladen, ist aber hier zu finden:
    1drv.ms/u/s!Agtv8xLbizq1mEi0anKRJIcOEWTE
    Leider fehlen die ersten paar Wörter, aber der Zusammenhang ist klar.

    Der Erfolg unserer Petition ist zu einem nennenswerten Teil der Organisation "openpetition" zu verdanken. Diese lebt überwiegend von Spenden. Der Verein "De Plattdüütschen e.V." hat einen Betrag überwiesen. Gerne können Sie sich alle daran beteiligen. Und zwar hier: www.openpetition.de/spenden?op_source=header

Discussie

pro

Das Institut für Niederdeutsche Sprache ist Kommunikationsmittelpunkt für alle Plattdeutsch sprechenden Menschen über Landesgrenzen hinweg. Es unterhält die einzige niederdeutsche zentrale Bibliothek. Es organisiert und vermittelt Sprachkurse und Anleitungen zu kreativem Schreiben. Es entwickelt Kinderprogramme und -spiele. Es vermittelt und veranstaltet Vorträge und Lehrgänge. Es betreut Schulen, Kindergärten, Institutionen der Erwachsenenbildung. Es ist schlicht nicht entbehrlich!

contra

Ich finde die Deutschen sollten es mal schaffen mussen eine Sprache zu sprechen damit die Deutschen sich untereinander verstehen können, hierfur sollte mann sich doch mal für einsetzen. ich bin Niederländer und lebe schon 50 Jahren in Stolzenau. Gruß Kees Nauta