Environment

Für eine sofortige Freigabe des Wolfsschluchtweges am Südhang des Wittekindsberges

Petition is directed to
Das Landesumweltministerium NRW
234 Supporters 220 in North Rhine-Westphalia
Collection finished
  1. Launched May 2020
  2. Collection finished
  3. Filed on 21 Dec 2020
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Aktuell wurde der beliebte Wolfsschluchtweg am Südhang des Wittekindsberges vom Landesumweltministerium in Absprache mit dem Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe für die Öffentlichkeit gesperrt. Begründet wurde die sofortige Sperrung des Wolfsschluchtweges, der vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal zur Wittekindsburg führt, mit der unmittelbaren Gefahr für Wanderer durch herabfallende Äste bzw. umstürzende Bäume.

Die Wählergemeinschaft Porta fordert die sofortige Rücknahme dieser Sperrung sowie die Begehbarkeit der historischen Wanderwege am Südhang des Wittekindberges. Darüber hinaus setzt sich die Wählergemeinschaft für die zeitnahe Erstellung eines nachhaltigen touristisches Gesamtkonzepts unter Berücksichtigung aller Sehenswürdigkeiten auf dem Wittekindsberg ein.

Reason

"Die „Wählergemeinschaft Porta – wir in Porta“ hat in den vergangenen Monaten wiederholt öffentlich darauf hingewiesen, dass es im Rahmen der touristischen Gesamtentwicklung auf dem Wittekindsberg zahlreiche ungeklärte Fragen gibt. Zwar bekennt sich die Wählergemeinschaft zur hohen Schutzwürdigkeit des Südhangs des Wittekindsberges, allerdings sollten vor dem Hintergrund einer zukunftsgewandten Tourismusentwicklung ausgewiesene Schutzgebiete nicht als „Inseln“ betrachtet und behandelt werden. Sie sind vielmehr Teil eines Verflechtungsraumes und stehen in einem komplexen und von Wechselwirkungen geprägten Verhältnis von Naturschutz und Tourismus.

Übergeordnetes Ziel muss daher sein, ein nachhaltiges umwelt- und sozialverträgliches Gesamtkonzept zur Freizeit- und Erholungsnutzung auf dem Wittekindsberg zu erstellen, dass den Interessenausgleich von Naturschutz und Tourismus vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Ziele und Leitbilder anstreben sollte. Dies gilt umso mehr, da der Deutschlandtourismus einen anhaltend positiven Trend ausweist, der sich vor dem Hintergrund der Corona-Krise noch verstärken wird. Bereits heute hat sich das neu gestaltete Kaiser-Wilhelm-Denkmal als außerordentlicher Besuchermagnet erwiesen. Darüber hinaus gilt es für die Besucher zahlreiche weitere historisch wertvolle Sehenswürdigkeiten wie z.B. die Wittekindsburg, die Margarethenkapelle, die Kreuzkirche und den „Wilden Schmied“ zu entdecken.

Die WP fordert daher das Landesumweltministerium auf, die Begehbarkeit der historischen Wanderwege (Zickzackweg, Königsweg, Dreimännerweg, Wolfsschluchtweg) am Südhang des Wittekindsberges aufrechtzuerhalten. Im Hinblick auf die Verkehrssicherung sind auch in Wildnisgebieten gemäß § 40 (2) NatSchG in Einzelfällen geringfügige Eingriffe in den Baumbestand möglich und geboten.

Unter Beachtung der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie der Europäischen Gemeinschaft und der artenschutzrechtlichen Bestimmungen gemäß §40 Bundesnaturschutzgesetz ist die Sperrung des Wolfsschluchtweges zu revidieren, damit Besucher im Rahmen einer angemessener Besucherlenkung die einzigartige Natur hautnah erleben können. Die Begehbarkeit der historischen Wanderwege am Südhang des Wittekindberges müssen endlich Teil eines touristischen Gesamtkonzepts sein.

Vor dem Hintergrund einer touristischen Gesamtstrategie und um weitere Fortschritte in der touristischen Entwicklung unserer Region zu erzielen, sollte im Rahmen zukunftsfähigen Lösungen vor allem eine nachhaltige Vernetzung aller touristischen Ziele in Porta Westfalica (Großer Weserbogen, Besucherbergwerk Kleinenbremen etc.) und darüber hinaus umgesetzt werden.

Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Unterschrift, den Wittekindsberg mit seinen Sehenswürdigkeiten, seiner Geschichte und seiner unersetzlichen Natur wieder in den Fokus des politischen Handelns zu rücken. Bitte unterstützen Sie uns, den Wittekindsberg als Erlebnisraum und Baustein einer touristischen Gesamtstrategie zu entwickeln, um das touristisch attraktive Profil unserer Stadt zu stärken bzw. auszubauen.

Wählergemeinschaft Porta – Wir in Porta

Thank you for your support, Dietmar Lehmann from Porta Westfalica
Question to the initiator

News

  • Liebe Unterstützende,

    der Petitionsausschuss hat eine Ortsbesichtigung vorgenommen - die Stellungnahme finden Sie anbei. Über das abschließende Ergebnis der Petition werden wir Sie informieren, sobald wir weitere Informationen dazu erhalten haben.

    Beste Grüße,
    das openPetition Team


  • openPetition hat die von Ihnen unterstützte Petition offiziell im Petitionsausschuss von Nordrhein-Westfalen eingereicht. Jetzt ist die Politik dran: Über Mitteilungen des Petitionsausschusses werden wir Sie auf dem Laufenden halten und transparent in den Petitionsneuigkeiten veröffentlichen.

    Als Bürgerlobby vertreten wir die Interessen von Bürgerinnen und Bürgern. Petitionen, die auf unserer Plattform starten, sollen einen formalen Beteiligungsprozess anstoßen. Deswegen helfen wir unseren Petenten, dass ihre Anliegen eingereicht und behandelt werden.


    Mit besten Grüßen,
    das Team von openPetition

Das ausgewiesene Wildnisgebiet grenzt direkt und unmittelbar an attraktive touristische Zielpunkte. Auch und gerade der Wolfsschluchtweg ist durch die vielfältige Landschaftskulisse und die kulturellen Hintergründe ein attraktives Besucherziel mit Alleinstellungsmerkmal. Vor diesem Hintergrund, sind Schutzgebietsfestlegungen immer wieder zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Es gilt daher ein raumbezogenes Gesamtkonzept zu entwickeln, dass das Betreten des Wildnisgebietes durch den Menschen streng kontrolliert und stark eingeschränkt, aber in ausgewiesenen Teilbereichen erlaubt.

Urwald hat 100 bis 300 Kubikmeter Totholz auf einen ha. Der Wirtschaftswald 30 wenn es gut ist, meist nur 10-20. Urwaldreliktarten (werden so genannt, weil kein Urwald mehr da) leben oft in und von stehendem Totholz mit größerem Durchmesser. Zwei Drittel der vom Aussterben bedrohten Arten im Wald. Diese toten Bäume müssen also bleiben, um das Aussterben dieser Arten zu verhindern. Dreimal so viele Arten auf der roten Liste, die an stehendes Totholz gebunden sind, wie an liegendes. Wenn das Wildnisgebiet seine Funktion erfüllt, ist da autom. Lebensgefahr gegeben. Also draussen bleiben!

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