Kinder haben das Recht auf Bildung vom ersten Lebenstag an und Frauen haben das Recht auf Erwerbstätigkeit. Kindertageseinrichtungen sind Bildungseinrichtungen. Die Gebühren für Kindergärten sowie Kindertageseinrichtungen konterkarieren dieses Recht auf Bildung und stehen im Widerspruch zur Erwerbstätigkeit von Frauen und somit auch im Widerspruch zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Auch dem Umstand geschuldet, dass Öffnungszeiten der Einrichtungen nicht den Berufsalltag der Eltern widerspiegelt, runden Eltern das Betreuungsangebot der Einrichtungen mit Drittpersonen ab. Dadurch entstehen weitere Kosten. Der Gesamtgesellschaftliche Wandel mit der einhergehenden höheren Erwartungshaltung an die Qualität der Erziehung fordert Eltern sowie Erzieher zudem. Es kann nicht sein, dass Eltern mit enorm hohen Gebühren weiter belastet und strapaziert werden. Ulm ist in der Bundesrepublik mit der Gebührenkalkulation negativer Benchmark. Andere Städte hingegen machen vor, wie es auch anders gehen kann. Darunter die Hansestadt Hamburg, die jüngst die Grundbetreuungskosten abgeschafft hat. Damit statuiert sie ein Exempel: trotz Verschuldung der Hansestadt und einem defizitären Haushalt, war die Stadt Hamburg bereit, diesen Schritt zu gehen. Andere Städte sind diesen Schritt bereits eher gegangen. Die Stadt Ulm mutiert mit dieser Gebührenpolitik immer mehr zum Schlusslicht in der Gesamtrepublik und das obwohl die Stadt mit noch höheren Haushaltseinnahmen in allen Medien weiter glänzt. Wollen wir das die Familien ins Umland ziehen, wo die Gebühren deutlich niedriger sind? Die Gemeinschaft unser prosperierenden Wissenschaftsstadt und unserem attraktiven Wirtschaftsstandort besteht auch aus sozialen Werten.

Daher fordern wir eine deutlich spürbare Anpassung der Gebühren auf dem Weg zur gänzlichen Abschaffung der Einnahmen mit sofortiger Wirkung. Wir sind für mehr Bildungsgerechtigkeit und für die spürbare Entlastung unseres Kerngutes in der Stadtgesellschaft: nämlich unsere Kinder und Familien.

Reason

Es ist wichtig, dass Sie diese Petition unterstützen. Mehrfache Ansprache dieser Thematik mit den relevanten Akteuren hat zu nichts geführt außer zu lapidaren Wortwechseln.

Es ist höchste Zeit, dass gehandelt wird. Die glänzende Finanzlage der Stadt Ulm kann nicht zu Lasten der Familien und letztlich zu Lasten unserer Gesamtgesellschaft gehen. Kinder lernen in diesen Einrichtungen wertvolles im Miteinander. Wir müssen sie darin unterstützen, denn sie sind unsere Zukunft. Insofern kann es nicht sein, dass es Ihnen erschwert wird, dieses Recht auf Bildung zu genießen. Bitte unterstützen Sie Familien und Alleinerziehende in dieser Sache. Sie leisten einen Beitrag für unser aller gemeinsames Miteinander.

Thank you for your support, Yasemin Arpaci from Ulm
Question to the initiator

News

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    wir möchten Sie auf eine erneute Befragung seitens des Gesamtelternbeirats hinweisen. Bitte weiterhin am Ball bleiben und die Fragebögen ausfüllen. Nur so können wir unsere Belange auch bzgl. der Gebührenpolitik nachhaltig an die Stadtverwaltung herantragen.
    Anbei der Link:

    geb-ulm.de/index.php/umfrage-2016.

    Desweiteren möchten wir Sie auch darüber informieren, dass mit der Landtagswahl Baden-Württemberg keine wirklichen Fortschritte in Bezug auf unser Anliegen zur Gebührenstruktur anstehen. Die CDU hat sich in den Koalitionsverhandlungen in Bezug auf Gebührenfreiheit im Vorschulkindergartenjahr nicht durchsetzen können.

    Im Musterland für Bildung hinken wir somit weitere fünf Jahre hinter... weiter

  • Liebe UnterzeichnerInnen,

    Frau Mezger und ich haben die OB KandidatInnen zum Thema der Gebühren sowie zur Bildungsgerechtigkeit befragt. Anbei der dazugehörige Artikel.

    Bitte auch an andere Interessierte weiterleiten, die das Thema für wichtig erachten.
    Wir freuen uns über jede konstruktive Kritik.

    Beste Grüße
    Arpaci // Mezger

    www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Wie-die-OB-Kandidaten-zu-gebuehrenfreien-Kindergaerten-stehen;art1158544,3553670

pro

meinem Kind hat es sehr gut getan mit einem Jahr in eine Einrichtung in dem Fall Tagesmutter szu gehen. Er freut sich rießig darauf und wir profitieren alle davon

contra

Kein einjähriges Kind möchte von seiner Mutter getrennt werden. Eine Schande, dabei von einem Recht zu sprechen.