Die Stadtvertretung Büdelsdorfs wird vermutlich am Donnerstag, den 14.06.2012 dem Antrag der BWG zustimmen und das jetzige Gelände der Friedrich-Ebert-Schule in der Sportallee als Standort für die Gemeinschaftsschule festlegen. Die Heinrich-Heine-Schule, z.Z. in der Akazienstraße, wird an diesen neuen Standort verlegt, mit der Option eine gymnasiale Oberstufe zu integrieren. Das dann frei werdende Gebäude der Heinrich-Heine-Schule wird die beiden Grundschulen „Emil-Nolde-Schule“ und „Friedrich-Ebert-Schule“, die Bücherei sowie den Kindergarten „Lilliput“ aufnehmen.

Begründung

Da voraussichtlich bis zu ca. 1000 Schüler, laut Verkehrsgutachten vom 25.10.2011, die Gemeinschaftsschule besuchen können, hat dies besonders für die Anwohner der Straßen Sportallee, Friedhofsallee, Am Grund, Samlandstraße, Berliner Straße und Fritz-Reuter-Straße gravierende Folgen. Denn z. Z. besuchen nur ca. 150 Schüler die Friedrich-Ebert-Schule, die Schülerzahl wird sich um das 6,5 fache erhöhen. Durch die erhebliche Zunahme des Straßenverkehrs in den genannten Straßen, kommt es zu einem Anstieg der Gefährdung nicht nur der Anwohner, sondern auch der Schüler, der Besucher des Freibads und des nahgelegenen Friedhofs. So wird der z.Z. für Fußgänger und Radfahrer genutzte Gehweg in der Sportallee, nur noch für Fußgänger zulässig sein, die Radfahrer müssen dann die Straße befahren. Der jetzige Standort hat eine Flächengröße von ca. 1 Hektar und ist somit zu klein. Durch Hinzunahme von Flächen des Ahornparks und des Freibads, die durch Steuergelder bezahlt wurden, wird ein Areal von bis zu ca. 3 Hektar entstehen. Dieses wird den jetzigen natürlichen Charakter dieses Naherholungsgebiets und des Naturerlebnisbads radikal verändern. Da das Freibad in Alt-Duvenstedt bereits geschlossen wurde und damit zu rechnen ist, dass das Freibad in Rendsburg nach einer Bewährungsfrist ebenfalls geschlossen werden könnte, kommt es zusätzlich zu einer Vervielfachung des Verkehrs in den anliegenden Straßen. Eine weitere Zunahme der Lärmimmission wird durch die steigende Zahl von Sportveranstaltungen im Eiderstadion zu spüren sein. Auch die An- und Abfahrten zur, an diesem Standort neu entstehende, Mehrzweckhalle, die bis in die Abendstunden anhalten werden, verschlechtern die Situation. Durch diese Standortwahl wird die ohnehin hohe Lärmbelästigung in diesem Wohngebiet zusätzlich wesentlich erhöht. Durch all diese Fakten, werden die umliegenden Immobilien an Wert verlieren. Durch die Zusammenlegung, der Grundschulen Friedrich-Ebert-Schule und Emil-Nolde-Schule zu einem Grundschulzentrum am jetzigen Standort der Heinrich-Heine-Schule, wird den Grundschülern der kurze Schulweg genommen. Da diese Tatsache der damaligen Gemeindevertretung als sehr wichtig erschien und sich für eine zweite Grundschule an einem anderen Standort entschieden hatte, ist dies der heutigen Politik in Büdelsdorf völlig gleichgültig. Der gute alte Grundsatz: „Kurze Beine, kurze Wege“ ist sowohl von der Stadtvertretung als auch von der Stadtverwaltung missachtet worden. Für die Schüler aus dem Nord-Westen und Westen (Richtung Rickert und Bahnschranken/Hollerstraße-West) wird es ein langer Weg zum neu geplanten Grundschulzentrum ganz im Osten sein. Für die Kinder südlich der Hollerstraße wird es ein gefährlicher Schulweg durch die Querung dieser sehr verkehrsreichen Bundesstraße sein. Dass sich der Ausschuss für die teuerste Variante der Umsetzung entschieden hat, ist ein weiterer sehr bedenklicher Aspekt der Entscheidung. Laut einer Kostenberechnung der Firma Berliner Beratungsdienste (Ausschusssitzung a. 16.11.2010) werden für die nächsten 25-30 Jahre Kosten i. H. von ca. 96,1 Mio. Euro den Steuerzahler belasten. Eine günstigere Variante würde 79,8 Mio. Euro an Steuern kosten, bei dieser würden alle Standorte erhalten bleiben. Wir fordern wegen der angeführten Gründe, dass dieses geplante Großprojekt auch von der Politik als ungeeignet angesehen wird und nach einer Lösung gesucht wird, die für alle Bürger zufriedenstellend ist.

Unsere Ziele:
- Zunächst: Vertagung der Beschlussfassung um mehrere Monate. - Erhalt der Grundschulen an den bisherigen Standorten. - Suche nach Alternativstandorten. - Steuersparende Umsetzung der Schulentwicklungsplanung. - Wohnquartier-Verträglichkeitsprüfung durch ein neutrales Fachinstitut.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

Pro

ich habe gehofft, hier mit den betroffenen Bürgern Argumente austauschen zu können.Nur leider melden sich hauptsächlich PRO Standort FES eingestellte Bürger zu Wort. Fehlen den Schulgegnern die glaubwürdigen Argumente? Warum meldet sich niemand bei den gewählten Politikern ?

Contra

Die Sportalle mag den hinzukommenden Verkehr bewältigen, aber was ist mit den anliegenden Straßen: Friedhofsallee... diese wird den hinzukommenden Verkehr ganz sicher nicht bewältigen