Mit dieser Petition möchten wir (die Bürger von Schwarzenbach/W, Erzieher, Betreuer, Freunde) erreichen bzw. darum bitten, das Schicksal der Familie Dautaeva aus Schwarzenbach am Wald, nochmals zu überdenken und auch die Sicht auf die Familie aus anderen Augen zu sehen.

Am 08.11.2010 reiste die Familie erstmals in Deutschland ein, doch der Asylantrag wurde abgelehnt. Die Familie sah sich, aus Angst in ihre „Heimat“ zurück zu müssen, gezwungen unter zu tauchen. Der Vater, Ramsan Dautaeva wurde im Krieg schwer verletzt wodurch er über ein Jahr im Krankenhaus verbrachte. Noch heute ist sein Körper von schlimmen Narben übersät, die ihn und die Familie immer wieder an die schlimme Zeit erinnern. Um sich diesem schrecklichen Krieg zu entziehen und das nie wieder erleben zu müssen, um Sicherheit für seine Familie gewährleisten zu können und auch um sich selbst in Sicherheit zu wissen, vor allem nachdem er verweigerte weiter im Krieg zu kämpfen, flüchtete die Familie.

Während der Flucht kam Tochter Samira, in Polen auf die Welt. Sie hat die Heimat ihrer Eltern und großen Schwester, die zu dem Zeitpunkt auch erst 5 Jahre alt war, nie kennengelernt. Tschetschenien ist für sie und ihren Bruder ein völlig fremdes Land dessen Sprache sie nicht kennen/können und wenn überhaupt dann mit Krieg, Tod, Angst und Flucht in Verbindung bringen. 2013 stellte die Familie in Deutschland einen Asylfolgeantrag, doch auch diese wurde abgelehnt und die Familie sollte nach Frankreich zurück, wo sie zuvor 1 ½ Jahre gelebt haben.

  • 2014 wurde die Überstellung nach Frankreich terminiert, jedoch wurde dies kurz danach vom BAMF storniert, da die Frist zuvor schon abgelaufen war und die Französischen Behörden die Überstellung nicht mehr akzeptierten.

  • 2016 lehnte BAMF die Durchführung weiterer Asylanträge ab.

  • 2017 gestellte Antrag des 3. Kindes, Adam der 2015 in Deutschland geboren wurde, wurde abgelehnt, trotz dagegen gerichteter Klage.

Am 25.04.2018 wurde die Familie aus ihrer Wohnung abgeholt und zum Flughafen gebracht, um des Landes verwiesen zu werden. Nachbarn haben berichtet, dass es sehr laut vorging und nicht nur die Eltern, sondern auch die Kinder abgeführt wurden als wären sie Schwerverbrecher. Vom Flughafen in München sollten sie also zurück nach Tschetschenien, der Vater, Ramsan, hat sich voller Angst um sich und seine Familie dagegen gewehrt, wodurch die Abschiebung vorerst zum Stillstand kam, er dafür nun aber in Abschiebehaft sitzt.

Die Mutter Aset ihre 3 Kinder Iman (14), Samira (9) und Adam (3) sind seid dem in der Aufnahmeeinrichtung in Bamberg untergebracht. Die Umstände unter denen sie dort leben sind zum teil menschenunwürdig. Ihnen wurde nicht nur Geld, persönliche Wertgegenstände und Handys abgenommen, sie hatten zum teil zu wenig zum Anziehen und Decken/Kissen etc., so dass Mama und die große Tochter verzichteten, damit die beiden Kleineren soweit alles haben, was sie brauchen. Durch die Abnahme des Handys wird es aber auch unnötig erschwert mit der Familie in Kontakt zu treten um Weiteres bezüglich der Abschiebung zu besprechen oder sie besuchen zu können.

Vor allem für ihre Kinder wollten sie eine sichere und stabile Heimat, einen Ort zum Erwachsen werden und um ein schönes, friedliches Leben führen zu können. Der Vater hat gearbeitet, um seine Familie ernähren zu können, es ist also keinesfalls so, dass sie sich vom Staat finanzieren ließen. Die Kinder sind hier in Kindergarten und Schule gegangen. Sie haben sich integriert, an Festen teilgenommen und geholfen, wenn es erforderlich war. Familie Dautaeva ist angefangen beim Papa bis hin zum kleinsten, eine hilfsbereite, freundliche und zuvorkommende Familie, die nichts Schlechtes im Sinn hat.

Sie sind integriert, arbeitswillig und die Folgen einer Abschiebung möchte ich mir gar nicht ausmalen. Der Mann als Kriegsverweigerer, eine Frau mit 3 Kindern, davon 2 denen das Land und die Kultur absolut fremd ist. Und auch wenn das Land als „sicher“ eingestuft wird, gibt es einen Unterschied zwischen unserem "sicher sein" in Deutschland und der Sicherheit in Tschetschenien. Außerdem wird es für die Familie dort folgen haben, da sie geflüchtet sind.

Dass sie nun in Bamberg sind und nicht mehr am normalen Alltag teilhaben, ist nicht nur für die Familie eine absolut schreckliche Situation, nein sie haben große Lücken hinterlassen. Immer wieder fragen Mitschüler, Lehrer, Erzieher und Mitbewohner des Ortes nach ihnen.

Wir bitten Sie also den Fall noch einmal zu überprüfen und auch ein bisschen Menschlichkeit mit einfließen zu lassen, den diese Familie hat es verdient hier zu sein.

Ich appelliere an die Menschlichkeit, die Gerechtigkeit und die Liebe zu seiner Mitmenschen gegenüber, lasst Familie Dautaeva in Deutschland bleiben.

Begründung

Nehmt ihnen nicht die Sicherheit und Zukunft, die sie sich für ihre Kinder wünschen und vor allem, nehmt den Kindern nicht ihre wirkliche Heimat! Denn das ist Deutschland für sie, ihre Heimat!

Unterstützt uns mit euren Unterschriften, um zu zeigen, dass viele Menschen hinter der Familie stehen! Die Zeit für die Familie läuft langsam ab, es muss schleunigst gehandelt werden. Anwälte und weitere Behören sind informiert und bearbeiten den Fall, es wird trotzdem jede Hilfe gebraucht.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jennifer Fechtner aus Schwarzenbach am Wald
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  • Leider konnten wir nicht verhindern das die Familie abgeschoben wurde. Es sind mittlerweile alle Familienmitglieder aus Deutschland raus gebracht. Ich danke allen für die Unterstzüzung und das ihr nicht aufgegeben habt, leider haben wir den Kampf verloren.
    Wir können nur hoffen das es der Familie gut geht.

Pro

Wie sicher kann ein Land sein in dem ein Präsident der es in Ordnung findet wenn manche seiner Bürger jemanden ohne Gerichtsverfahren erschießen sein?

Contra

Polen - Deutschland - Frankreich - Deutschland, nirgends wurde ein Asylgrund zugesprochen. Auch eine Klage hatte keinen Erfolg, die Familie ist ausreisepflichtig und sollte dieses auch tun, um eine (bereichtigte) Abschiebung zu verhindern. Es ist wichtig, dass die Gesetze eingehalten und umgesetzt werden, damit die Akzeptanz in der Bevölkerung nicht völlig zum Erliegen kommt!