Die Zulassung des Pflanzenschutzmittelwirkstoffes Glyphosat muss verlängert werden! Ich bitte Sie daher, sich mit Nachdruck für eine sachliche Debatte und für eine Verlängerung der Glyphosat-Genehmigung einzusetzen.

Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Wirkstoff Glyphosat www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zur_bewertung_des_gesundheitlichen_risikos_von__glyphosat-127823.html

Begründung

An die Bundesminister Peter Altmaier, Sigmar Gabriel, Christian Schmidt und die Bundesministerin Barbara Hendricks

Stellvertretend für eine Vielzahl von Landwirten und Verbrauchern möchte ich folgende Worte und Gedanken an Sie richten:

Als Landwirte verfolgen wir mit großer Verärgerung die zunehmend politisierte und ideologisch aufgeheizte Debatte um die Verlängerung der Glyphosat-Genehmigung. Über 1000 Studien haben die Zulassungsbehörden in Europa ausgewertet und festgestellt, dass der Wirkstoff bei sachgemäßer Anwendung für Mensch und Umwelt unschädlich ist. Auch die Weltgesundheitsorganisation und die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen haben dies kürzlich erneut bestätigt.

Jetzt müssen wir aber feststellen, dass die deutsche Politik dem Wirkstoff die Zulassung verweigert. Dabei stellt sie sich gegen die wissenschaftlichen Fakten und sogar gegen die Bewertung der eigenen Fachbehörden. Das ist ein starkes Stück!

Kennen die politisch Beteiligten eigentlich die schwerwiegenden Konsequenzen ihres Handelns?

Glyphosat ist ein seit etwa 40 Jahren eingesetzter wichtiger Wirkstoff in der Landwirtschaft zur Unkrautkontrolle und Sicherung der Ernten und deren Qualität. Wir Landwirte sind durch die Ausbildung und den verpflichtenden Sachkundenachweis Profis im Umgang mit Pflanzenschutzmitteln und wir müssen diese Mittel weiter einsetzen, um die Pflanzen, die die Ernährung der Bürger sichern, zu schützen!


Nachtrag aus aktuellem Anlass zur Hochwassersituation Unwetterereignisse, wie nun Anfang Juni über ganz Deutschland, können wir nicht beeinflussen. Schäden aber, wenn auch teils unumgänglich, sind beeinflussbar.

Besonders durch die Anwendung bodenschonender Ackerbauverfahren wie Mulchsaat und Direktsaat können starke Erosionsereignisse, besonders auf wassergesättigten Böden, weitgehend vermieden werden. Der Boden kann mehr Wasser aufnehmen, was Überschwemmungen sowie die Verschmutzung von Straßen und Privatgeländen verhindert. Erosion und die intensive Bodenbearbeitung zehren zudem am wertvollen Humus und damit an der Bodenfruchtbarkeit. Sowohl um den Boden und seine Fruchtbarkeit zu erhalten als auch um wetterbedingten Erosionsereignissen und damit einhergehenden Überschwemmungen entgegenzuwirken, sind die zuvor genannten Anbauverfahren anzuwenden, bei denen jedoch ein Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat unerlässlich ist. Glyphosat kann also dabei helfen, uns vor Hochwasser zu schützen und Unwetterauswirkungen zu minimieren.


Ohne eine umgehende Zulassung des Wirkstoffes verliert die europäische Landwirtschaft zudem einen wichtigen Baustein für nachhaltige und bodenschonende Anbaupraktiken. Zunehmende Bodenerosionen und steigende Treibhausgas-Emissionen wären die Folgen. Ein Glyphosat-Verbot wäre somit ein immenser Rückschritt für Umwelt und Klimaschutz.

Auch wir Landwirte wären Opfer ihrer Politik. Schon jetzt müssen wir hart darum kämpfen, im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein Verbot von Glyphosat hätte zur Folge, dass unsere Erträge deutlich sinken, resistente Unkräuter sich ausbreiten und unsere Produktionskosten steigen.

Zeigen Sie bitte Verantwortung durch vernünftiges politisches Handeln, das sich an den Fakten und den positiven Sicherheitsbewertungen der Fachleute in den Behörden orientiert. Wir bitten Sie daher, sich mit Nachdruck für eine sachliche Debatte und für eine Verlängerung der Glyphosat-Genehmigung einzusetzen.

Im Namen vieler Landwirte und Verbraucher bedanke ich mich vorab.

Herzlichst und hochachtungsvoll,

Gerhard und Christina Teichmann

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Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Gerhard Teichmann aus Friedland
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  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Landwirtskollegen und –kolleginnen,

    am 21.11.2016 wurde die Petition beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingereicht.

    Wir danken all den Menschen, die zur Verbreitung unseres Anliegens beigetragen haben und die uns mit ihrer Unterschrift unterstützt haben.

    Das vor uns liegende Jahr müssen wir Landwirte nutzen, um mit Kreativität und neuem Schwung für eine Erneuerung der Glyphosatgenehmigung weit über 2017 hinaus zu streiten und so das Projekt Glyphosat zu einem guten Abschluss zu bringen.

    Herzlichst

    Gerd und Christina Teichmann, 02.01.2017

Pro

Wenn ich all diese (meist unsachlichen und diffamierenden) Contra-"Argumente" lese, dann sei euch gesagt: Was glaubt ihr eigentlich, wer euch ernährt, wer für euch sichere, gesunde und hochwertige Lebensmittel produziert? ALDI, Kaufland und Co. bestimmt nicht! Im Gegenteil: Die sorgen lediglich dafür, dass ihr diese Lebensmittel zu Schleuderpreisen bekommt. Aber macht ruhig so weiter und zerstört eure eigenen Bauern vollends. Dann importiert am besten alles aus dem Ausland, möglichst Bio aus China, Ukraine, usw. Eins solltet ihr dann allerdings nicht mehr tun: auf Schadstoffe kontrollieren!

Contra

Eines von vielen Mitteln die die Menschheit nicht benötigt! Als biolandwirt komme ich blendend ohne zurecht, und auch die Erträge stimmen! Kommt mal ohne aus, denn Überproduktion auf kosten der Natur braucht keiner