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  • Von: Dora Heyenn (Bildungsclub Hamburg) mehr
  • An: Schulsenator Ties Rabe
  • Region: Hamburg mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
  • 21 Tage verbleibend
  • 136 Unterstützende
    106 in Hamburg
    1% erreicht von
    8.800  für Quorum  (?)

Grundschulempfehlung - Nein danke!

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Der Bildungsclub Hamburg* ( www.gew-hamburg.de/team/bildungsclub-hamburg ) hat am 22. Februar 2017 in Zusammenarbeit mit der Bürgerschaftsabgeordneten Dora Heyenn im Hamburger Rathaus mit über 40 Teilnehmern, darunter Lehrkräfte aus Grund- und Stadtteilschulen und Gymnasien, sowie Eltern, Studierende und Hochschullehrern die Auswirkungen der „Grundschulempfehlung“ in Hamburg diskutiert.

Der Schulforscher Ulrich Vieluf belegte an empirisch abgesicherten Zahlen, dass die Verteilung der Schüler und Schülerinnen auf Gymnasien und Stadtteilschulen mit sozialen Familienhintergründen stark korrelieren. Selbst an der Schulgesetzänderung in 2010 beteiligt, weist er darauf hin, dass die jetzt geübte Praxis der Grundschulempfehlung nicht durch das Schulgesetz gedeckt ist.

Der renommierte Rechtswissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Wolfram Cremer, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Bildungsrecht und Bildungsforschung hat ein Rechtsgutachten erstellt, demzufolge die verbindliche Übertritts-Empfehlung fürs
Gymnasium oder die Realschule verfassungswidrig ist.
In Hamburg wird eine unverbindliche Schulformempfehlung praktiziert.
Nach seiner Auffassung widerspricht das der Fassung des § 42 Absatz 4 des Hamburgischen Schulgesetzes. Das Wort Empfehlung taucht in dem Zusammenhang gar nicht auf, sondern es ist die Rede von „Einschätzung“.
Die Entscheidung des Bildungswegs nach der 4. Klasse liegt eindeutig bei den Eltern.
Außerdem können Kinder in Hamburg in beiden Säulen Abitur machen – im Gymnasium G8 und in der Stadtteilschule G 9.
www.taz.de/Entscheidung-ueber-die-Schulform/!5383789/

In einigen SPD-geführten Bundesländern wurde die „Schulübergangsempfehlung“ bereits wieder abgeschafft: Niedersachen Schuljahr 2015/16 und Schleswig-Holstein Schuljahr 2014/15.

Begründung:

Einschätzung zur weiteren Schullaufbahn gemäß § 42 Absatz 4 HmbSG
www.dropbox.com/s/tewb0s36di7mz4o/Einsch%C3%A4tzung%20zur%20weiteren%20Schullaufbahn%20gem%C3%A4%C3%9F%20%C2%A7%2042%20Absatz%204%20HmbSG.pdf?dl=0

Deshalb hier der Appell an den sozialdemokratischen Schulsenator, Ties Rabe, die jetzige Praxis der Grundschulempfehlung abzuschaffen und ab dem Schuljahr 2018/2019 eine pädagogisch qualifizierte Beratung zu gewährleisten, damit die Eltern ihre Entscheidung treffen können.
Mit Ihrer Unterschrift können Sie dazu beitragen, dass damit Schluss ist:
www.dropbox.com/s/3b4zhsaexlogs9j/Grundschulempfehlung_nein_Danke_Unterschriftenliste.pdf?dl=0

* Wir sind ein parteiunabhängiger, übergreifender Kreis bildungsengagierter und interessierter Menschen in Hamburg, die bessere Bildungschancen für
alle Hamburger Schüler_innen wollen und regelmäßig zusammenkommen, um über die Probleme und Chancen an Hamburgs Schulen zu diskutieren und
Vorschläge zu machen, wie Schulen allen Schüler_innen bestmögliche Chancen bieten können. Wichtig ist uns, in einer repressionsfreien Atmosphäre
kontroversen Positionen Raum zu geben und in einer vertrauensvollen Debatte darauf einzugehen. Alle, die daran ebenfalls interessiert sind, laden wir
zur Mitarbeit ein. Darüber hinaus führen wir bei Bedarf Veranstaltungen mit Expert_innen zu den genannten Gebieten durch.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Hamburg, 04.03.2017 (aktiv bis 14.04.2017)


Debatte zur Petition

PRO: Die Praxis der Grundschulempfehlung beschämt Kinder. Sie befördert soziale Segregation und zementiert das zweigliedrige Schulsystem.

Noch kein CONTRA Argument.
>>> Schreiben Sie das erste CONTRA-Petition Argument


Warum Menschen unterschreiben

War selber Lehrerin...

Schul- und Bildungspolitik ist Demokratiegrundlage

Die Sinnlosigkeit einer Empfehlung,,wenn denn schon an beiden Schultypen das Abitur abgelegt werden kann und der Elternwille eh entscheidet.

Jahrelange Erfahrungen als ehemaliger Schulleiter haben mir gezeigt, dass diese Empfehlungen oft fehlerbehaftet bzw. von vielen "sachfremden" Faktoren beeinflusst sind. Außerdem wirken die "Empfehlungen" pädagogisch nicht nur orie ...

Wir können es uns nicht leisten, weitere Generationen von begabten Kindern bereits im Grundschulalter kaputt zu machen und an einer erfolgreichen Entwicklung zu hindern. Die Erfahrung zeigt, dass der Bildungsweg eines Kindes mit 10 Jahren nicht vorhe ...

>>> Zu den Kommentaren


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