Die Existenz des Hagener Theaters ist massiv bedroht. Sollten die Sparmaßnahmen in Höhe von 1,5 Millionen zzgl. des 1 Prozentes der Tariferhöhungen umgesetzt werden müssen, wird das TheaterHagen ab 2018 in dieser über die Region anerkannten Form nicht weiter existieren können. Das Feuer des einzig verbliebenen, nennenswerten Hagener Leuchtturms wird erlöschen. Die Konsequenz werden Spartenschließungen sein, Abwanderung von hunderten Angestellten und Künstlern, Abfindungszahlungen, Prestigeverlust. Am Ende droht die Umwandlung in ein so genanntes "bespieltes Haus", was nichts anders bedeutet als der Einkauf teurer Fremdproduktionen. Und es steht zu befürchten, dass damit auch andere wichtige Kulturinstitutionen wie die MAX-REGER Musikschule, das KEO, der HOHENHOF oder die KULTURZENTREN in Mitleidenschaft gezogen werden.
Hagen würde als erfolgreicher und regelmäßig positiv besprochener Standort von der Kulturlandkarte Deutschlands verschwinden. Zahllose Verbände und Einrichtungen haben Sie aufgefordert, ja geradezu angefleht, gemeinsam trag- und zukunftsfähige Lösungen zu erarbeiten. Die geballte bundesdeutsche Kulturkompetenz stünde Ihnen mit Rat und Tat zur Seite: die Deutsche Orchestervereinigung, der Deutsche Bühnenverein, der Deutsche Musikrat, Medien, Künstler und kompetente BürgerInnen. Verehrter Herr Oberbürgermeister: Geben Sie Ihren Widerstand auf. Beweisen Sie Ihren BürgerInnen, dass Sie in ihrem Interesse handeln, und setzen Sie sich für die Rücknahme der Sparvorgabe für 2018 ein. Ergreifen Sie die Chance, in letzter Minute die desaströse Entwicklung am Hagener Theater aufzuhalten. Hagen, in seiner jetzigen Verfassung, wird diese Einschnitte bei seinem Theater nicht verkraften. Sorgen Sie dafür, dass der Deutsche Kulturrat Hagens Theater von der Roten Liste Kultur streichen kann. www.kulturrat.de/dokumente/rote-liste-kultur/rote-liste-kultur-4.pdf. "Die ganze Kultur ist eine große, endlose Zusammenarbeit." August Strindberg

Begründung

"Von meiner Stadt verlange ich: Strom, Wasser und Kanalisation. Was die Kultur anbelangt, die besitze ich bereits." Mit diesem sarkastischen Zitat von Karl Kraus könnte man es bewenden lassen. Doch es gilt, einer unheilvollen Entwicklung - nicht nur in Hagen - aber hier im Besonderen - Einhalt zu gebieten, weil eine lebendige Kultur Spannung bedeutet im Kampf gegen den Rückschritt. Sollten die Sparpläne für das Hagener Theater ab 2018 umgesetzt werden müssen, würde das einen massiven Rückschritt nicht nur für die Kultur in Hagen, sondern für die Stadt selbst bedeuten. Rund 180.000 Besucher - auch aus dem Umland - zieht das Theater Jahr für Jahr in seinen Bann. Eine nicht zu ignorierende Menschenmenge, die Hagen besucht. Auch die rund 300 technischen und künstlerischen MitarbeiterInnen des Theaters tragen mit ihren Familienangehörigen, ihren vielfältigen künstlerischen Betätigungen, neben denen im Theater, dazu bei, den sozialen und wirtschaftlichen Abstieg Hagens abzufedern. Die Sparvorgabe birgt ein nicht zu kalkulierendes Risiko sowohl für das Theater, als auch für die Stadt. Dies alles gilt es aufzuhalten. Hierzu soll diese Petition beitragen.

Hagen braucht mehr als Strom, Wasser, Kanalisation und unterirdische Mülleimer!

Jeder, der fürchtet, das TheaterHagen werde die erzwungene Selbstbeschneidung in genannter Höhe nicht verkraften, sollte diese Petition unterzeichnen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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  • Gestern, 23. Juni 2016, wurden im Rahmen unseres Theater-Marsches in Hagen dem Oberbürgermeister Erik O. Schulz die rund 12.700 Unterschriften übergeben.
    Eine erfolgreiche Petition findet ihr Ende, und am Schluss gilt es, allen UnterzeichnerInnen, Organisatoren, Technikern, Bühnenbauern, Tontechnikern, Aktiven, Musikern, Sängern, Sammlern und dem Theater Hagen herzlich zu danken!
    Hoffen wir gemeinsam, dass die Anstrengungen nicht umsonst gewesen sind, und dass eine neue (Debatten)-Kultur in Hagen Einzug halten kann.
    Ihr und Euer Christoph Rösner

  • Wir wollen die Unterschriftenlisten zu unserer Petition zwischen 16:00 und 17:00 auf der Bühne am Friedrich-Ebert-Platz im Rahmen der Schlusskundgebung übergeben.

  • Bei der Abschlusskundgebung auf dem Rathaus-Vorplatz - Friedrich-Ebert-Platz in Hagen - werden wir die Unterschriftenlisten dem Oberbürgermeister Erik O. Schulz oder einem Mitglied des Hagener Stadtrates übergeben.
    Je mehr Menschen kommen, desto eindrucksvoller können wir unsere Ziele dokumentieren. Kommet zuhauf und marschiert mit für den Erhalt unseres Theaters und der Hagener Kulturlandschaft!

Pro

Wenn die gesamte Verwaltung in den letzten Jahren auch nur annähernd anteilig so viel eingespart hätte wie das Theater, wäre die Forderung der Stadt vielleicht noch zu verstehen. Das ist aber definitiv nicht der Fall! Ferner bleibt sicherlich noch die Feststellung, dass ein großer Teil der laufenden Personalkosten, Gebäudeunterhaltung u.v.m. auf die Stadt zurückfallen würde, wenn das Theater aufgrund der geforderten Kürzungen gar nicht mehr weiterarbeiten könnte. Damit wären die Einsparungen unterm Strich tatsächlich zweifelhaft.

Contra

Kein Geld für Rentner, Kitas, Strassen.... aber die Kapelle spielt weiter. Die meisten Theater sind zu 80% Geldverbrennungsmaschinen. Die qualitativ guten setzen sich durch dieses gehört nicht dazu!