Region: Region Bonn
Environment

Im Naturpark Siebengebirge keine neuen Siedlungen planen

Petition is directed to
Bezirkregierung und Regionalrat Köln, Rat der Stadt Königswinter, Rat der Stadt Bonn
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  1. Launched 04/01/2023
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Ein Großteil des nördlichen Naturpark Siebengebirge könnte durch neue Siedlungen bebaut und die ökologischen Funktionen praktisch zerstört werden. Lageplan

 

Derzeit liegt für die Bonner Region als Teil des Regierungsbezirks Köln der erste Entwurf des Regionalplans vor. Dieser Entwurf wird nun überarbeitet. Wir fordern die politischen Akteure auf, keine neuen Siedlungsbereiche zuzulassen! Regionalplan-Webseite

 

Wer ist für den Regionalplan verantwortlich?

Es gibt drei Adressaten für die Unterschriftensammlung. Alle drei tragen Verantwortung für den Regionalplan: 1. Die Bezirksregierung Köln mit dem CDU-geführten Regionalrat; 2. Der Rat der Stadt Königswinter; 3. Der Bonner Stadtrat.

 

Zuständig für die Erstellung des Regionalplans sind in NRW Bezirksregierung und Regionalrat, eine Verwaltungsebene zwischen Kommunen und Landesregierung. Der Regionalrat ist nicht direkt gewählt und kaum bekannt. Er ist aus Kommunalpolitiker*innen analog den NRW-Kommunalwahlergebnissen im Regierungsbezirk Köln zusammengesetzt: So ergibt sich 2020-2025 als stärkste Fraktion die CDU.

 

Die Bezirksregierung handelt nicht ohne Zustimmung der Kommunen. In Königswinter, wozu der größte Teil des Naturparks Siebengebirge gehört, und in Bonn sind seit der Kommunalwahl die alten CDU/FDP Koalitionen abgelöst worden. Die neuen Koalitionen und ihre jeweilige Siedlungspolitik sind sehr unterschiedlich:

  • Bonn hat kaum noch Freiraum, und die Ratsmehrheit ist einigermaßen entschlossen, die Reste zu bewahren.
  • In Königswinter macht die neue Ratsmehrheit siedlungspolitisch im Wesentlichen dasselbe wie die alte: Den Naturpark Siebengebirge als Wohnort im Grünen zur Verfügung zu stellen für Menschen, die in Bonn arbeiten.

Das mag bisher Vorteile gehabt haben, aber inzwischen hat sich Vieles weiterentwickelt.

 

Die neuen Siedlungsbereiche würden die ökologische Krise verschärfen

Das Klima erwärmt sich schneller und die Natur ist sehr geschädigt. Wir brauchen die ökologischen Funktionen der Natur dringender denn je, wie zum Beispiel die Wasseraufnahme des Bodens und die Abkühlung im Sommer. Wir sollten keinesfalls auf noch mehr Teile des Naturparks verzichten, auch nicht wegen mehr Wohnraum.

 

Wo sollen die Menschen denn wohnen?

Zum Thema Nachfrage nach Wohnraum in der Bonner Region hat der Verein Lebenswerte Siebengebirgsregion e.V. ein Positionspapier "Mehr bezahlbare Wohnungen für die Bonner Region" erarbeitet. Dabei spielt die Entwicklung der Altersstruktur der Bevölkerung und der dadurch der geänderte Wohnbedarf eine wichtige Rolle. Zum Positionspapier

 

Wo steht das Regionalplan-Verfahren?

Ende August 2022 haben einige die Bürgerbeteiligung der zuständigen Bezirksregierung Köln zum ersten Entwurf beantwortet und die Stellungnahme des Lebenswerte Region Bonn-Siebengebirge e.V. unterstützt.

Der Entwurf des Regionalplans wird jetzt voraussichtlich bis Herbst 2023 überarbeitet und nochmal in einer Bürgerbeteiligung offengelegt. Wir möchten schon in der Überarbeitungszeit unseren Forderungen mit einer Unterschriftensammlung mehr Nachdruck verleihen.

Reason

Wer ist von den Siedlungsgebieten betroffen?

Betroffen sind Bonner sowie Königswinterer Bürger*innen. Sie wenden sich hiermit nicht nur an die Regionalplanungsbehörde, sondern auch an ihre gewählten Stadträte.  Außerdem würde durch die Bebauung nachweislich ein Verkehrsproblem verschärft werden, das allein schon die neuen Siedlungspläne verbieten müsste.

 

Betroffen sind auch viele andere Bürger*innen, die die ökologische Wende in der Regionalplanung überall realisiert sehen wollen.

Denn keine Region darf sich mit ihren konkreten Flächenfestlegungen vor dem Schutz von Klima und Natur wegducken.

 

Regionalplanentwurf im Naturpark extrem unökologisch   

Die ökologischen Ziele und Grundsätze des Regionalplanentwurfs sind gut, aber sie spielen bei den konkreten Flächenfestlegungen wegen vieler Ausnahmeregelungen kaum eine Rolle. Dies ist besonders im nördlichen Naturpark Siebengebirge der Fall.

 

Hier verstoßen alle vorgeschlagenen Siedlungsbereiche gleich gegen mehrere Grundsätze des Regionalplans:

-         Sie haben keine Schienenanbindung.

-         Der Ausbau wichtiger Infrastruktur lohnt sich kaum.

-         Sie haben Böden mit großer Wasserrückhaltung und schutzwürdige Boden.

-         Sie sind als Freiraum- und Agrarbereiche festgelegt.

-         Sie gehören zum regionalen Biotopverbund.

-         Sie gehören zum regionalen Grünzug, der für Klimaschutz, Naherholung und Biotopverbund sorgt.

Details in der Stellungnahme des Lebenswerte Region Bonn-Siebengebirge e.V.

 

Verkehrsexperten raten ab

Es gäbe noch wesentlich mehr Autostaus. Arbeitsplätze, Gesundheitsversorgung und Kulturstätten liegen in Bonn und werden überwiegend per Auto nach mindestens halbstündiger Fahrt erreicht. Nur eine Minderheit nutzen Bus und Fahrrad, auch wegen der langen Fahrtzeiten. Das von der Stadt Königswinter bestellte ISEK-Verkehrsgutachten rät von den Neusiedlungen im nördlichen Naturpark Siebengebirge ab, denn der Pendelverkehr würde Bonn und Siegburg wegen erwartbarer Staus nicht erreichen können. Wer dort künftig wohnen würde, könnte es zur Arbeit wohl kaum schaffen.

Wer die seit Jahrzehnten in der Region umstrittene Südtangente als Lösung vorschlägt, dem widerspricht das Gutachten: Die Südtangente ist ausdrücklich KEIN Rezept gegen die Staus!

ISEK-Verkehrsgutachten

 

Der Regionalplan könnte -richtig gemacht- den Naturpark sehr gut schützen

Lange bevor es zu konkreten Bebauungsplänen kommt, werden etwa alle 20 Jahre in der Regionalplanung neue Siedlungsbereiche festgelegt. Eine Festlegung im Regionalplan ist Voraussetzung für Bebauungspläne. Deswegen könnte der Naturpark Siebengebirge sehr gut und langfristig geschützt werden, wenn der Regionalplan hier auf neue Siedlungsbereiche verzichtet.

 

Und schlimmstenfalls?

Falls die Siedlungsbereiche wie bisher eingeplant werden, wäre der Naturpark stark gefährdet. Denn er besteht nur zu etwa einem Drittel aus naturschutzrechtlich streng geschütztem Wald. Zwei Drittel sind Landschaftsschutzgebiete, die immer noch rechtlich zu wenig geschützt sind und relativ leicht für Siedlungen oder Gewerbegebiete verbraucht werden können.

Die Stadt Königswinter hat bereits einen Zeitplan entworfen, demzufolge bis 2040 die Siedlungsbereiche im nördlichen Naturpark schlüsselfertig bebaut sein könnten! Mehr dazu  

 

Weitere Infos: , www.ennertaufstieg.de, www.siebengebirgsregion.de

Kontakt: sg@siebengebirgsregion.de

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Why people sign

8 hours ago

Der gesamte, verbleibende Naturpark Siebengebirge sollte unbedingt zum Naturschutzgebiet erklärt werden,
auch gegen den Widerstand der Jägersippschaft.
Mit diesem Status sind solche Eingriffe in die Natur, wie geplant und künftig, nicht mehr so einfach möglich.
Offizielle Stellen denken meist nur kommerziell, nicht daran wie die Natur und die Menschen darunter leiden müssen.
Politiker die endlich mal zu ihrem Wort stehen sind gefragt, nicht die Selbstdarsteller und solche die sich in ihrer grenzenlosen Arroganz selbst viel zu wichtig nehmen.

9 hours ago

Naturschutz muß Naturschutz bleiben, nicht auch noch die vorhandenen Gebiete zu rein kommerziellen Zwecken ausbeuten - das ist bisher stets zu Gunsten von Investoren abgelaufen - wo bleiben die Menschen, die Natur unbedingt brauchen. Wir brauchen dringend eine Politik, die das versteht um umzusetzen weiß - gegen jedewede Lobbyarbeit.
Lobbyisten sind des Übels Kern...

2 days ago

Die Grünflächen zwischen den Dörfern (Vinxel, Stieldorf, ..) prägen den Charakter unseres Wohnortes. Außerhalb der Stadt wohnen wir, weil uns die Natur besonders wichtig zur Erholung und für unsere Lebensqualität ist.
Beides sehen wir durch stärkere Bebauung gefährdet.
Zudem bin ich aus Umweltschutzgründen gegen eine massive Versiegelung der Böden im Siebengebirge.

2 days ago

Kein weiterer Flächenfrass, noch dazu ohne vernünftigen Ausbau des öffentlichen Verkehrs!

Erhalt der Natur als Ausgleich für dichte Besiedelung im städtischen Raum und als Möglichkeit für alle Bürger Erholung zu finden und den Kontakt mit der Natur zu verbessern

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